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Lokalsport FV Breidenbach gewinnt Biedenkopfer Kreispokal
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17:32 19.06.2022
Der FV Breidenbach gewinnt das Biedenkopfer Kreispokalfinale gegen den VfL Biedenkopf mit 3:2.
Der FV Breidenbach gewinnt das Biedenkopfer Kreispokalfinale gegen den VfL Biedenkopf mit 3:2. Quelle: Stefan Weisbrod
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Biedenkopf

So richtig schien sich Lukas Müller an den Pokal nicht heranzutrauen. Von Kreisfußballwart Diether Achenbach hatte ihn der Kapitän des FV Breidenbach zwar entgegengenommen, nachdem seine Mitspieler versammelt waren, stellte er ihn aber erst einmal vor sich. Schließlich schnappte er sich die Trophäe aber doch, reckte sie in die Höhe – endlich richtiger Jubel!

Der Sieg des langjährigen Verbandsligisten über den künftigen Klassenkameraden VfL Biedenkopf war verdient. Leicht war er aber keineswegs: Vor stattlicher Kulisse von 1.020 Zuschauerinnen und Zuschauern im Biedenkopfer Auestadion und hohen Temperaturen entwickelte sich zunächst ein offenes Spiel. Die Abwehrreihen ließen wenig zu, konkret auf beiden Seiten nur zwei gute Chancen: FVB-Spielertrainer Felix Baum scheiterte zunächst aus kurzer Distanz an VfL-Keeper Dominik Geiss und verfehlte später das Ziel knapp. Besser machte es das Heimteam: Nicolai Herrmann schoss den Gruppenliga-Meister nach einer guten halben Stunde in Führung. Sein Kapitän Dennis Rakowski hätte auf 2:0 erhöhen können, köpfte aber über das Tor.

Die Breidenbacher ließen sich vom Rückstand nicht entmutigen. „Es zeichnet uns aus, dass wir nach Rückschlägen oft stärker zurückkommen“, sagte Baum nach der Partie. Tatsächlich war seine Mannschaft nach dem Seitenwechsel klar überlegen – und Baum selbst glich schon kurz nach Wiederanpfiff mit einem Traumtor aus: Einen hohen Ball nahm er direkt per Fallrückzieher. „Bei solchen Sachen darf man nicht viel nachdenken“, sagte er später. „Da muss man einfach machen.“

Aaron Künkel schoss die Blauen in Führung, Lukas Cegledi glich für die Roten mit einem Kopfball noch einmal aus. Schließlich war es Nils Cakar, dem der entscheidende Treffer gelang. Die Biedenkopfer blieben bemüht, hatten aber nicht mehr die zündenden Ideen. „Es hat nicht viel gefehlt“, sagte VfL-Trainer Vladimir Kovacevic. Nach dem Seitenwechsel sei sein Team „etwas zu passiv“ gewesen, ärgerte er sich über die Phase mit zwei Gegentoren, betonte zugleich: „Wir haben ein gutes Spiel gemacht. Jeder, der bei dieser Hitze auf dem Platz steht, hat Respekt verdient.“

Während er das sagte, begannen nebenan die Breidenbacher Feierlichkeiten – die am Donnerstag fortgesetzt werden sollen: Zum Saisonabschluss führt die Reise nach Hamburg.

Von Stefan Weisbrod