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Lokalsport Warum Williams der Eintracht den Klassenerhalt zutraut
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15:58 27.06.2020
Del-Angelo Williams. Quelle: Foto: Imago
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Stadtallendorf

Von 2014 bis 2018 spielte Del-Angelo Williams für den TSV Eintracht Stadtallendorf, davon eine Spielzeit in der Regionalliga Südwest. Seit Sommer des vergangenen Jahres stürmt Williams für die Sportvereinigung (SV) Elversberg. In der kommenden Runde spielt der 26-jährige gebürtige Marburger erstmals gegen seinen früheren Verein in der vierten Liga.

OP: Herr Williams, bis zur Saisonunterbrechung waren Sie mit Elversberg erster Verfolger von Meister 1. FC Saarbrücken. Wie beurteilen Sie die Entscheidung, die Saison abzubrechen?

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Del-Angelo Williams: Auf der einen Seite finde ich sie vernünftig. Anhand der ersten, zweiten und dritten Liga sieht man ja, dass es wegen der Englischen Wochen ein Knochenjob geworden wäre. Auf der anderen Seite wird alles an der Regionalliga abgewälzt. Die Entscheidung, einen so rigorosen Strich hinsichtlich auf Auf- und Nichtabstieg zu machen, finde ich nicht gut – etwa dass eine Mannschaft wie Rot-Weiß Koblenz mit fünf Punkten die Liga hält. Damit hat man in dieser Klasse nichts verloren.

OP: Wie blicken Sie den Spielen gegen Stadtallendorf entgegen?

Williams: Erst einmal freue ich mich für die Jungs, dass sie den Aufstieg geschafft haben. Schaut man sich den Punktequotienten an, ist er ja auch verdient. Wenn wir in Stadtallendorf spielen muss ich darauf achten, in die Gästekabine zu gehen und nicht die Treppe nach oben zu laufen, wo sich die Heimmannschaft umzieht (lacht). Aber im Ernst: In den zwei Spielen wird sich nichts geschenkt, da bekämpft man sich mit fairen Mitteln.

OP: Die Eintracht ist kein Profiteam. Aufgrund der Größe der Liga sind aber voraussichtlich 42 Spiele inklusive acht Englischer Wochen zu absolvieren. Trauen Sie ihr ungeachtet dessen den Klassenerhalt zu?

Williams: Klar! Gerade weil Dragan (Sicaja, Anmerkung der Redaktion) ein sehr akribischer und verbissener Trainer ist. Dragan wird die Jungs in die Spur lenken. Die Frage wird sein, wie es die Spieler mit Studium und Ausbildung hinbekommen. In meiner Regionalliga-Saison bei der Eintracht haben wir in der Hinrunde richtig gut mitgespielt. In der Rückrunde, in der viele Spieler ihre Prüfungsphase hatten, war der Kopf aber nicht immer frei. Bei 42 Spielen lässt man früher oder später Körner – gerade unter diesen Bedingungen. Es ist dann nicht einfach für den Kopf, samstags immer auf den Punkt seine Leistung zu bringen.

OP: Ist Ihr Team nach dem Aufstieg Saarbrückens der nächste große Meisterschaftsfavorit?

Williams: Das sollen andere beurteilen. Fakt ist, dass wir schon in der vergangenen Saison gezeigt haben, dass wir ein ernstzunehmender Aufstiegsaspirant sind. Was zählt ist, dass wir konstanter werden. Unsere Saison war gut, aber gut reicht eben nicht aus.

Von Marcello Di Cicco

27.06.2020
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