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Lokalsport Stadtallendorf holt zwei neue Spieler
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11:00 24.06.2022
In der vergangenen Saison waren Timo Cecen (rechts) und Joshua Enobore vom SC Waldgirmes noch Konkurrenten. In der kommenden Saison schnüren beide gemeinsam die Schuhe für Eintracht Stadtallendorf.
In der vergangenen Saison waren Timo Cecen (rechts) und Joshua Enobore vom SC Waldgirmes noch Konkurrenten. In der kommenden Saison schnüren beide gemeinsam die Schuhe für Eintracht Stadtallendorf. Quelle: Tobias Hirsch
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Stadtallendorf

Kaum ist die alte Saison für den TSV Eintracht Stadtallendorf beendet, da laufen die Planungen für die neue Spielzeit in der Fußball-Hessenliga bereits auf Hochtouren. Komplett hat Trainer Dragan Sicaja seinen Kader freilich noch nicht zusammen. Doch schon jetzt steht fest, dass es rein quantitativ einen ähnlich großen personellen Umbruch geben wird wie im vergangenen Sommer, als langjährige Leistungsträger wie Kevin Vidakovics, Jascha Döringer und Laurin Vogt den Herrenwäldern den Rücken kehrten.

Acht Spieler werden den Verein laut dem Sportlichen Leiter Fejz Hodaj verlassen – darunter Kapitän und Abwehrspieler Matthias Pape, der in den vergangenen Jahren immer wieder mit langwierigen Verletzungen zu kämpfen hatte, und „Sechser“ Muhamet Arifi, der zuletzt aus disziplinarischen Gründen aus dem TSV-Kader gestrichen war (die OP berichtete). Beide zieht es zum Verbandsligisten VfB Marburg. Der vor der Saison aus Bauerbach gekommene Maximilian Wiessner zieht ebenfalls weiter. Der Flügelspieler schließt sich Stadtallendorfs Ligakonkurrent SC Waldgirmes an – genau wie „Sechser“ Kevin Bartheld, der die Eintracht damit zum zweiten Mal nach 2017 verlässt. Damals wechselte der 29-Jährige zum FSV Fernwald.

VfB Marburgs Louis Preisig (rechts) spielt kommende Saison für Stadtallendorf. Quelle: Nadine Weigel

Aus beruflichen Gründen verschlägt es Stürmer Leon Lindenthal nach Nordhessen. Dort schließt sich der 25-Jährige Hessenligist KSV Baunatal an. Piergiorgio Zucca, der im Sommer 2021 von den Sportfreunden Blau-Gelb Marburg gekommen war und lediglich acht Hessenliga-Kurzeinsätze im TSV-Trikot verbuchte, geht zur TSG Wieseck. „Wahrscheinlich werden noch zwei Ergänzungsspieler hinzukommen“, sagt Hodaj. Fix seien deren Weggänge aber nicht.

Die Seite der Neuzugänge ist noch überschaubar. Für die defensive Außenbahn hat sich die Eintracht die Dienste von Joshua Enobore vom SC Waldgirmes gesichert. Der 20-Jährige, dessen Bruder Ruben bei Verbandsliga-Absteiger SV Bauerbach spielt, sei „ein sehr zweikampfstarker Spieler und unheimlich schnell“, schwärmt Hodaj, der überdies die Verpflichtung von Louis Preisig vom VfB Marburg bekanntgibt.

„Ihn wollten wir schon vergangene Saison holen, damals hatte er sich aber noch für den VfB entschieden. Jetzt will er den Schritt wagen“, freut sich Hodaj über die Zusage des 20-Jährigen, der auf den offensiven Außenbahnen mehr Druck erzeugen soll.

Auf den Flügel habe es allzu oft an der nötigen Geschwindigkeit gefehlt, weshalb die Außenbahnen zwei Planstellen sind, die es schwerpunktmäßig neu zu besetzen gelte. Auch fürs Mittelfeldzentrum suchen Hodaj und Co. noch Verstärkung. „Dort hat uns eine Führungspersönlichkeit gefehlt“, sagt der Sportliche Leiter, der einige Kandidaten als Zugänge an der Angel hat – fix seien sie aber noch nicht.

Hodaj hört als Sportlicher Leiter auf

Auch im Führungsstab der Eintracht wird es Veränderungen geben, ehe Trainer Dragan Sicaja sein Team am Dienstag, 12. Juli, zum Trainingsauftakt bittet. Co-Trainer Meba Karnapke hört auf, beim zweiten Trainerassistenten, Sebastian Przybyszewski, stehen die Zeichen dagegen auf Verbleib. Nach zehn Jahren in der Funktion des Sportlichen Leiters wird auch Fejz Hodaj mit Saisonstart den Posten abgeben und kürzertreten. „Den Aufwand, den ich in der Vergangenheit betrieben habe, kann ich nicht mehr betreiben“, begründet der 39-Jährige, der sich fortan stärker seiner Familie widmen möchte, dem TSV Eintracht aber unterstützend erhalten bleibt.

Tim-Philipp Schratz soll schon jetzt und auch in Zukunft in der Sportlichen Leitung eine „wichtige Rolle“ übernehmen, wünscht sich Fußball-Präsident Reiner Bremer, der durchblicken lässt, dass sich der Hessenliga-Vizemeister auf der Position weitere Unterstützung holen will.

Von Marcello Di Cicco