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Zum Auftakt geht’s zum Mitaufsteiger
Zum Auftakt geht’s zum Mitaufsteiger
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12:00 05.09.2020
Für Stadtallendorfs Kapitän Laurin Vogt (links) beginnt der Liga-Alltag am Sonntag gegen Schott Mainz. Foto: Thorsten Richter
Für Stadtallendorfs Kapitän Laurin Vogt (links) beginnt der Liga-Alltag am Sonntag gegen Schott Mainz. Quelle: Thorsten Richter
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Stadtallendorf

Nach knapp 16 Monaten der Abstinenz bestreitet Fußball-Hessenmeister TSV Eintracht Stadtallendorf am Sonntag (14 Uhr) erstmals wieder ein Punktspiel in der Regionalliga Südwest. Gegner auf der Bezirkssportanlage in Mainz-Mombach ist Mitaufsteiger TSV Schott Mainz und damit ein Verein, der – wie die Eintracht – den Klassenerhalt als Saisonziel ausschreibt und unter ähnlichen Bedingungen arbeitet.

„Wir haben viele junge Spieler aus der Region, die sich beweisen wollen und die einen regionalen Bezug zu uns haben“, zeigt Bernd Bangel auf. Der Co-Trainer der Mainzer ist „guten Mutes, das Spiel erfolgreich zu gestalten“, erwartet aber auch eine „körperlich präsente Mannschaft, die da auf uns zukommt“.

Sicaja lobt den Gegner

Stadtallendorfs Trainer Dragan Sicaja macht einen Vorteil beim Gegner aus: „Die haben viele gut ausgebildete Spieler.“ Akteure, die es beim FSV Mainz 05 nicht zum Profi schafften, bilden einen großen Teil des Teams – und wurden entsprechend in einem Nachwuchsleistungszentrum ausgebildet. „Dass die Mannschaft es nach dem Abstieg aus der Regionalliga (2018, Anmerkung der Redaktion) wieder nach ,oben’ geschafft hat, spricht für Kontinuität“, lobt Sicaja die Arbeit des TSV Schott und von Cheftrainer Sascha Meeth, mit dem der Eintracht-Coach nach dem letzten Gastspiel in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt verbal aneinandergeriet – während des Spiels und bei der anschließenden Pressekonferenz.

„Das ist inzwischen für mich erledigt, wir sind alle älter geworden“, nimmt es der Kroate gewohnt gelassen. Kein Wunder, denn es gibt andere Dinge, die beim TSV Eintracht derzeit wichtiger sind. Neben den langzeitverletzten Kevin Vidakovics, Perry Ofori (beide Kreuzbandriss) und Matthias Pape (Meniskus-Operation) fällt weiter Amar Zildzovic (Muskelfaserriss) aus. „Ich hoffe, dass er in zwei Wochen wieder dabei ist“, sagt Sicaja.

Schadeberg wieder fit, Fragezeichen bei Nolte

Bei Stürmer Felix Nolte (Sprunggelenk) „könnte es klappen“, hofft der TSV-Übungsleiter. „Letztlich muss er es entschieden – vielleicht erst beim Warmmachen.“ Zurück ist dagegen der von einer Oberschenkelverletzung genesene Christopher Schadeberg. Nach drei Wochen Trainingspause hat der vom FC Gießen gekommene Innenverteidiger in dieser Woche „ganz normal trainiert“, freut sich Sicaja.

Dem Stadtallendorfer Cheftrainer steht damit neben dem erst 17-jährigen Hessenauswahlspieler Ben-Luca Fisher ein zweiter gelernter Innenverteidiger zur Verfügung, der zudem über Regionalliga-Erfahrung verfügt. Bei den Gastgebern fällt in Mittelfeldspieler Giorgio Del Vecchio „ein absoluter Stammspieler“ (Bangel) ebenso mit einem Kreuzbandriss aus wie Torwart Felix Pohlenz, der in dieser Spielzeit Aufstiegskeeper Tim Hansen herausfordern sollte.

In den vergangenen zehn Tagen trainierten die Herrenwälder auf Kunstrasen, weil die Partie in Mainz ebenfalls dort ausgetragen wird. Unabhängig vom Geläuf ist für Sicaja klar: „Wir müssen uns gegen Mainz mit allem wehren, was uns zur Verfügung steht. Einen schlechten Tag können wir uns nicht erlauben“, warnt der 53-Jährige.

Regionalliga Südwest: VfB Stuttgart II – Hessen Kassel (Sa., 12.30 Uhr), FK Pirmasens – SG Großaspach, FC Gießen – FC Homburg, SSV Ulm – SV Elversberg, TSV Steinbach Haiger – FC-Astoria Walldorf, TSG Balingen – VfR Aalen, TSG Hoffenheim II – 1. FSV Mainz 05 II, Kickers Offenbach – Bahlinger SC (alle Sa., 14 Uhr), TSV Schott Mainz – Eintracht Stadtallendorf (So., 14 Uhr), TuS RW Koblenz – FC Bayern Alzenau (So., 15 Uhr).

Von Marcello Di Cicco