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Momberger schaffen Sprung in die Aufstiegsrunde
Momberger schaffen Sprung in die Aufstiegsrunde
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17:36 05.12.2021
Luftduell um den Ball zwischen Kirchhains Arben Jusufi (rechts) und Mombergs Enes Kaan Üngör.
Luftduell um den Ball zwischen Kirchhains Arben Jusufi (rechts) und Mombergs Enes Kaan Üngör. Quelle: Thorsten Richter
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Kirchhain

In den beiden vergangenen Jahren schrammte Borussia Momberg haarscharf am Abstieg vorbei. „Uns haben die Saisonabbrüche wegen Corona zweimal die Haut gerettet“, berichtete ein überglücklicher Borussia-Coach Fabian Hett nach dem Gastspiel in der Fußball-Kreisoberliga Nord beim TSV Kirchhain. „Diesmal wollten wir den Klassenerhalt aus eigener Kraft schaffen.“ Doch statt Abstiegskampf haben sich die Borussen zum Überraschungskandidaten für die Aufstiegsrunde gemausert. Der 180-Grad-Wende gaben sie am Samstag durch einen 3:1-Sieg den letzten Push und nehmen somit kommendes Jahr am Ringen um den Klassensprung teil.

Doch es war eine schwere Geburt für die Momberger, die dank des Sieges die Runde unter den Top sechs der Qualigruppe beenden. Die Wehen setzten bereits nach nur wenigen Minuten ein und hielten bis nach der Pause an: Mit dem ersten Torschuss gelang dem TSV, mit nur einem Punkt Tabellenschlusslicht, nach nur acht Minuten die Führung durch Lucas Kömpf, dessen harmlose Bogenlampe Patrick Dembrowski durch die Handschuhe ins Tor rutschte.

Zwar waren die Gäste feldüberlegen, wirkten in ihren Offensivaktionen allerdings kopf- sowie konzeptlos und riefen nicht ihr Potenzial ab. „Das war Alibi-Fußball ohne Zweikampfverhalten“, urteilte Hett kurz und korrekt. In der Kabine fanden Trainer und Führungsspieler deutliche Worte. Nicht verkrampfen, sondern Pressing spielen, um die schwere Geburt doch noch zu schaffen. Und die Hausherren halfen. „Wir spielen die erste Halbzeit in Heimspielen gut mit, aber in Durchgang zwei ist es, als hätte jemand einen Schalter umgelegt“, monierte TSV-Coach Thomas Porabka.

Von der TSV-Offensive kam nach dem Seitenwechsel nichts mehr, die Kirchhainer machten den Borussen überdies das Toreschießen leicht. Den Ausgleich in der 52. Minute besorgte ein Spieler, der laut Hett stellvertretend für Mombergs Erfolg in dieser Runde steht: Fabian Sack spielte in der laufenden Saison jedoch nicht nur im Angriff, sondern aufgrund von Personalnot auch im Tor. „Er hat im Sommer viel an sich gearbeitet und sich in den Dienst der Mannschaft gestellt.“ Die Mannschaft sei zudem als Einheit weiter gewachsen.

Beim Jubel über das 2:1 von Adrian Sack nach einem Eckball gab es auch deshalb kein Halten mehr (65.). Der Torschütze wurde von seinen begeisterten Mitspielern regelrecht überfallen. Kapitän Patrick Motyka zog mit dem 3:1 kurz vor Ende den Schlussstrich.

Was die Aufstiegsrunde bringen werde, darüber wollte Hett nur wenige Worte verlieren. „Da haben wir bis jetzt noch gar nicht drüber nachgedacht. Wir freuen uns erst einmal über das Erreichte“, sagte er. Fakt sei aber, dass die SG Oberes Edertal auch 2022 das Maß aller Dinge sein werde.

Von Benjamin Kaiser