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Lokalsport Eintracht Stadtallendorf trifft auf FSV Frankfurt
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11:58 02.10.2020
Wiedersehen nach etwas mehr als einem halben Jahr? Stadtallendorfs Felix Nolte (Mitte) und die Frankfurter Ahmed Azaouagh (links) und Dominik Nothnagel, hier beim Hessenpokal-Spiel im März, könnten sich am Samstag wieder auf dem Platz begegnen, alle sind ihren Vereinen treu geblieben. Quelle: Thorsten Richter
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Stadtallendorf

Dragan Sicaja zeigt sich auch einige Tage nach dem Spiel gegen Regionalliga-Meisterschaftsfavorit SV Elversberg angetan vom Auftritt seiner Mannschaft. Es sei unglücklich gewesen, am Ende nicht noch den Ausgleich zu kassieren, als 1:2-Verlierer vom Platz zu gehen. Aber gefühlt war es für ihn keine Niederlage: „Wir haben eine Klasseleistung gezeigt. Wir haben gekämpft und geackert. Wenn wir das wiederholen, akzeptiere ich jedes Ergebnis“, sagt der Trainer des TSV Eintracht vor dem Heimspiel an diesem Samstag gegen den FSV Frankfurt.

Wobei das mit dem Ergebnis so eine Sache ist. Denn nach zwei Punkten aus fünf Spielen muss für die Stadtallendorfer dringend Zählbares her, sonst droht die Mannschaft den Anschluss zu verlieren, wie auch Jascha Döringer weiß: Mit einer Leistung wie zuletzt gegen Elversberg „können wir viele Mannschaften aus der Liga schlagen“, sagte er unmittelbar nach der jüngsten Partie. Die muss dann aber gezeigt werden. Sicaja ist guter Dinge: „Die Jungs wollen, das ist zu spüren. Diese Leidenschaft müssen wir wieder auf den Platz bringen.“

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Bislang noch kein Sieg gegen die Bornheimer

In den bisherigen Pflichtspiel-Duellen ist der Eintracht noch kein Sieg gegen die Frankfurter gelungen: In der Regionalliga gab es zwischen dem ersten Stadtallendorfer Aufstieg 2017 und dem Abstieg 2019 drei Niederlagen – jede mit nur einem Tor Differenz – und ein torloses Remis, im Hessenpokal-Halbfinale am 11. März eine 0:2-Niederlage. Die Partie vor etwas mehr als einem halben Jahr war die letzte vor der langen Corona-Pause. „Wir kennen die Frankfurter gut, sie uns aber auch. Viel hat sich in den Mannschaften ja nicht verändert“, sagt Sicaja.

Thomas Brendel bestätigt das: „Wir wissen, wie Stadtallendorf Fußball spielt“, sagt der Cheftrainer des Clubs aus dem Stadtteil Bornheim im Gespräch mit der OP. „Wir wissen deshalb auch, dass wir auf einen Gegner treffen, der über den Einsatz und die Bereitschaft kommt. Das wird garantiert kein Selbstläufer.“ Gleichwohl: „Wir haben dreimal zu Hause gewonnen, jetzt wollen wir auch auswärts gewinnen. Das ist unser Ziel.“ In Ulm (1:3) und beim SC Freiburg II (0:1) gab es Niederlagen, beim VfB Stuttgart II ein 1:1-Remis.

FSV zuletzt gegen Mainz erfolgreich

Zuletzt war der FSV am Dienstag gefordert, gewann gegen den TSV Schott Mainz deutlich mit 3:0. Die Stadtallendorfer mussten hingegen nicht ran, da die eigentlich geplante Partie bei Rot-Weiß Koblenz aufgrund von Corona-Fällen beim Gegner abgesagt wurde (neuer Termin ist der 28. Oktober, 19 Uhr). Vor allem Amar Zildzovic kam dies zugute: „Er hat wieder normal trainiert und wird wieder im Kader stehen“, sagt Sicaja über den Mittelfeldspieler, der zuletzt aufgrund eines Muskelfaserrisses ausfiel. Ob der 30-Jährige direkt wieder in der Startelf steht, werde kurzfristig entschieden: „Wir können seine Erfahrung gut gebrauchen. Wir müssen aber schauen, wie es körperlich nach seiner Pause aussieht.“

Stürmer Del-Angelo Williams, der gegen seinen Ex-Club Elversberg aufgrund einer entsprechenden Wechselvereinbarung zuschauen musste, dürfte sicher von Beginn an auf dem Feld stehen.

Ausschau nach einem weiteren Torhüter

Im Tor wird der schwer am Knie verletzte Dusan Olujic erneut durch Aykut Bayar vertreten. Bei seinem Debüt am vergangenen Samstag überzeugt der Neuzugang. „Er hat jetzt die Chance, sich zu beweisen und seine Leistung zu bestätigen“, sagt Sicaja, der sich dennoch einen weiteren neuen Torhüter wünschen würde: „Es ist nicht einfach, jemanden zu finden. Wir schauen uns um. Es wäre fahrlässig, das nicht zu machen.“

FSV Frankfurt: Einmal nah dran am Meistertitel

In der jüngeren Vergangenheitging es für den FSV Frankfurt abwärts: 2016 der Abstieg aus der 2. Bundesliga, 2017 eine Insolvenz und der Abstieg aus der 3. Liga, seitdem heißt die Realität für die Bornheimer Regionalliga. Dort wollen sich die Schwarz-Blauen zunächst festsetzen, offensiv geäußerte Aufstiegsambitionen gibt es derzeit keine beim Traditionsclub. Der wäre sogar einmal fast Deutscher Meister geworden: 1925 unterlag der FSV im Endspiel dem 1. FC Nürnberg mit 0:1 nach Verlängerung.

Von Stefan Weisbrod