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Lokalsport Frühzeitige Entscheidung gibt Verband mehr Zeit
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14:58 19.02.2021
Berat Kaplan von den NiGla Baskets (Mitte) behauptet sich gegen die Wallauer Elvir Korac und Henry Tesoro.
Berat Kaplan von den NiGla Baskets (Mitte) behauptet sich gegen die Wallauer Elvir Korac und Henry Tesoro. Quelle: Thorsten Richter
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Marburg

Die Verlängerung des Corona-bedingten Lockdowns sorgt dafür, dass Sportverbände gerade in den Hallensportarten die Saison beenden, ehe sie richtig begonnen hat. Stand für die hessischen Badminton- und Volleyballspieler der Rundenabbruch schon vor der vergangenen Bund-Länder-Konferenz fest, zog der Hessische Tischtennis-Verband vergangene Woche nach und beendete die wegen der Pandemie unterbrochene Spielzeit. Ebenso die Kegler, und im Handball wird es zumindest keine Auf- und Absteiger geben (die OP berichtete ausführlich).

Dass der Hessische Basketball-Verband im Vergleich zu anderen hessischen Sportfachverbänden nach dem jüngsten Corona-Gipfel weniger Druck hinsichtlich des weiteren Spielbetrieb-Prozederes ausgesetzt ist, hat einen triftigen Grund. „Wir hatten vor der Saison im September bereits entschieden, ohne Auf- und Absteiger zu spielen. Dadurch bleiben wir sehr flexibel“, begründet HBV-Geschäftsführerin Heide Aust auf OP-Nachfrage.

Spielzeit bis zum 30. Juni

Von der Oberliga bis zur Kreisliga C „werden die Mannschaften in der Saison 2021/22 in den Spielklassen antreten können, in denen sie auch schon in der Spielzeit 2019/20 vertreten waren“, erläutert Aust.

Bis zum 30. Juni könnte die Spielzeit laufen – sofern es Corona zulässt. „Dieses Zeitfenster wollen wir nutzen“, sagt die HBV-Geschäftsführerin. Über Zeitpunkt der Wiederaufnahme und Ausgestaltung des Spielbetriebs – gegebenenfalls sogar in Turnierform – will der Verband entscheiden, wenn Rahmenbedingungen dafür abgesteckt sind.

Hoffnung auf den Trainingsbetrieb

Die HBV-Verantwortlichen hegen zunächst die Hoffnung, schnellstmöglich wieder in den Trainingsbetrieb einsteigen zu können. „Das ist oberste Prämisse. Aufgrund der Erfahrungen aus dem vergangenen Sommer gehen wir nicht von einer schnellen Rückkehr zum Normalbetrieb aus, sobald durch die Politik geöffnet wird“, erinnert Aust daran, dass nach dem ersten Lockdown nicht auf Anhieb wieder normales Mannschaftstraining möglich war.

Da sie weniger Kontakte erfordert und unter freiem Himmel ausgeübt wird, setzt der HBV verstärkt auf die Spielform 3 x 3, die – so hofft Aust – womöglich ab April möglich sein könnte. „Grundsätzlich sind wir bei allen Entscheidungen von der Politik abhängig“, fügt Aust an.

Von Marcello Di Cicco