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Lokalsport Eintracht dreht Spiel in den Schlussminuten
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16:50 06.04.2019
Stadtallendorfs Laurin Vogt (links, gegen den Wormser Kapitän Jure Colak) musste nach 32 Minuten nach einem Zusammenstoß verletzt ausgewechselt werden. Quelle: Thorsten Richter
Stadtallendorf

Für die Gelb-gesperrten Zildzovic und Baltic standen Wolf und Ofori in der Startelf. Dafür rückten Abdel-Ghani und Celik wieder in den Kader. 683 Zuschauer sahen eine zähe erste Halbzeit mit vielen Ungenauigkeiten und Fehlern auf beiden Seiten. Sowohl der Eintracht als auch den Gästen aus Worms merkte man an, dass es um viel ging. So kam es ebenfalls zu vielen Nicklichkeiten, wodurch der Spielfluss immer wieder gestört wurde. Beide Teams verbuchten jeweils eine nennenswerte Tormöglichkeit im ersten Durchgang: Auf Seiten der Stadtallendorfer ließ Vier eine gute Chance aus zehn Metern liegen, nach dem er zuvor von Fließ freigespielt wurde (20.). Die beste Möglichkeit für Worms hatte Burgio, der an der linken Strafraumgrenze nach innen zog, Gaudermann umkurvte, den Ball jedoch knapp am kurzen Pfosten vorbei zog (44.). Bitter für Stadtallendorf war die Verletzung von Laurin Vogt, der sich nach einem Zusammenstoß mit einem Gegenspieler am Kopf verletzte und ausgewechselt werden musste (32.). Für ihn kam Heuser in die Partie.

Nach Wiederanpfiff hatte die Eintracht Glück, dass Bajric (47.) einen Fehler von TSV-Schlussmann Vincek nicht nutzte und dass Matsumoto eine Flanke direkt vor dem Tor knapp verpasste (49.). Während Worms druckvoll aus der Pause kam und auf den Führungstreffer drängte, brauchte die Eintracht eine gute Viertelstunde um sich zu fangen. Einen großer Aufreger gab es in der 61. Minute: Nolte ging einem hohen Ball im gegnerischen Strafraum nach und wurde von Scheffel umgerissen, doch der Schiedsrichter ließ weiterlaufen. Die Stadtallendorfer Bank samt Stadion tobte. Es kam noch dicker für die Eintracht: Der eingewechselte Wormser Ferfelis behauptete sich nach einem hohen Ball im Strafraum gegen Vidakovis und schoss den Ball flach ins lange Eck zur 1:0-Führung der Gäste (77.). In der Schlussphase wurde Eintracht-Coach Sicaja vom Schiedsrichter hinter die Bande verwiesen. Er hatte sich zuvor beschwert, dass die Mauer beim Freistoß zu wenig Abstand habe. Der Schiedsrichter hatte inzwischen längst die Kontrolle über das Spiel verloren. Die Eintracht bewies in den Schlussminuten jedoch Moral und kam durch Vidakovics zum späten Ausgleich (90.). Nach einem Freistoß von Heuser köpfte Eintrachts Kapitän zum 1:1 ein. Doch damit nicht genug: Quasi mit dem Abpfiff zirkelte Fliess eine eigentliche Flanke zum 2:1-Sieg rein (90.+3). Das Herrenwaldstadion glich einem Tollhaus!

von Marcello Di Cicco (aus dem Stadion) und Lukas Geil