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Lokalsport Dritter Anlauf fürs Stadtallendorf-Spiel in Pirmasens
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15:00 30.03.2021
„Das sind keine fairen Bedingungen“, sagt TSV-Eintracht-Cheftrainer Dragan Sicaja zur aktuellen Situation.
„Das sind keine fairen Bedingungen“, sagt TSV-Eintracht-Cheftrainer Dragan Sicaja zur aktuellen Situation. Quelle: Thorsten Richter
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Stadtallendorf

0:6 gegen Astoria Walldorf – aber Trainer Dragan Sicaja übt keine Kritik, jedenfalls nicht an seiner Mannschaft. Es sei „hart zu sehen, wie sich die Jungs quälen müssen“, sagt der Chefcoach des TSV Eintracht Stadtallendorf im Rückblick auf die Regionalliga-Partie am Samstag – und macht deutlich, dass es ihm nicht gefällt, dass sein Team ran musste, nachdem ein halbes Dutzend seiner Spieler gerade aus der Corona-bedingten Zwangspause gekommen ist: „Ich musste Leute aufbieten, die vorher richtig krank waren. Die können unmöglich fit sein. Das ist brutal, das ist nur noch brutal. Das sind keine fairen Bedingungen.“ Die Stadtallendorfer müssen spielen – das ist durch die Verantwortlichen der Fußball-Regionalliga Südwest „eben so entschieden“ worden. „Es gibt niemanden mehr, bei dem wir dagegen protestieren könnten.“

Die Situation wirke sich „natürlich“ auch auf die Stimmung aus: „Niemand verliert gerne.“ Die Motivation sei trotz der jüngsten Erfahrungen, trotz der sportlich aussichtslosen Lage des Tabellenletzten aber nicht verflogen, die Moral stimme: „Die Spieler wollen sich präsentieren, sie wollen sich gut präsentieren.“ So gut es eben in der aktuellen Verfassung geht.

In der aktuellen und den kommenden fünf Wochen muss die Eintracht insgesamt fünf Mal nicht nur am Wochenende, sondern zusätzlich auch dienstags ran. Die Auswärtsspiele sind dabei – bis auf die Partie in Offenbach am 24. April – ausnahmslos mit mehrstündigen Fahrten verbunden: heute im pfälzischen Pirmasens, am kommenden Samstag in Aalen am Rande der Schwäbischen Alb, am 13. April in Elversberg im Saarland, am 17. April in Bahlingen im Breisgau und am 4. Mai im schwäbischen Balingen. „Das wäre für uns als Amateurverein schon so ein hartes Programm“, sagt Sicaja. „Jetzt kommt auch noch dazu, dass wir kaum elf fitte Spieler haben, dass die Gefahr besteht, dass es weitere Verletzungen gibt.“ Wieder nennt er das Wort, das im Gespräch noch einige Male fällt: „brutal“.

Immerhin: In Muhamet Arifi und Mirco Geisler stehen zwei Spieler wieder zur Verfügung, die zuletzt gesperrt passen mussten. Sicaja macht es Hoffnung, dass sein Team beim abstiegsbedrohten FK (siehe Infobox) zumindest „einigermaßen konkurrenzfähig“ ist. Das Ergebnis sei nur zweitrangig. Ziel sei es, sich „als Mannschaft zu präsentieren“.

Am Dienstagabend spielen: Bayern Alzenau – Bahlinger SC (17.30 Uhr), FK Pirmasens – Eintracht Stadtallendorf, Kickers Offenbach – FSV Frankfurt (beide 19 Uhr).

Von Stefan Weisbrod