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Lokalsport Die Serie des „Underdogs“ reißt gegen Wehrda
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10:46 29.07.2022
SV-Cup: Wehrdas Ali Fethalla (links) gegen Cölbes Lars Goellner.
SV-Cup: Wehrdas Ali Fethalla (links) gegen Cölbes Lars Goellner. Quelle: Nadine Weigel
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Bauerbach

In der abgelaufenen Saison 21/22 musste der FV Cölbe als Tabellenzweiter der Kreisliga A Marburg dem VfL Neustadt den Aufstieg in die Kreisoberliga überlassen. In der Vorbereitung auf die aktuelle Saison zeigten die Cölber, dass sie durchaus auch in der höheren Liga hätten bestehen können. So gab es im Testspiel gegen die SF BG Marburg II einen 6:3-Erfolg, und in der Begradigungsrunde des Kreispokals gewannen sie am vergangenen Mittwoch gegen die SG Lahnfels mit 3:1.

Kaum 24 Stunden später, beim 9. Sparkassen-Versicherung-Cup des SV Bauerbach am gestrigen Donnerstagabend, riss aber der Erfolgsfaden. In der Begegnung verlor der FV Cölbe mit 2:5 im prestigeträchtigen Derby gegen den Kreisoberligisten FV Wehrda. Mit je zwei Doppelpacks von Christoph Purbs (2., 24.) und Ali Fethallah (6., 28.) sorgte das „Team von der Insel“ bereits zur Halbzeit für die Vorentscheidung. Alexander Diessel (46.) traf zum 5:0, ehe Thomas Langenhorst (50.) und Hadi Jawad (56.) für Cölbe eine Ergebniskosmetik betrieben.

Allerdings war Cölbe einen Tag nach dem Sieg im Pokal überwiegend mit Spielern der zweiten Mannschaft gegen Wehrda angetreten. „Mit dem Team, das gegen Lahnfels siegte, hätten wir auch gegen Wehrda gewonnen“, sagte Nikla Peter, der nach einigen Jahren beim TSV Michelbach und dem FSV Schröck zur aktuellen Runde zu seinem Heimatverein FV Cölbe zurückgekehrt ist und dort als Spieler und „gleichberechtigter“ Trainer im Gespann mit dem derzeit urlaubenden Farzad Qayumi agiert.

Salem Milto erzielt „Goldenes Tor“

Drei Kreisoberligisten und ein A-Ligistwaren am Donnerstag beim Sparkassen-Versicherung-Cup des SV Bauerbach vertreten. Der FV Wehrda qualifizierte sich mit dem 5:2-Sieg gegen Cölbe für das Endspiel, der FSV Cappel mit dem 3:0-Erfolg gegen den SV Großseelheim. Für Cappel erzielten Devin Torres (20.) sowie zwei Mal Salem Milto (35., 35) die Treffer.

Das Elfmeterschießen um den dritten Platz entschied Cölbe mit 4:2 gegen Großseelheim für sich. Im Endspiel des Turniertages spielte Wehrda ab der 15. Minute nach einer Roten Karte in Unterzahl, vier Minuten später schoss Salem Milto nach einer starken Einzelleistung den FSV Cappel zum hochverdienten Sieg, der auch höher hätte ausfallen können.

An diesem Freitag spielt der Gruppenligist FSV Schröck ab 18 Uhr gegen den Verbandsligisten SF BG Marburg, um 19.15 Uhr folgt die Begegnung des SV Emsdorf gegen die FSG Homberg. Das Elfmeterschießen um Platz 3 beginnt um 20.25 Uhr, das Endspiel um 20.45 Uhr.

Er ist mit dem Stand der Vorbereitung zufrieden: „Wenn alle zusammen sind, können wir auch gegen höherklassige Teams bestehen.“ Dementsprechend sieht Peter seine Mannschaft, die weitere Zugänge mit Johannes Weber (vom FSV Schröck) und Fahed Shdeed (VfB Wetter) aufzuweisen hat, auch in der Kreisliga A gut aufgestellt. „Wenn wir nicht zu viele Ausfälle haben, können wir ganz oben mitspielen.“

Der in Cölbe verwurzelte Peter übernimmt erstmals in seiner Karriere auch eine Trainerfunktion. „Ich hatte ja relativ viele Trainer erlebt und möchte die guten Erfahrungen übernehmen und die schlechten ad acta legen. Ich denke, ich kann den Jungs einiges vermitteln.“

Die Zuversicht auf eine gute Runde teilen auch die Funktionäre des FV Cölbe. „Wenn der Kader zusammenbleibt und immer eine hundertprozentige Einstellung zeigt, ist die Mannschaft in der Lage, jeden in der Kreisliga zu schlagen“, meint auch Dominik Löchel, der Sportdirektor beim FV Cölbe. Ein weiteres Anliegen des Vereins ist es auch, die Sanierung des Naturrasens ab August zu starten, um dann in der Rückrunde auf einem gepflegten neuen „Grün“ die hohen Ziele anzugehen. Einen „kleinen“ Sieg gegen einen Kreisoberligisten durfte Cölbe im Elfmeterschießen um den dritten Platz gegen den SV Großseelheim einfahren. Jawad, Lasse Kaiser, Langenhorst sowie Tjark Dodenhoff trafen für Cölbe vom Punkt, bei Großseelheim nur Florian Hofmann und Dominik Staffel.

Von Michael Seehusen