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Lokalsport FV Cölbe würde zu Aufstieg nicht „Nein“ sagen
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10:58 31.03.2022
In dieser Szene von Großseelheims Stefan Gerber (am Boden) nicht zu stoppen: Florian Müller (Archivfoto).
In dieser Szene von Großseelheims Stefan Gerber (am Boden) nicht zu stoppen: Florian Müller (Archivfoto). Quelle: Nadine Weigel
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Cölbe

Noch gar nicht so lange her, da war die Kreisoberliga für den FV Cölbe zwei, drei Nummern zu groß. In der Saison 2018/2019 war das, in der die Mannschaft nach einem personellen Umbruch in dieser Klasse nicht konkurrenzfähig war. Florian Müller ist dabei gewesen – überhaupt ist er schon lange dabei, hat mit Ausnahme eines dreijährigen Gastspiels zu Jugendzeiten beim VfB Marburg immer bei seinem Heimatclub gekickt, teilt sich aktuell mit Farzan Qayumi den Trainerposten. Die vor knapp vier Jahren eingeleitete Erneuerung des Teams habe „auf jeden Fall funktioniert“, sagt der 34-Jährige. So gut, dass jetzt die Rückkehr in die Kreisoberliga angepeilt ist?

Nein, der Aufstieg sei „nicht das Ziel“, sagt der Spielertrainer, wenngleich ihn „bei uns sicherlich niemand ablehnen würde“, sollte am Ende der „Playoffs“ tatsächlich Platz eins notiert sein, wofür „eine Menge zusammenpassen“ müsse. „Aber so weit ist es noch lange nicht“, grätscht er ein. Stimmt: Erst einer von zehn Spieltagen der Aufstiegsrunde der Marburger Kreisliga A, wie es korrekt heißt, ist bestritten.

Müller: „Tagesform ist wichtig“

Der 2:0-Sieg der Cölber gegen den RSV Roßdorf, das erfolgreichste Team der Qualifikation, ist fraglos ein Ausrufezeichen. „Aber es gibt Mannschaften, die unsere Defensive sicherlich mehr fordern werden. Roßdorf ist nicht sehr gefährlich gewesen“, erklärt Innenverteidiger Müller, denkt dabei an die Spielvereinigung Rauischholzhausen, den VfL Neustadt und die FSG Südkreis.

In der Qualifikationsrunde kassierte der FV in 17 Spielen 27 Gegentreffer – zu viele nach Ansicht Müllers. „Wir müssen defensiv besser stehen und arbeiten. Darauf haben wir in der Winterpause den Fokus gelegt“, berichtet er. Die Offensive sei hingegen „gut bestückt“; 47 erzielte Tore können durchaus als Beleg dafür gewertet werden.

Mit Respekt ins Spiel

Auf die beiden Treffer gegen Roßdorf sollen am Sonntag (3. April) in der Partie beim TSV Wohratal weitere hinzukommen. Man müsse zwar Respekt vor dem Team aus dem Nordosten des Kreises haben, meint Müller, er schätzt die Wohrataler aber „etwas schwächer als die anderen Teams in der Aufstiegsrunde“ ein. Gleichwohl gelte auch für diese Partie: „Die Tagesform wird eine wichtige Rolle spielen. Die Unterschiede sind nicht groß.“ Das mache den Reiz der „Playoffs“ aus: „Jedes Spiel hat den Charakter eines Endspiels, das ist schon geil.“

Neun dieser Endspiele gibt es für Cölbe in dieser Saison noch – danach ist für Müller Schluss, sowohl als Spieler als auch als Coach. Die Prioritäten haben sich durch Nachwuchs und geplanten Hausbau geändert. Vielleicht hört er ja als Aufstiegstrainer auf …

Von Stefan Weisbrod