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Lokalsport Nächster Stadtallendorfer Schritt Richtung Regionalliga?
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10:30 30.04.2022
Stadtallendorfs Matthias Pape (rechts) im Hinspiel gegen Hadamars Jason Schäfer. An diesem Samstagnachmittag treffen die beiden Mannschaften erneut aufeinander.
Stadtallendorfs Matthias Pape (rechts) im Hinspiel gegen Hadamars Jason Schäfer. An diesem Samstagnachmittag treffen die beiden Mannschaften erneut aufeinander. Quelle: Nadine Weigel
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Stadtallendorf

Seit im hessischen Fußball bei Punktgleichheit der direkte Vergleich betrachtet wird, ist die Rechnerei mitunter sehr kompliziert. Geht es um die Stadtallendorfer Eintracht, die Fragen, was sie benötigt, um die Rückkehr in die Regionalliga sicher zu haben, was, um auch den Hessenliga-Titel zu gewinnen, sind die Antworten recht simpel: für Ersteres noch zwei Siege, für das Zweite noch sieben Punkte; weniger, wenn die Konkurrenz patzt.

Die Rechnung zur Aufstiegsfrage: Stadtallendorf hat aktuell 30 Punkte, stünde mit zwei weiteren Siegen aus den verbleibenden vier Partien bei 36 Zählern. Nur zwei andere Clubs haben sich für eine Regionalliga-Lizenz beworben: der FC Eddersheim, der noch vier Mal spielt und im besten Fall 32 Punkte erreichen könnte, und die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz, die noch vier Spiele vor sich hat und sich noch von 24 auf 36 Punkte steigern könnte, aber die beiden direkten Duelle mit Stadtallendorf in der Qualifikation verloren hat. Sollten am Saisonende Stadtallendorf, Fulda-Lehnerz und der 1. FC Erlensee, der nicht in die Regionalliga will, jeweils 36 Zähler vorweisen, hätte der TSV Eintracht ebenfalls die Nase vorn. Ergo: Mit zwei Siegen wären die Herrenwälder sicher aufgestiegen.

Die Rechnung zur Meisterfrage: Erlensee, der den direkten Vergleich gegen die Eintracht gewonnen hat, könnte noch auf 36 Punkte kommen. Ergo: Mit noch sieben Punkten ist den Stadtallendorfern der Titel in jedem Fall sicher.

Sicaja: „Lösungen finden, das ist unsere Aufgabe“

„Natürlich“ ist das Dragan Sicaja, ist das auch den Spielern klar. „Das ist einfach Mathematik“, sagt der Eintracht-Trainer, schiebt mahnend hinterher: „Fußball ist aber nicht so einfach. Wir spielen jetzt ein Spiel, das wollen wir gewinnen, dann schauen wir auf das nächste.“

Zu Gast ist sein Team an diesem Samstag (30. April) beim SV Rot-Weiß Hadamar, mit dem es sich erst vor gut anderthalb Wochen auf eigenem Kunstrasen auseinandergesetzt und mit dem es sich lange schwergetan hatte. Erst in Unterzahl – Perry Ofori sah Gelb-Rot – fielen die Stadtallendorfer Tore, beide erzielt von Damijan Heuser. Kurz vor Schluss kamen die damaligen Gäste noch zum Anschluss.

„Der Gegner hat uns vor Probleme gestellt“, sagt Sicaja im Rückblick, erwartet, dass es diesmal nicht anders sein wird. „Wir müssen Lösungen finden, das ist unsere Aufgabe.“ Mit welcher Formation er die Herausforderung angehen möchte, lässt er wie gewohnt offen. Im Vergleich zum Hinspiel ist Del-Angelo Williams nach seiner Sperre wieder dabei. Auch Ofori kehrt in den Kader zurück, nachdem er gegen Waldgirmes (5:0) pausieren musste.

Dass es dem Gegner, der aus seinen bisherigen vier Partien im April nur einen Punkt geholt hat, aufgrund fehlender Aufstiegs- und Titelperspektive an Motivation mangeln könnte, glaubt Sicaja nicht, meint ohnehin: „Wir sind die Mannschaft, die ganz oben steht. Gegen uns gibt jeder alles.“

Von Stefan Weisbrod