Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Lokalsport Starke Stadtallendorfer besiegen Hünfeld mit 3:1
Sport Lokalsport Lokalsport Starke Stadtallendorfer besiegen Hünfeld mit 3:1
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:17 27.10.2021
Überragend: Andrej Markovic (weißes Trikot; gegen Hünfelds Max Vogler) glänzte gestern nicht nur als Torschütze.
Überragend: Andrej Markovic (weißes Trikot; gegen Hünfelds Max Vogler) glänzte gestern nicht nur als Torschütze. Quelle: Foto: Thorsten Richter
Anzeige
Stadtallendorf

Okay, die Chancenverwertung war alles andere als optimal. „Es hätten auch zwei, drei Tore mehr sein können“, sagte Dragan Sicaja gestern Abend nach dem 3:1-Sieg seiner Stadtallendorfer Eintracht über den Hünfelder SV. Ansonsten aber hatte der stets kritische Cheftrainer nichts zu mäkeln, im Gegenteil: Er sprach von einem „überragenden Spiel“, „absoluter Souveränität“ und „riesiger Qualität“. Er übertrieb nicht. Es war eine klasse Vorstellung seiner Mannschaft gegen einen keineswegs enttäuschenden Gegner.

Der hätte in Führung gehen können, als Max Vogler den Ball nach einer Flanke von Maximilian Fröhlich volley nahm, aus kurzer Distanz die Latte traf (10. Minute). Auf der anderen Seite verfehlte Leon Lindenthal das Ziel knapp (15.), ehe Andrej Markovic für die Führung sorgte: Nach Flanke von Kevin Bartheld kam er mit dem Kopf an den Ball, der sich über HSV-Schlussmann Benedikt Kaiser ins Tor senkte (25.). Genau so gewollt? „Klar, langes Eck geht immer“, antwortete der Linksverteidiger und lachte.

Gegentor wurmt

Hünfeld schlug umgehend zurück: Fröhlich fasste sich ein Herz, zog ab – sein Sonntagsschuss am Dienstagabend landete im rechten Eck (28.). Und weiter ging es auf der anderen Seite: Del-Angelo Williams wurde geschickt, schloss nicht sofort ab, legte den Ball stattdessen an Kaiser vorbei und vollendete schließlich (32.) – starke Aktion des Angreifers.

„Das Gegentor wurmt mich“, sagte Mittelfeldspieler Muhamet Arifi, für den es ebenfalls „auf jeden Fall ein verdienter Sieg“ war. Die zweite Hälfte sah er von der Bank. „Ich habe bisschen was in der Leiste gemerkt“, erklärte er. „Wir wollten kein Risiko eingehen.“

Für Arifi kam Timo Cecen ins Spiel – was sich knapp zehn Minuten später auszahlte: Markovic, der ein herausragendes Spiel machte, drang über die linke Seite in den Strafraum ein, tanzte Frank Faulstich aus; Hünfelds Außenverteidiger wusste sich nur mit einem Foul zu helfen. Cecen, bereits am Samstag beim 2:0 gegen Neuhof vom Punkt erfolgreich, verwandelte sicher (55.). Dass in der Folge eine Reihe von Chancen ungenutzt blieben, war letztlich egal. „Die Tore machen wir einfach in den nächsten Spielen“, scherzte Arifi.

Eines davon wird die Eintracht am 9. oder 10. November zum SV Steinbach führen, wie die gestrige Auslosung der dritten Runde des Hessenpokals ergab. Ein sehr attraktives Los erwischte dabei indes Gruppenligist VfL Biedenkopf: Regionalligist Hessen Kassel.

TSV Eintracht Stadtallendorf: Sahin – Schütze, Phillips, Ofori, Markovic – Arifi (46. Cecen), Zildzovic – Wießner, Bartheld, Lindenthal (67. Heuser) – Williams (78. Bremer).

Hünfelder SV: Kaiser – Häuser, Fuß, Witzel, Faulstich (64. Schilling) – Vogler, Alles, Dücker (83. Sternstein), Fröhlich (56. Krieger) – Vogt, Reith.

Schiedsrichter: Wahl (Laufdorf). Zuschauer: 267. Tore: 1:0 Markovic (25.), 1:1 Fröhlich (28.), 2:1 Williams (32.), 3:1 Cecen (55./Foulelfmeter).

Von Stefan Weisbrod