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Lokalsport Eintracht Stadtallendorf will nachlegen
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12:15 21.10.2020
Stadtallendorfs Mirco Geisler (rechts) im Zweikampf gegen Aalens Kristjan Arh Cesen. Nach dem 1:0-Sieg am Samstag gegen den VfR geht es für den TSV Eintracht mit einem Auswärtsspiel in Mainz weiter. Quelle: Tobias Hirsch
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Stadtallendorf

Der erste Sieg ist am Samstag eingefahren, der letzte Tabellenplatz in der Regionalliga Südwest abgegeben worden. Lange Zeit, sich darüber zu freuen, bleibt den Stadtallendorfern aber nicht: Am Mittwochabend steht bei der zweiten Vertretung des FSV Mainz 05 die nächste Partie auf dem Programm – für Trainer Dragan Sicaja „die nächste Chance, zu zeigen, dass wir zurecht in dieser Liga spielen“. Gelingt nach dem 1:0 gegen den VfR Aalen der nächste „Dreier“, würde der TSV Eintracht bis auf zwei Zähler an den Gegner, der derzeit den ersten Nichtabstiegsplatz einnimmt, heranrücken.

Die Vorstellung vom vergangenen Wochenende macht Sicaja Mut: „Wir haben bewiesen, dass wir gegen Profimannschaften bestehen können, wenn wir Leidenschaft auf den Platz bringen und kämpfen.“ Daran gelte es bei der Partie im Bruchwegstadion, zu der aufgrund einer Corona-Verordnung der Stadt Mainz keine Zuschauer zugelassen sind, anzuknüpfen: „Wir treffen auf eine junge und sehr spielstarke Mannschaft, die auf hohes Tempo setzt“, weiß der Eintracht-Coach.

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05er zuletzt im Stadtderby unterlegen

Die U 23 des Bundesligisten kassierte zuletzt eine 0:3-Niederlage im Mainzer Stadtderby gegen den TSV Schott. Dabei war Trainer Bartosch Gaul mit der Leistung seines Teams insgesamt gar nicht mal unglücklich: „Aus dem Spiel heraus haben wir nur wenig zugelassen und ich war mit der defensiven Kompaktheit zufrieden. Wie wir aus den Positionen heraus die Tiefe bespielt haben war ebenfalls gut“, wird er in einer Vereinsmitteilung zitiert. Im letzten Drittel habe „die absolute Durchschlagskraft und Power“ gefehlt, moniert er, hofft auf Besserung gegen die Eintracht. Mit den Stadtallendorfern hat sich der 05-Coach beschäftigt: „Sie kommen über defensive Arbeit und ihr Umschaltspiel. Gegen den Ball haben sie eine sehr eklige, laufstarke, aggressive Art und versuchen, den Gegner im Mittelfeldpressing zu stressen“, hat er ausgemacht.

Sicaja widerspricht dieser Analyse nicht, hofft, dass es tatsächlich wie von Gaul prognostiziert kommt: „Wir müssen über den Kampf ins Spiel finden und mutig dagegenhalten.“ Über seine Formation spricht der Kroate grundsätzlich nicht, in der Innenverteidigung dürfte aber erneut Muhamet Arifi an der Seite von Nestor Djengoue spielen. Beide machten ihre Sache gegen Aalen gut. Der 29-jährige Arifi erhält ein Extralob von seinem Trainer: „Er strahlt etwas aus. Er hat die Jungs geführt, das habe ich mir so von ihm erhofft.“

Heuser könnte ins Team zurückkehren

Im Tor hat Sicaja die Wahl zwischen Aykut Bayar und Neuzugang Mateusz Abramowicz, der beim jüngsten Spiel erstmals auf der Bank saß. Der Pole habe im Training angedeutet, „dass er große Qualität hat“, erklärt der Trainer. Allerdings lieferte Bayar auch beim Aalen-Spiel mit guter Leistung keine Gründe, ihn auf die Bank zu setzen. Offen ist, ob Damijan Heuser in den Kader und womöglich in die erste Elf zurückkehrt. Nachdem er am Samstag aufgrund eines grippalen Infekts gefehlt hatte, war er am Montag wieder im Training. „Wir müssen sehen, wie es mit der Kraft ist“, sagt Sicaja. „Nur Spieler, die gesund sind, können uns helfen.“

Der Fokus des 53-Jährigen liegt auf der Partie am Mittwochabend, sein Blick geht aber bereits darüber hinaus: Am Samstag steht gegen den Bahlinger SC das nächste Heimspiel auf dem Programm, danach geht es mit „Englischen Wochen“ weiter: Am nächsten Mittwoch geht die Reise zur TuS Rot-Weiß Koblenz, am darauffolgenden Samstag zu Drittliga-Absteiger SG Sonnenhof Großaspach. Wiederum nur vier Tage später sind die Offenbacher Kickers im Herrenwaldstadion zu Gast und nochmals lediglich drei Tage später steht die Partie bei der TSG Hoffenheim II an. „Das ist ein Hammerprogramm“, sagt Sicaja, freut sich aber auch darauf: „Wir haben viele Chancen zu punkten.“

Von Stefan Weisbrod

21.10.2020
20.10.2020