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19:26 24.04.2022
Stadtallendorfs Timo Cecen (rechts) im Zweikampf gegen Waldgirmes’ Joshua Enobore.
Stadtallendorfs Timo Cecen (rechts) im Zweikampf gegen Waldgirmes’ Joshua Enobore. Quelle: Tobias Hirsch
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Stadtallendorf

Vor der Partie in der Hessenliga-Aufstiegsrunde waren sich Kapitän Matthias Pape und Trainer Dragan Sicaja einig, dass der SC Waldgirmes eine kämpferisch starke Mannschaft habe und dieses Spiel kein Einfaches wird. Zumal das Team auf die gesperrten Del-Angelo Williams und Perry Ofori verzichten mussten.

Wie wichtig vor allem Williams für die Mannschaft ist, zeigte sich vor dem Anpfiff. Gemeinsam mit seiner Familie schaute der 28-Jährige das Spiel. Nach dem Aufwärmen standen die Eintracht-Spieler nacheinander bei der Williams-Familie und begrüßten sie. Auch der Stadtallendorfer Stürmer rechnete nicht damit, was er und die Zuschauerinnen und Zuschauer in den folgenden 90 Minuten auf dem Platz sahen. Am Ende stand ein deutlicher 5:0-Heimsieg für Stadtallendorf zu Buche. Obwohl sich die Deutlichkeit des Erfolgs im ersten Durchgang noch nicht abzeichnete.

Waldgirmes stand in der Anfangsphase der Partie kompakt in der Defensive. Auch das frühe Pressing von Stadtallendorfs Angreifern Rolf Sattorov und Timo Cecen änderte daran nichts. Der erste Torschuss des Heimteams erfolgte erst in der 24. Spielminute, nachdem Waldgirmes Oliver Schmidt Damijan Heuser 18 Meter vor dem eigenen Tor foulte. Der daraus resultierende Freistoß von Heuser flog über das Tor. Wenig später war es Maximilian Wiessner, der gegen die Abwehrkette der Gäste nachsetzte und den Ball zum 24-jährigen Heuser spielt, der in das Tor einschiebt (26.). In der Folge machte sich der Frust bei den Gästen breit. „Ich laufe links an, ich laufe hier an. Wo soll ich noch sein?“, fragte Waldgirmes’ Felix Erben nach einer halben Stunde seine Mitspieler. Neben dem Torschützen Heuser ragte auch Angreifer Cecen mit seiner Leistung in der ersten Hälfte heraus. „Timo gebe ich immer Freiheiten, wo er spielt. Er ist einer dieser Fußballer, der Farbe in unser Spiel bringt“, erklärt Trainer Sicaja nach der Partie, weshalb Cecen auf fast jeder Position – ausgenommen im Tor – während der Partie Präsenz zeigte.

Damijan Heuser schnürt Hattrick gegen SCW

Nach Wiederanpfiff gelang dem Heimteam ein Blitzstart: Heuser legt den Ball auf Sattorov ab, der nur noch in den Kasten von Waldgirmes-Torhüter Maik Buss einschieben musste (50.). Wenig später traf dann Heuser zum zweiten Mal an diesem Tag. Er tunnelt Buss zum zwischenzeitlichen 3:0 (56.). „Wir müssen anerkennen, dass wir die Tore heute auch rechtzeitig gemacht haben. Aber wir haben auch mit Ruhe gespielt, was uns im Hinspiel nicht gelungen ist. Nach dem 2:0 hat man dann gemerkt, dass der Gegner im Kopf müde wurde“, analysierte Sicaja.

Noch zwei weitere Tore erzielte sein Team an diesem Nachmittag. Nach einem Fehler im Spielaufbau der Gäste behält Mirco Geisler im Eins-gegen-Eins gegen Buss die Überhand und erzielt das 4:0 (67.). Wenige Minuten später netzte aber Heuser das dritte Mal zum 5:0-Endstand ein. „Auch wenn uns wichtige Spieler gefehlt haben und wir unter der Woche gespielt haben, haben wir das gut überbrückt. Jetzt freuen wir uns einfach über die sechs Punkte“, sagt Sicaja.

Mit sechs Punkten Vorsprung auf den Tabellenzweiten SG Barockstadt Fulda-Lehnerz und noch vier verbleibenden Spielen macht das Team vom Herrenwald einen großen Schritt in Richtung Aufstieg in die Regionalliga Südwest. Am kommenden Samstag sind die Stadtallendorfer bei Hadamar zu Gast (15 Uhr). Mit von der Partie werden voraussichtlich Williams und Ofori sein.

TSV Eintracht Stadtallendorf: Sahin – Geisler (77. Seck), Phillips, Schadeberg, Schütze – Zildzovic, Bartheld (69. Bremer) – Heuser, Cecen, Wiessner – Sattorov (69. Lindenthal).

SC Waldgirmes: Buss – Cinemre, Schmidt, Fries, Enobore – Golafra, Schneider, Kunz (60. Fürstenau) – Erben (71. Bebe), Koyuncu (78. Böttcher) – Tega.

Schiedsrichter: Joschka Pfeifer (Rimbach). Zuschauer: 400. Tore: 1:0 Damijan Heuser (26.), 2:0 Rolf Sattorov (50.), 3:0 Heuser (56.), 4:0 Mirco Geisler (67.), 5:0 Heuser (70.).

Von Leonie Rink