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Lokalsport Eintracht verlängert mit sechs Spielern
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14:58 31.05.2021
Laurin Vogt (links) klatscht mit Präsident Reiner Bremer ab. Während der Offensivspieler die Eintracht im Sommer nach sieben Jahren verlässt, bleibt Mittelfeldspieler Kevin Bartheld (rechts) den Stadtallendorfern erhalten.
Laurin Vogt (links) klatscht mit Präsident Reiner Bremer ab. Während der Offensivspieler die Eintracht im Sommer nach sieben Jahren verlässt, bleibt Mittelfeldspieler Kevin Bartheld (rechts) den Stadtallendorfern erhalten. Quelle: Foto: Thorsten Richter
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Stadtallendorf

Nahezu im Drei-Tages-Rhythmus war der TSV Eintracht Stadtallendorf in der Fußball-Regionalliga Südwest von Ende März bis Anfang Mai gefordert. Am vergangenen Wochenende blieb Spielern, Trainern und Verantwortlichen Zeit, mal wieder etwas Luft zu holen. Denn weil der kommende Gegner SSV Ulm am Samstag (29. Mai) beim bundesweiten „Tag der Amateure“ (siehe Infobox) im württembergischen Landespokalfinale gegen die TSG Balingen antrat, war die Partie gegen die Herrenwälder frühzeitig auf Dienstag (1. Juni, 19 Uhr) verlegt worden.

Die spielfreie Zeit vor der Fahrt ins Donaustadion hat der Regionalliga-Absteiger genutzt, um personelle Weichen für die anstehende Hessenliga-Saison zu stellen. Wie Stadtallendorfs Fußball-Präsident Reiner Bremer der OP mitteilte, hat der Verein die Verträge mit den zentralen Mittelfeldspielern Muhamet Arifi, Malcolm Phillips, Amar Zildzovic, Kevin Bartheld, dem inzwischen von einer langwierigen Kreuzbandverletzung genesenen Innenverteidiger Perry Junior Ofori und Stürmer Leon Lindenthal (alle bis 2023) verlängert. „Gerade Arifi, Phillips, Pape und Ofori sind Spieler, die der Mannschaft besonders guttun“, meint Bremer.

Wunsch nach weniger Spielen

Zugänge für die kommende Spielzeit hat der TSV (noch) nicht zu vermelden, dass es einen Umbruch geben wird, stand aber schon fest. Denn in Kapitän und Leader Kevin Vidakovics (zum Verbandsligisten FC Ederbergland), Flügelspieler Laurin Vogt (zum Hessenligisten Rot-Weiß Walldorf) und Allrounder Jascha Döringer (Ziel unbekannt) werden mindestens drei arrivierte Spieler den Verein verlassen, die großen Anteil an den Erfolgen der vergangenen Jahre hatten.

In Außenverteidiger Kristian Gaudermann hat eine weitere langjährige Stammkraft dem Verein mitgeteilt, dass er nach dieser Spielzeit aus seinem laufenden Vertrag aussteigen möchte. „Mit ihm gibt es nach der Runde Gespräche“, kündigt Bremer an.

Das Personalkarussell dreht sich

Auch wenn sich das Personalkarussell im Sommer wohl kräftiger als sonst drehen wird, bange ist Bremer nicht: „Wir werden wieder eine ordentliche Mannschaft stellen“, ist der Präsident optimistisch – zumal in Trainer Dragan Sicaja der Baumeister des Erfolgs an Bord bleibt. Unter welchen Umständen der akribisch arbeitende Kroate seine Mannschaft dann in der höchsten hessischen Spielklasse anführt, ist allerdings noch nicht klar.

Wie der Hessische Fußball-Verband mitteilte, hat der Verbandsvorstand inzwischen im Umlaufverfahren entschieden, wie mit den sogenannten Schnittstellenligen (Hessenliga der Frauen, Männer, A-, B- und C-Junioren sowie B-Juniorinnen) umgegangen wird; jene Klassen waren vom Saisonabbruch ausgenommen worden. Nun steht fest: In diesen Spielklassen gibt es keine Absteiger. Sollte die Regionalliga Südwest entgegen ihres Beschlusses doch Aufsteiger zulassen, würde dieser nach der Quotientenregelung ermittelt – genauso verhielte es sich für Teilnehmer eventueller Aufstiegsspiele.

Bremer: „Wollen atmen können“

Ab wann und in welcher Konstellation im hessischen Oberhaus in der nächsten Saison gespielt wird, ist noch offen. Eine Aufteilung der Liga ist aufgrund der zu erwartenden Größe ebenso denkbar wie das Spielen einer Einfachrunde mit anschließender Auf- und Abstiegsrunde (die OP berichtete).

Bremer hält eine Runde mit 42 Spieltagen für Amateure für „schier unmöglich“, zumal: „Die Pandemie ist auch im September und Oktober noch nicht vorbei“, gibt er zu bedenken. Er wünscht sich ein Spielmodell, „bei dem wir nach dieser kräftezehrenden Saison mal wieder atmen können. Eine Einfachrunde wäre nicht so prickend, da macht eine Ligateilung eher Sinn. Wenn es am Ende 30 bis 34 Saisonspieltage werden, wäre das okay.“

Wehen Wiesbaden gewinnt Hessenpokal

Fußball-Drittligist SV Wehen Wiesbaden hat den Hessenpokal gewonnen und sich damit zum fünften Mal in Serie für die 1. Runde des DFB-Pokals qualifiziert. Das Team von Trainer Rüdiger Rehm setzte sich im Finale am Samstag beim Regionalligisten TSV Steinbach Haiger mit 3:0 (0:0) durch. Vor 560 Zuschauern, die wegen der niedrigen Inzidenzzahlen im Lahn-Dill-Kreis für die Partie zugelassen worden waren, erzielte Johannes Wurtz in der 61., 64. und 86. Minute die Tore für den Favoriten.

Von Marcello Di Cicco