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Lokalsport Schröck und Kleinseelheim mit gemeinsamer Reserve
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13:58 14.08.2021
Blick auf den Sportplatz in Kleinseelheim. Hier wird die neue Reserven-SG ihre ersten Heimspiele austragen.
Blick auf den Sportplatz in Kleinseelheim. Hier wird die neue Reserven-SG ihre ersten Heimspiele austragen. Quelle: Archivfoto: Thorsten Richter
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Kleinseelheim/Schröck

Es wird wieder gespielt in den lokalen Fußball-Ligen. Mehr als neun Monate lang hat der Spielbetrieb in den hessischen Klassen Corona-bedingt geruht, an diesem Wochenende sind fast alle Männer-Mannschaften wieder im Einsatz – darunter in der Kreisliga B Marburg I auch eine, die es in dieser Form bislang nicht gegeben hatte: die SG Schröck/Kleinseelheim II.

Seit 2019 hatte Gruppenligist FSV Schröck keine zweite Mannschaft mehr. Der RSV Kleinseelheim, dessen erste Mannschaft vor zwei Jahren in die Kreisliga A aufgestiegen ist, stellte zwar zuletzt eine Zweitvertretung in der Kreisliga B Marburg III, kämpfte bis zum vorzeitigen Ende der Vorsaison aber mit personellen Problemen. „Wir spüren“, sagt Ralf Luthe vom Kleinseelheimer Spielausschuss, dass nur noch wenige Spieler aus der Jugend nachkommen. Deshalb ist er vor allem „froh, dass wir allen in unserem Verein, die Fußball spielen möchten, auch weiterhin die Möglichkeit dazu geben können“ – nun eben auch dank der gemeinsamen „Zweiten“ mit dem Nachbarn aus Schröck.

Der ist seit der Abmeldung seiner Reserve vor zwei Jahren bemüht, Personal für einen Neustart zu gewinnen. Ziel sei es „natürlich“ gewesen, eine eigene Zweitvertretung aufzubauen, sagt der Vorsitzende Bernhard Mankel. Eventuell hätte der Verein die auch stellen können: „Einige junge Leute wollen bei uns spielen. Und wir können unseren eigenen Nachwuchsspielern, die es nicht direkt in die Gruppenliga schaffen, eine Perspektive bieten.“ Aber: „Personell wäre es nicht üppig gewesen.“ In der jetzigen Konstellation sei „es auf jeden Fall stabiler“.

Heimspiele finden zunächst in Kleinseelheim statt

Nico Örtel und Dirk Wobig, zuvor bereits gemeinsam im Jugendbereich des FSV aktiv, bilden das Trainerduo des neuen Teams, dessen Einheiten aktuell meist zusammen mit der ersten Kleinseelheimer Mannschaft auf dem dortigen Rasenplatz stattfinden. „Da ist der Niveauunterschied nicht so groß“, erklärt Luthe. Der Schröcker Gruppenliga-Kader bleibt für sich.

In Kleinseelheim sollen auch die ersten Heimspiele stattfinden. In den kälteren Monaten wird, so die Planung, eher auf dem Kunstrasenplatz in Schröck gespielt. Die Vereine haben zudem vereinbart, dass die ersten Mannschaften bei Bedarf und Kapazitäten den jeweils anderen Platz nutzen können, so Luthe: „Die Schröcker haben das schon gemacht, um sich auf ein Spiel auf Rasen vorzubereiten. Wir werden sicherlich im Winter den Kunstrasen nutzen.“

Und worum geht es für die Mannschaft, die an diesem Sonntag (12.45 Uhr) mit einem Heimspiel gegen den TSV Speckswinkel loslegt? „Erst einmal nur darum, Fußball zu spielen“, antwortet Mankel. „Aber sie will natürlich auch so gut wie möglich abschneiden.“ Luthe macht keinen Hehl daraus, dass es ihm lieber gewesen wäre, wäre das Team in Staffel III, in der überwiegend Kreisliga-A-Reserven aktiv sind, eingeteilt worden: „In Gruppe I gibt es einige Mannschaften auf anderem Niveau. Unsere Mannschaft will sich so gut wie möglich verkaufen.“

Von Stefan Weisbrod