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Lokalsport Hinterländer Fußballer rüsten sich für Zukunft
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11:00 17.09.2021
Dautphetals Daniel Burk (links) kämpft mit Gladenbachs Jonathan Barth um den Ball.
Dautphetals Daniel Burk (links) kämpft mit Gladenbachs Jonathan Barth um den Ball. Quelle: Tobias Hirsch
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Biedenkopf

Auf den ersten Blick sind es keine Zahlen, die für Beunruhigung sorgen müssten: Im Vergleich zu den beiden vorangegangenen Spielzeiten, als jeweils 51 Männer-Mannschaften im Fußballkreis Biedenkopf spielten, waren es in der Saison 2020/21 nur drei Teams weniger. Auch bei den Junioren und Frauen blieben die Mannschaftszahlen in diesem Zeitraum weitgehend konstant, bei den Juniorinnen wurden es derweil merklich weniger (2018/19: 12; 2020/21: 7).

Im Fußballkreis blickt man angesichts des demografischen Wandels jedoch mit etwas Sorge in die Zukunft. „Ein ,Weiter so’ wird es im Fußball nicht geben können. Kinder, die wir im Jugendbereich verlieren, gewinnen wir später nicht zurück“, sagt Kreisfußballwart Diether Achenbach im Gespräch mit der OP. Im Hinterland machten sich Funktionäre in der Corona-Zwangspause daher Gedanken, wie es mit dem Amateurfußball weitergehen könnte.

Dabei ist ein Veranstaltungsformat herausgekommen, ein Dialogforum namens „4:0 für den Fußball im Hinterland – miteinander in die Zukunft“. Es ist eines von zehn Projekten im Zuge des Masterplans des Hessischen Fußball-Verbandes (HFV), das es nur im Kreis Biedenkopf gibt und Schule machen könnte, wenn es Erfolg hat.

Vier Veranstaltungen von Oktober 2021 bis April 2022

Bei vier Veranstaltungen, die zwischen Oktober und April stattfinden (siehe Infobox), ist es das Ziel, „die richtigen Fragen aufs Tableau zu bringen“, sagt Jonas Stehling, Koordinator des Masterplans Amateurfußball beim HFV. „Wir wollen zukunftsweisende Themen und Fragestellungen auf den Plan bringen. Jeder Verein muss einen Weg finden, wie er sich seinen Platz in der Gesellschaft sichern will.“ Ziel sei es, die Kommunikation zwischen Vereinen und Kreisfußballausschuss zu stärken und intensivieren – entsprechend hoffen Achenbach und Stehling, dass sich Interessierte aus allen 32 Biedenkopfer Vereinen beteiligen. „Wenn uns das gelingt, wären wir sehr zufrieden. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer wäre ein Multiplikator in den Vereinen“, sagt der Kreisfußballwart. Stehling meint: „Jeder Verein sollte ein ureigenes Interesse daran haben, dabei mitzumachen.“

Wie Stehling erläutert, bauen die einzelnen Veranstaltungstermine aufeinander auf. „Beim ersten Termin wird das ganze Problemfass erstmal aufgemacht, um sich in den drei Folgeterminen Lösungswege und Handlungsoptionen anzuschauen“, sagt Stehling. Nach Impulsvorträgen sollen die Vereinsvertreterinnen und -vertreter danach mit dem jeweiligen Referenten in einen Austausch gehen. „Es werden alles Inhalte sein, von denen jeder profitieren kann“, verspricht Achenbach.

Themen und Termine des Dialogforums

1.) Quo vadis Jugendspiel­betrieb? Referent: Jonas Stehling (Koordinator Masterplan Amateurfußball), am Montag, 4. Oktober, 18.30 Uhr.

2.) Jugendkonzept: Welcher Verein wollen wir sein?Referent: Christoph Liebich (Verbandssportlehrer), am Mittwoch, 8. Dezember, 18.30 Uhr.

3.) Vereinssterben? Zurück zu den Wurzeln! Referent: Sven Gleißner (Verbandsausschuss für Qualifizierung & Vereinsentwicklung), am Montag, 21. Februar, 18.30 Uhr.

4.) Marke Amateurverein: Für was steht unser Verein? Referent: Nicolas Fink (HFV-Geschäftsführer), am Montag, 4. April, 18.30 Uhr.

Von Marcello Di Cicco