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Lokalsport Südkreis hadert mit Chancenverwertung
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20:49 14.11.2021
Kapitäne unter sich: Miro Maier von der FSG Südkreis (links) im Zweikampf mit Salzböde-Lahns Lars Meckbach.
Kapitäne unter sich: Miro Maier von der FSG Südkreis (links) im Zweikampf mit Salzböde-Lahns Lars Meckbach. Quelle: Thorsten Richter
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Die einen mittendrin, die anderen mittlerweile raus aus dem Rennen: Das A-Liga-Derby zwischen der FSG Südkreis und der SG Salzböde-Lahn stand für beide Teams unter verschiedenen Vorzeichen. Während Südkreis sich noch berechtigte Hoffnungen auf die Teilnahme an der Aufstiegsrunde für die Kreisoberliga Nord machen kann, ist der Aufstieg rechnerisch für die SG nicht mehr drin.

Dennoch gelang es den Gästen, den besseren Start in die Partie zu haben. Salzböde-Lahns Marcel Ngan Ngan setzte sich auf der linken Seite mit einer Finte gegen seinen Gegenspieler durch und brachte den Ball flach in den Rückraum. Über Umwege landete das Spielgerät beim goldrichtig positionierten Justin Gries. Der Routinier hatte leichtes Spiel, den Ball zur 1:0-Führung über die Linie zu bugsieren (17.). „Ich habe darauf spekuliert, dass der Ball irgendwo Richtung Tor kommt und dann im Abschluss ein bisschen Glück gehabt“, schilderte Gries, der bei der SG als Spielertrainer fungiert, den Treffer aus seiner Sicht.

Allerdings gab der Führungstreffer Salzböde-Lahn nicht den erhofften Rückenwind. Im Gegenteil: Mit zunehmender Spieldauer gelang es den Gastgebern, ihre Offensive immer besser in Szene zu setzen und Chancen zu kreieren. So scheiterte beispielsweise der wuselige Miro Maier allein auf das Tor zulaufend an Gäste-Torwart Maximilian Müller (37).

Wenige Minuten später machte es Maier wiederum besser. Nach einem missglückten Befreiungsschlag in der Defensive der SG fing er den Ball ab und setzte ihn mit einem trockenen Abschluss ins linke untere Eck (41.). „Wir haben uns da von Südkreis den Schneid abkaufen lassen. Die haben das super gemacht“, erkannte Gries an.

Ähnlich sah es auch Trainerkollege Horst Prenzer von der FSG Südkreis: „Der Anfang war ein bisschen holprig. Ich denke, dass das Gegentor wahrscheinlich ein Weckruf war, danach waren wir dann besser im Spiel.“ So ging es beim Stand von 1:1 in die Kabinen und auch nach dem Wiederanpfiff legte die FSG los wie die Feuerwehr, doch Nicolas Combe vergab zwei Mal die Möglichkeit zur Führung (46., 47.).

Weitere Tormöglichkeiten ließen Miro Maier und Lukas Wenz in der zweiten Hälfte noch liegen, die gegen Ende der Partie allerdings zunehmend highlightärmer wurde – was mit daran lag, dass die FSG Südkreis sich auch mit dem Gewinn eines Punktes anfreunden konnte.

„Was mir nicht gefallen hat, ist die Chancenverwertung. Ich glaube, wenn das Spiel 6:2 ausgeht, dann ist das ungefähr so, wie es das Chancenverhältnis widerspiegelt“, meinte Prenzer.

Dennoch könne dieser Punkt noch „Gold wert“ sein, wenn es um den Einzug in die Aufstiegsrunde geht. Angesichts der Niederlage von Mardorf gegen Caldern werden die FSG Südkreis und die zweite Mannschaft von Eintracht Stadtallendorf wohl unter sich ausmachen, wer im kommenden Jahr um den Aufstieg spielen darf – wobei die FSG die bessere Ausgangslage hat, wie auch Prenzer anmerkt: „Wir haben es in eigener Hand und das ist immer optimal.“

Für die SG Salzböde-Lahn ist der Aufstieg rechnerisch nicht mehr möglich – dieser sei aber auch gar nicht der Anspruch des Vereins. „Man sieht, dass unsere Mannschaft in den letzten anderthalb Jahren eine super Entwicklung gemacht hat. Vorher waren wir Schießpulver in der Liga und jetzt ist es so, dass wir uns mit den Mannschaften im oberen Drittel schon messen können“, richtete Justin Gries ein Lob an sein Team.

Von Yann Ruppersberg