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Lokalsport Eintracht trifft im Kellerduell auf Schott Mainz
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10:58 06.02.2021
Mit Malcolm Phillips (von links, hier im Spiel gegen den FC Bayern Alzenau), aber ohne dem Gelb-gesperrten Amar Zildzovic trifft die Stadtallendorfer Eintracht an diesem Samstag zu Hause auf Mitaufsteiger TSV Schott Mainz.
Mit Malcolm Phillips (von links, hier im Spiel gegen den FC Bayern Alzenau), aber ohne dem Gelb-gesperrten Amar Zildzovic trifft die Stadtallendorfer Eintracht an diesem Samstag zu Hause auf Mitaufsteiger TSV Schott Mainz. Quelle: Foto: Marcello Di Cicco
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Stadtallendorf

„Im Endeffekt ist der Punkt besser als eine Niederlage. Aber in unserer Situation brauchen wir natürlich drei Punkte“, sah Matchwinner Malcolm Phillips das 1:1 gegen den FC Bayern Alzenau unter der Woche mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Exakt die Hälfte aller Spiele haben die Herrenwälder in der Regionalliga Südwest nun absolviert, zu Buche stehen allerdings nur magere neun Zähler und schon ein Rückstand von 14 Punkten auf den rettenden 16. Tabellenplatz.

Wenngleich man bei der Eintracht um die Schwierigkeit der Aufgabe weiß, den Kopf will man zum Start der Rückrunde an diesem Samstag (14 Uhr) gegen Mitaufsteiger TSV Schott Mainz nicht in den Sand stecken. „Alles ist machbar“, gab sich Phillips nach dem Last-Minute-Wahnsinn demonstrativ kämpferisch, „wenn wir die Leistung weiter bringen, ist noch was drin. Viele haben uns abgeschrieben, aber genau deswegen kommen wir von da unten raus.“

Hoffnung machen zumindest die vergangenen Auftritte, in denen der TSV selbst den Topteams mindestens ebenbürtig war – nicht nur kämpferisch, über weite Strecken sogar fußballerisch. „Der Charakter war nie das Problem“, sagt Trainer Dragan Sicaja, der nach der Partie in Alzenau auf ein großes Problem hinwies, das sich durch die gesamte Runde zieht: das Defensivverhalten. „Wir müssen akzeptieren, dass uns hinten die Stabilität fehlt. Wir kriegen Gegentore, die wir unter normalen Umständen nicht kassieren mit Spielern, die wir haben, die uns im Moment aber leider nicht zur Verfügung stehen“, spielt der Kroate auf das Fehlen seiner langzeitverletzten Innenverteidiger Kevin Vidakovics und Matthias Pape an.

„Solange wir diese fehlende Stabilität nicht in den Griff bekommen, werden wir Probleme bekommen, weil wir dann immer hinterherlaufen müssen. Irgendwann schaffst du das nicht mehr.“ Nicht gerade zur Stabilität beitragen dürfte nun die Tatsache, dass Sicaja gegen die Rheinhessen umstellen muss: Innenverteidiger Ben-Luca Fisher und „Sechser“ Amar Zildzovic müssen wegen ihrer fünften Gelbe Karte zuschauen, Christopher Schadeberg beziehungsweise „Mo“ Arifi könnten sie ersetzen. „Wichtig ist, dass wir unsere Mentalität auf den Platz bringen, dann haben wir eine Chance. Wenn wir das nicht schaffen, wird der Gegner Vorteile haben“, meint Sicaja, dessen Team im Hinspiel nach einer 2:0-Halbzeitführung noch mit 2:4 verlor. Dies soll sich nicht wiederholen – im Gegenteil.

„Mal wieder ein Sieg wäre wichtig“, stellte Jascha Döringer am Dienstagabend fest. Seinen einzigen Dreier feierte der Tabellenletzte am 17. Oktober zu Hause gegen den VfR Aalen (1:0). „Bei uns ist die Stimmung gut, aber wenn du erfolgreich bist, schwebst du auch mal auf einer Wolke und hast vielleicht auch mal in knappen Situationen mehr Glück und vieles fällt dir leichter“, hofft Döringer.

Ab sofort sind in der Regionalliga Südwest fünf Auswechslungen pro Partie erlaubt. „Ich finde das gut angesichts der Englischen Wochen, die gerade für kleine Vereine wie uns eine große Belastung darstellen“, sagt Übungsleiter Sicaja.

Von Marcello Di Cicco