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Lokalsport Dritter Stadtallendorf trifft auf den Vierten Hünfeld
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10:59 26.10.2021
Starker Rückhalt: Die Eintracht hat nur neun Gegentore in zwölf Partien kassiert – auch dank Keeper Tolga Sahin.
Starker Rückhalt: Die Eintracht hat nur neun Gegentore in zwölf Partien kassiert – auch dank Keeper Tolga Sahin. Quelle: Thorsten Richter
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Stadtallendorf

Kaum Zeit zum Durchschnaufen: Drei Tage nach dem 2:0-Heimsieg gegen den SV Neuhof und vier Tage vor dem Rückspiel gegen die Neuhofer steht heute Abend für den TSV Eintracht Stadtallendorf die Partie gegen den Hünfelder SV auf dem Plan. Es ist das Duell des Dritten gegen den Vierten der Hessenliga-A-Tabelle.

Eintracht-Torhüter Tolga Sahin darf sich darauf einstellen, mehr zu tun zu bekommen als am Samstag. Ein einziges Mal, 77 Minuten war gespielt, 1:0 für Stadtallendorf stand es, war er gefordert: Sergio Sosa Perez fasste sich ein Herz, zog ab. Sein strammer Flachschuss flog auf den linken Torpfosten zu, hätte wohl gepasst. Sahin reagierte klasse. „Es ist einfacher, wenn immer mal wieder ein Ball kommt“, sagt Sahin. „Aber zum Glück hat’s ja geklappt.“ Hat es – und zum bereits fünften Mal im zwölften Saisonspiel stand die Null.

Das war auch im Hinspiel in Hünfeld Anfang September so – allerdings auf beiden Seiten. Gefühlt 80 Prozent Ballbesitz hatten die Stadtallendorfer damals, aber keine Durchschlagskraft. An der mangelte es auch am vergangenen Samstag lange Zeit. Die Eintrachtler behielten die Geduld, ließen sich auch von einem vergebenen Strafstoß nicht verunsichern, wurden schließlich belohnt. „Ich hatte immer das Gefühl, dass wir noch ein Ding machen“, sagt Sahin. Letztlich waren es zwei.

Nach dem Auslaufen hatten die Spieler einen freien Tag, gestern stand dann ein auch eher lockeres Abschlusstraining auf dem Programm. „Am wichtigsten ist in solchen Wochen die Regeneration“, sagt Trainer Dragan Sicaja, der gegen Neuhof lange die Körperlichkeit im Spiel vermisste – bis Leon Lindenthal hinein kam. Denkbar, dass der 24-Jährige heute Abend von Beginn an eine Chance erhält. Auch Timo Cecen, am Samstag ebenfalls eingewechselt und dann per Strafstoß Schütze des ersten Tores, könnte eine Option für die Startelf werden. Zuletzt, erklärt Sicaja, habe er sich mit guten Trainingsleistungen angeboten. Cecen selbst sagt selbstbewusst: „Jeder weiß, dass es nicht mein Anspruch ist, auf der Bank zu sitzen.“

Hünfeld hat bislang 14 Tore kassiert, stellt damit die drittbeste Defensive der Liga. Stadtallendorf liegt in dieser Statistik mit nur neun Gegentreffern vorn – auch ein Verdienst Sahins. Der 24-Jährige, vor der Saison vom FC Gießen gekommen, fühlt sich wohl bei der Eintracht: „Es macht Spaß mit dem Team.“ Gegen Hünfeld soll „natürlich der nächste Sieg“ her. Und dann? „Am liebsten wär’s mir, wenn wir ganz oben mitspielen. Aber das ist noch ein langer Weg.“

Von Stefan Weisbrod