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Lokalsport Eintracht nimmt Favoritenrolle an
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10:00 26.10.2019
Felix Nolte (rechts) wurde im Hessenpokal geschont. Der Mittelstürmer soll am Samstag, 26. Oktober, gegen Bad Vilbel aber wieder für Stadtallendorf auf Torejagd gehen. Quelle: Stefan Tschersich
Stadtallendorf

„Natürlich ist das eine Kopfsache, wenn du neun Spiele hintereinander nicht gewinnst“, sagt Bad Vilbels Trainer Amir Mustafic. „Wir haben gezeigt, dass wir mithalten können. Leider stimmen die Ergebnisse nicht.“ Dabei sah es für Bad Vilbel gegen RW Hadamar am vergangenen Wochenende so aus, als könnte man die Sieglos-Serie durchbrechen.

Schon nach 17 Minuten führte der Fußballverein mit 2:0. „Und wir hätten höher als 2:0 führen müssen“, ergänzt Mustafic. „Das ist unser Manko: Selbst aus glasklaren Chancen machen wir keine Tore.“ Hadamar dagegen hat Torjäger Leon Burggraf – und der trug mit zwei Treffern maßgeblich dazu bei, dass die Rot-Weißen das Spiel noch zum 3:2 umbogen.

"Der Gegner wurde immer mutiger"

Am Samstag, 26. Oktober, (14 Uhr) im Herrenwaldstadion wartet in Felix Nolte wieder ein Torjäger, der Mustafic Respekt abnötigt: „Er ist vorne bärenstark, man muss immer wach sein.“ Zudem sei Stadtallendorf gefährlich bei Standardsituationen. Dass Nolte stürmen wird, daran ließ Eintracht-Trainer Dragan Sicaja keinen Zweifel.

Beim knappen 2:1-Erfolg am Mittwoch im Hessenpokal beim SV Pars Neu-Isenburg hatte der Kroate seinen Mittelstürmer geschont. Nach seiner Kreuzbandverletzung habe er den 28-Jährigen vorsichtshalber nicht auf dem stumpfen Kunstrasen spielen lassen, begründete Sicaja.

Das Fehlen Noltes machte sich bemerkbar. „Gui“ da Silva und auch Philipp Basmaci, der für den ebenfalls geschonten Jascha Döringer spielte, sind eher mitspielende Angreifer, taten sich schwer gegen einen erfahrenen Gruppenligisten, den Sicaja allerdings von der Qualität des Kaders ohnehin als „sehr gute Verbandsliga-Mannschaft“ einstuft.

„In der zweiten Halbzeit haben wir die Kontrolle verloren, viele Fehlpässe gespielt“, blickte der Stadtallendorfer Coach noch einmal auf die Partie zurück. „Der Gegner wurde immer mutiger. Nach dem 1:1 sind die auf den Geschmack gekommen.“

Hauptsache weiter

Allerdings bemühte sich Sicaja, das Positive zu sehen: Zum einen sei dem Team durch den späten Treffer Damijan Heusers in der Nachspielzeit die Verlängerung erspart geblieben. Zum anderen gelte nach dem Achtelfinal-Sieg die Pokal-Devise: Hauptsache weiter.

Jetzt wollen die Stadtallendorfer in der Hessenliga nachlegen. „Die Tabelle lügt nicht“, meint Sicaja, wobei er den Gegner nicht auf den aktuellen Platz 15 reduziert wissen will: „Fußballerisch ist das keine schlechte Mannschaft. Qualität hat Bad Vilbel, wenn man die Ergebnisse vom Anfang der Saison sieht.“ Seine einzigen drei Saisonsiege holte der FV im August – und das auch noch hintereinander.

Seitdem herrscht Flaute in Bad Vilbel. Die Stadtallendorfer wollen sich die Verunsicherung des Gegners zunutze machen und nehmen die Favoritenrolle an. Denn auch Sicaja ist die Krise Bad Vilbels nicht verborgen geblieben und die Tatsache, dass das Team zuletzt nach 2:0-Führung noch 2:3 unterlag.

„Das kann kein Zufall sein“, sagt der Trainer, der klarstellt: „Wir müssen unsere Tugenden auf den Platz bringen. Wir sind selbst verantwortlich dafür, ob wir gut oder schlecht spielen.“ Bad Vilbel fehlen neben Ajdin Maksumic, der gegen Hadamar kurz vor Schluss wegen Meckerns Gelb-Rot sah, in Stadtallendorf wahrscheinlich Hiroto Tochihara (Nasenbeinbruch) und Zino Zampach (Zerrung). Stadtallendorf kann auf die Stammelf der letzten Wochen zurückgreifen.

von Holger Schmidt

  • Hessenliga: Eintracht Stadtallendorf - FV Bad Vilbel (Sa., 14 Uhr), Türk Gücü Friedberg - SC Waldgirmes, Rot-Weiß Hadamar - SC Hessen Dreieich, SG Barockstadt Fulda-Lehnerz - KSV Hessen Kassel, Viktoria Griesheim - TUS Dietkirchen (alle Sa., 15 Uhr), SV Neuhof - 1. Hanauer FC (Sa., 16 Uhr), VfB Ginsheim - FC Eddersheim, RW Walldorf - KSV Baunatal, SV Steinbach - FSV Fernwald (alle So., 15 Uhr).