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Lokalsport Stadtallendorf gewinnt in Unterzahl 2:1
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09:40 20.04.2022
Doppeltorschütze: Eintracht Stadtallendorfs Damijan Heuser (links) enteilt Matthias Neugebauer von Rot-Weiß Hadamar.
Doppeltorschütze: Eintracht Stadtallendorfs Damijan Heuser (links) enteilt Matthias Neugebauer von Rot-Weiß Hadamar. Quelle: Nadine Weigel
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Stadtallendorf

Die Stadtallendorfer Eintracht steuert auf die Regionalliga-Rückkehr zu. Im Nachholspiel gegen Rot-Weiß Hadamar tat sich der Hessenliga-Tabellenführer am Dienstagabend (19. April) lange schwer, geriet in Unterzahl, traf erst danach. Am Ende einer Partie mit wenigen spielerischen Höhepunkten stand ein 2:1-Sieg.

In der ersten Halbzeit sahen die 470 Zuschauerinnen und Zuschauer ein weitgehend ausgeglichenes Spiel mit einem Stadtallendorfer Plus an mehr oder weniger großen Chancen. Damijan Heuser scheiterte an Christopher Strauch (6. Minute). Malcolm Phillips kam mit dem Kopf vor dem Gästekeeper an den Ball, setzte dann aber nicht entschieden nach (7.). Auf der anderen Seite hatten die Hausherren Glück, dass Mirko Dimter den Ball nicht an Tolga Sahin vorbeibrachte, nachdem Perry Ofori ein Luftloch geschlagen hatte (16.). Rolf Sattorov prüfte Strauch mit einem Schuss aus spitzem Winkel (26.), danach verlor die Eintracht für einige Zeit den Zugriff aufs Spiel, Hadamar strahlte allerdings kaum Gefahr aus. Etwas Wucht fehlte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte bei Matthias Papes Kopfball nach einer Ecke; Strauch war zur Stelle.

„Wir waren zu schläfrig“, kommentierte Dragan Sicaja die erste Halbzeit sowie die Anfangsphase des zweiten Durchgangs. Paradoxerweise lief es in Unterzahl besser; Ofori hatte wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot gesehen (58.). Drei Minuten später stand es 1:0: Nach einer Ecke klärten die Rot-Weißen nicht konsequent genug, Heuser zog aus zweiter Reihe ab, traf flach links unten.

Hadamar hatte nun mehr Ballbesitz, Stadtallendorf legte den Fokus auf die Defensive, setzte aber Nadelstiche. Maximilian Wiessner machte in aussichtsreicher Position zu wenig (75.). Auf der anderen Seite zeigte Sahin bei einem satten Schuss von Jason Schäfer seine ganze Klasse (84.). Dann sorgte Heuser für die scheinbare Entscheidung, als er ein Solo stark abschloss (87.). Am Ende musste noch einmal zwei Minuten gezittert werden: Jerome Zey hatte einen Freistoß an den linken Torpfosten gesetzt. Von dort sprang der Ball an Sahins Körper und dann über die Linie (90.+3). Mehr glückte den Gästen nicht mehr. Pragmatisch drückte es Sicaja aus: „Am Ende zählt das Ergebnis, das passt.“

TSV Eintracht Stadtallendorf: Sahin - Schadeberg, Pape (46. Geisler), Ofori, Schütze - Zildzovic, Bartheld - Heuser, Phillips, Bremer (67. Wiessner) - Sattorov (88. Cecen).

SV Rot-Weiß Hadamar: Strauch - Teller (79. Kern), Dillmann, Dimter, Neugebauer - Monteiro-Carvalho (59. Burggraf), Paul, Velemir - Bangert, Zey - Schäfer.

Schiedsrichter: Dücker (Wiesbaden). Zuschauer: 470. Tore: 1:0, 2:0 Heuser (61., 87.), 2:1 Sahin (90.+3/Eigentor). Gelb-Rote Karte: Ofori (58.) / -.

Von Stefan Weisbrod