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Lokalsport Das alte Ziel ist auch das neue Ziel
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17:00 10.09.2020
Janina Hutera (rechts; SF BG Marburg) gegen Christina Neufeld (Eintracht Frankfurt II). Quelle: Dirk Weiershäuser
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Marburg

Die Sportfreunde Blau-Gelb Marburg spielten sich am Ende der vergangenen zwei Hessenliga-Spielzeiten jeweils unter die ersten vier Teams. Das soll auch in dieser Saison das Ziel sein. Verstärkt hat sich die Mannschaft von Trainer Volker Münn mit Stamatka Zabunova. Sie wird künftig als Sportliche Leiterin fungieren.

Rückblick: Nach dem Abgang von Nils-Yannik Steitz übernahm im vergangenen Sommer der ehemalige Bundesliga-Profi Volker Münn den Trainerposten bei den Blau-Gelben. „Am Anfang der Spielzeit hatten wir Probleme damit, uns zu finden“, resümiert Münn. Doch danach legte die Mannschaft eine Serie mit sechs Siegen hin, ehe die Saison aufgrund der Corona-Pandemie abgebrochen werden musste. „Der Abbruch kam für uns zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt. Nach der Sieges-Serie habe ich auch wirklich daran geglaubt, dass wir oben nochmal angreifen können“, sagt Münn. Zum Zeitpunkt des Abbruchs belegten die Marburgerinnen den vierten Platz in der Tabelle.

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Veränderungen: Einen Neuzugang haben die Blau-Gelben im Sommer begrüßen können: Marie Dawedeit wechselt vom Ligakonkurrenten FSV Hessen Wetzlar II nach Marburg. „Ich habe Marie bisher erst in zwei Trainingseinheiten kennengelernt. Deshalb kann ich noch nichts zu ihrer Leistung sagen“, stellt Münn fest. Dagegen hat sich Selena Botthof nach acht Jahren beim Verein aufgrund von persönlichen Gründen abgemeldet. „Bei Selena ist das so, dass sie sich sicherheitshalber abgemeldet hat. Aber es besteht noch eine Chance, dass sie der Mannschaft weiter erhalten bleibt“, erklärt Münn.

Taktik: Grundsätzlich lässt Marburgs Coach Volker Münn im 4-4-2-System spielen. „Das 4-4-2 ist mein Grundgedanke. Aber ob wir das auch wirklich so machen können, hängt davon ab, welches Personal ich zur Verfügung habe“, sagt Münn. Wichtig sind dem Übungsleiter auch ein körperbetontes Spiel und dass die Spielerinnen häufiger auf das Tor schießen. „Im Frauenfußball wird immer alles zu sehr ausgespielt. Ich möchte aber, dass die Mädels sich einfach mal trauen und vermehrt den Abschluss suchen“, fordert der Coach.

Saisonziel: „Unser Ziel für die Spielzeit ist es, oben mitzuspielen. Das sollte auch unser Anspruch sein“, stellt Münn fest. Unabhängig davon möchte der Trainer sein Team weiterentwickeln. „Wir haben uns jetzt als Mannschaft gefunden. Und darauf können wir in der neuen Saison aufbauen“, sagt Münn.

Und sonst?: Bei den Marburgerinnen hat Stamatka „Marta“ Zabunova das Amt der Sportlichen Leiterin übernommen. „Mit Marta haben wir jetzt den ersten Schritt gemacht, um auch den Austausch mit der zweiten Mannschaft zu verbessern. Das ist deshalb auch wichtig, damit die Jugendspielerinnen für die erste Mannschaft herangeführt werden. Aber wir sind alle sehr froh, dass Marta da ist, und auf Dauer wird sie uns mit ihren Kontakten im Frauen-Fußball weiterhelfen können“, sagt Trainer Volker Münn.

Die Hessenliga der Frauen

Die SF BG Marburg stellen im Fußball der Frauen derzeit das ranghöchste Team aus dem Landkreis-Marburg Biedenkopf. In der am kommenden Wochenende beginnenden Hessenliga-Saison 2020/2021 gehen 13 Teams an den Start – unter anderem ein Team des neu gegründeten Vereins Eintracht Frankfurt (ehemals 1. FFC Frankfurt). Die Eintracht spielt in der Bundesliga. Die SF BG Marburg bekommt es mit vierten Mannschaft aus Frankfurt zu tun. Aus der Region kommen noch Eintracht Lollar und der FSV Hessen Wetzlar II hinzu. Am ersten Spieltag gastieren die Blau-Gelben beim Aufsteiger 1. FC Mittelbuchen, der in der vergangenen Spielzeit, die aufgrund der Coronavirus-Pandemie vorzeitig abgebrochen wurde, Meister der Verbandsliga Süd wurde. Mittelbuchen ist ein Stadtteil von Hanau.

  • 1. Spieltag: Eintracht Lollar – Eintracht Frankfurt IV, 1. FC Mittelbuchen – SF BG Marburg (beide Sa., 14 Uhr), MFFC Wiesbaden – SC Opel 06 Rüsselsheim (Sa., 16 Uhr), TSV Pilgerzell – SV Gläserzell, KSV Hessen Kassel – TSV Pfungstadt, TSG Lütter – FSV Hessen Wetzlar II (alle Sa., 17 Uhr); TuS Großenenglis (spielfrei).

von Leonie Rink und Michael E. Schmidt