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Lokalsport Eintracht behält im Derby die Oberhand
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08:34 16.09.2021
Stadtallendorfs Amar Zildzovic (rechts) zieht vorbei an Fernwalds Lucas Burger.
Stadtallendorfs Amar Zildzovic (rechts) zieht vorbei an Fernwalds Lucas Burger. Quelle: Thorsten Richter
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Stadtallendorf

Keine drei Minuten war die Partie in der Fußball-Hessenliga zwischen dem TSV Eintracht Stadtallendorf und dem FSV Fernwald alt, als TSV-Coach Dragan Sicaja erstmals seinem Ärger freien Lauf ließ. Der Leidtragende: sein Stuhl, gegen den der Coach seine Wasserflasche warf. Keine 60 Sekunden zuvor hatte Stadtallendorfs Keeper Tolga Sahin den Ball von der Strafraumkante ins Spiel zurückbringen wollen – stattdessen landete der Ball vor den Füßen von Erdinc Solak, der nicht lange fackelte und aus 30 Metern ins leere Tor traf. Es stand 1:0 für die Gäste, etwa 120 Sekunden waren erst gespielt.

„Fehler gehören zum Fußball, aber dieser Fehler darf einfach nicht passieren. Der Ball hätte ins Aus gemusst“, haderte Sicaja mit dem frühen Nackenschlag – umso glücklicher war er, dass am Ende ein nicht unverdienter 2:1 (1:1)-Arbeitssieg stand. Sicaja: „Die elf Punkte nimmt uns keiner, das ist in Ordnung.“ Die Zähler neun, zehn und elf mussten sich die Herrenwälder vor 350 Zuschauern im Herrenwaldstadion allerdings hart erkämpfen.

Angepeitscht aus der Fankurve, die drei Minuten nach dem frühen Rückstand „Auf geht’s, Allendorfer Jungs“ anstimmte, erspielten sich die Gastgeber klare Feldvorteile gegen Gäste, bei denen in Solak, Ceyhun Dinler, Tim Richter und Yannis Grönke vier frühere Eintracht-Spieler in der Startelf standen. Del-Angelo Williams (9., 22.) und Andrej Markovic (26.) verbuchten gute Torchancen gegen den FSV, der vor allem durch Konter Gefahr erzeugte und vor den Augen des neuen Verbandsfußballwartes und Hessenliga-Klassenleiters Thorsten Bastian kompakt verteidigte.

Entscheidenden Anteil am Ausgleich hatte Williams. Eine Kopfballverlängerung von Ephraim Eshele an die Strafraumkante erlief der pfeilschnelle Angreifer, der dabei im Sechzehner von FSV-Torwart Mithat Sahin von den Beinen geholt wurde. Den fälligen Strafstoß verwandelte Timo Cecen sicher (33.).

Weiter geht’s bereits am Samstag

„In der zweiten Halbzeit war es eher ein kämpferisches Spiel. Die Mannschaft, die es mehr wollte, hat am Ende gewonnen. Dass wir das waren, geht in Ordnung“, befand Stadtallendorfs Malcolm Philips, der eine überragende Vorstellung in der Innenverteidigung der Platzherren ablieferte. In einer weitgehend ausgeglichenen zweiten Hälfte war es erneut Williams, der einen langen Ball in die Spitze erlief, den Gästetorwart umkurvte und zum Siegtreffer einschob (76.).

Zwar warfen die Schützlinge von FSV-Trainer Daniyel Bulut in der Schlussphase noch mal alles in die Waagschale, zu Zählbarem kamen sie aber nicht mehr – auch weil Richter aus kurzer Distanz freistehend vor dem Kasten knapp an jenem vorbeischoss (87.). Weiter geht’s für die Stadtallendorfer am Samstag (18. September, 15 Uhr) mit dem Gastspiel bei Schlusslicht Hanauer FC.

Von Marcello Di Cicco