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Noch einmal Regionalliga für den TSV Eintracht
Noch einmal Regionalliga für den TSV Eintracht
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08:00 12.06.2021
Für ihn wird es nach sechs Jahren die letzte Partie im Trikot der Stadtallendorfer Eintracht: Jascha Döringer (rechts; hier im Hinspiel gegen Marco Pasalic).
Für ihn wird es nach sechs Jahren die letzte Partie im Trikot der Stadtallendorfer Eintracht: Jascha Döringer (rechts; hier im Hinspiel gegen Marco Pasalic). Quelle: Thorsten Richter
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Stadtallendorf

Die bisherige Stadtallendorfer Bilanz gegen die Bundesliga-Reserve des VfB Stuttgart: zwei Siege, drei Niederlagen. Das Hinspiel verlor der TSV Eintracht Ende Januar zu Hause mit 1:5 – eine deutliche Niederlage, nach der es nach Führung und 1:1-Pausenstand lange nicht ausgesehen hatte. An diesem Samstag hat das Team nun die Chance, wieder „auszugleichen“. Trainer Dragan Sicaja würde sich darüber freuen, wäre damit seine Hoffnung für die Partie doch ganz sicher erfüllt: „Wir wollen uns noch einmal möglichst gut präsentieren.“

Es ist der Abschluss einer nicht nur aufgrund von Corona-Erkrankungen, damit verbundenen Quarantänen und einer längeren Saisonunterbrechung geprägten extremen Saison. Es ist das 42. Regionalliga-Spiel für die Stadtallendorfer, auch für die Stuttgarter. Doch die als „U 21“ firmierende VfB-Zweitvertretung arbeitet unter Profibedingungen, hat einen auch in der Breite stärkeren Kader. „Für einen Verein wie unseren ist die Regionalliga schon unter normalen Bedingungen eine riesige Herausforderung“, sagt Sicaja, beendet den Satz nicht – was er ausdrücken will, ist klar. Der Coach schiebt hinterher: „Wir haben alle Spiele bestritten, wir haben uns fast immer zumindest ordentlich präsentiert. Die Mannschaft hat großen Charakter bewiesen.“ Letztlich hat die Qualität – auch aufgrund einiger verletzungsbedingter Langzeitausfälle – nicht gereicht.

Nun steigt das (jedenfalls vorerst) letzte Stadtallendorfer Regionalliga-Spiel. Das Team ist bereits am Freitag nach Stuttgart gefahren, auch einige verletzte Spieler und der gelbgesperrte Kristian Gaudermann sind dabei. „Wir machen noch mal das volle Programm samt Hotelübernachtung. Ich freue mich, dass so viele dabei sind, die großen Anteil daran hatten, dass wir von vier Saisons drei in der Regionalliga gespielt haben“, sagt Sicaja, der von Stuttgart aus direkt weiter in seine kroatische Heimat, in einen langersehnten Urlaub fahren will. Zuvor dürfte es durchaus emotional werden, wie bereits in der Vorwoche nach dem letzten Heimspiel (1:3 gegen Gießen): Für einige Spieler, darunter die langjährigen Leistungsträger Jascha Döringer, Laurin Vogt und Kevin Vidakovics, markiert die Partie den Abschluss ihrer insgesamt betrachtet erfolgreichen Zeit bei der Eintracht.

SG Barockstadt unterliegt vor Gericht

Auch in der kommenden Saison spielt die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz in der Hessenliga. Das Landgericht Mannheim hat den Antrag der Osthessen – wie auch des SGV Freiberg aus Baden-Württemberg – auf Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen die Regionalliga Südwest zurückgewiesen. Die Regionalliga hatte zuvor den Aufstieg aus den Oberligen Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz/Saar davon abhängig zu machen, ob mindestens 50 Prozent der vorgesehenen Spiele absolviert wurden, weil nur dann die sportliche Qualifikation gegeben sei – das war in keiner der Ligen der Fall. Das Gericht führte aus, dass grundsätzlich der Veranstalter die Voraussetzungen zur Teilnahme an einer Spielklasse festlege. Dabei stehe dem Spielklassenträger das Recht zu, über die bestehenden Regelungen hinaus Anforderungen an die sportliche Qualifikation für einen Aufstieg festzulegen, auch noch während einer laufenden Spielzeit.

Fußball-Regionalliga Südwest: SG Sonnenhof Großaspach – Bahlinger SC, TSG Hoffenheim II – VfR Aalen, SC Freiburg II – Rot-Weiß Koblenz, FC Bayern Alzenau – SV Elversberg, SSV Ulm – FC Homburg, FC Gießen – Hessen Kassel, VfB Stuttgart II – Eintracht Stadtallendorf, FK Pirmasens – TSV Schott Mainz (alle Sa., 14 Uhr); am Freitagabend spielten:TSV Steinbach Haiger – FSV Frankfurt x:x, Kickers Offenbach – FSV Mainz 05 II x:x.

Von Stefan Weisbrod