Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Lokalsport Eintracht scheitert an Abwehrbollwerk
Sport Lokalsport Lokalsport Eintracht scheitert an Abwehrbollwerk
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:40 05.09.2021
Del-Angelo Williams (Mitte) fehlte entscheidend im Angriffsspiel der Eintracht beim 0:0-Remis in Hünfeld.
Del-Angelo Williams (Mitte) fehlte entscheidend im Angriffsspiel der Eintracht beim 0:0-Remis in Hünfeld. Quelle: Thorsten Richter
Anzeige
Hünfeld

Eintracht Stadtallendorf bleibt nach dem 0:0-Remis gegen den Hünfelder SV auch im dritten Saisonspiel ungeschlagen. Das ist erst mal die gute Nachricht. Allerdings ist der Start mit fünf Punkten in die neue Spielzeit angesichts der als Regionalliga-Absteiger durchaus vorhandenen Favoritenrolle eher durchwachsen.

Gegen die Osthessen gelang es nicht, die entscheidende Durchschlagskraft zu entwickeln. Für Trainer Dragan Sicaja der Knackpunkt in der Partie: „Wir müssen ehrlich zu uns sein. Es ist uns nicht gelungen, uns im vorderen Drittel festzusetzen und etwas Produktives mit unserem Ballbesitz anzufangen.“

Bremer: „Gefühlt 80 Prozent Ballbesitz“

Jener Ballbesitz lag laut Fußball-Abteilungsleiter Reiner Bremer bei „gefühlt 80 Prozent“, dennoch fand die Eintracht „keine Lösungen, das Abwehrbollwerk zu durchbrechen“. Um aus der Überlegenheit aber auch Kapital zu schlagen, muss die Verwertung der Torabschlüsse stimmen. „Zwei, drei Chancen mussten zum Erfolg führen“, bemerkte Bremer. Zu der eigenen Ideenlosigkeit hinzu kam die körperliche Robustheit der Gastgeber.

„Der Gegner hat eine sehr stabile Mannschaft gehabt. Das wird in der Saison auch noch häufiger vorkommen“, ist sich Teamchef Sicaja sicher. Für diese Spiele wäre der Einsatz von Stürmer Del-Angelo Williams wieder enorm wichtig. Er und Nick Bremer waren angeschlagen kurzfristig aus dem Kader gefallen. „Angelo ist unser Fixpunkt und deswegen so wichtig für uns“, meinte Sicaja.

Kein Gegentor

Der 28-Jährige hätte Bälle festmachen und für mehr Gefahr im Strafraum der Hünfelder sorgen können. In das Aufgebot aufgerückt waren die ebenfalls noch nicht komplett fitten Amar Zildzovic und Christopher Schadeberg. Allerdings finden die Stadtallendorfer Verantwortlichen auch nicht nur Kritikpunkte an dem torlosen Remis.

„Das Positive ist, dass wir erstmals kein Gegentor bekommen haben“, sagte der Trainer. Zudem kamen in dem 19-jährigen Ephraim Eshele und dem von den Sportfreunden Blau-Gelb Marburg gekommenen Piergiorgio Zucca zwei Spieler zu ihrem Debüt. „Vor allem Ephraim Eshele sorgte für mehr Betrieb und Präsenz im Sechzehner“, merkte Bremer an.

Von Yann Ruppersberg