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Lokalsport Stadtallendorf gastiert bei Tabellenführer Freiburg II
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11:16 16.05.2021
Laurin Vogt im Heimspiel gegen den SC Freiburg II. Im Januar holte der TSV Eintracht ein Remis gegen den Tabellenführer.
Laurin Vogt im Heimspiel gegen den SC Freiburg II. Im Januar holte der TSV Eintracht ein Remis gegen den Tabellenführer. Quelle: Foto: Tobias Hirsch
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Stadtallendorf

Klarer könnten die Vorzeichen eigentlich nicht sein: Der Letzte der Tabelle muss an diesem Sonntag (14 Uhr) gegen den Ersten ran, das auch noch auswärts. Doch die Erinnerungen beim TSV Eintracht Stadtallendorf an die Bundesliga-Reserve sind nicht die schlechtesten. Im Hinspiel zeigte das Team von Trainer Dragan Sicaja nicht nur – wie meist gegen Mannschaften aus dem oberen Bereich des Klassements der Regionalliga Südwest – eine ordentliche Leistung, sondern belohnte sich – wie viel zu selten in anderen Spielen – auch mit einem Punkt.

Im Januar gingen die favorisierten Freiburger zwar bereits früh durch Killian Sildilla in Führung, Mirco Geisler glich aber kurz vor Schluss aus, sorgte für einen gerechten Endstand. Die Breisgauer haben nach dem Remis auf dem Stadtallendorfer Kunstrasen von 19 Ligaspielen 15 gewonnen – zuletzt acht in Folge –, nur ein einziges verloren. Sie stehen in der Tabelle nicht nur ganz oben, sie haben mittlerweile auch ein komfortabel wirkendes Polster von sieben Punkten auf die SV Elversberg, die zudem bereits einmal häufiger gespielt hat. Das Ziel von Christian Preußer, der das Traineramt bei der Bundesliga-Reserve im Sommer nach fünf Jahren abgibt, ist klar: Er will einen Aufsteiger in die 3. Liga übergeben.

Zildzovic nach Quarantäne wieder im Eintracht-Kader

Die Partie gegen den TSV Eintracht – die sechstletzte des Sport-Clubs in dieser Spielzeit – bezeichnet der Coach selbst als „Startschuss für den Endspurt“. Das Unentschieden im Hinspiel ist ihm eine Warnung, den Gegner nicht zu unterschätzen. Stadtallendorf habe eine Mannschaft, die „mit einer klaren Struktur und auch mutig“ spiele, sagt Preußer. Deshalb gelte es, „entschlossen dagegenzuhalten, die eigenen Stärken auf den Platz zu bringen und offensiv die richtigen Lösungen zu finden. Darauf konzentrieren wir uns. Aber wir wissen, was wir dafür investieren müssen.“

Mittelfeldspieler Konrad Faber fehlt gelbgesperrt, Carlo Boukhalfa (Oberschenkelverletzung) und Enzo Leopold (Wadenprobleme) können nach Angaben des SC ebenfalls nicht mitwirken. Die Stadtallendorfer reisen erneut mit einem kleinen Kader an: Gegenüber der jüngsten 1:2-Niederlage beim TSV Steinbach Haiger kehrt Amar Zildzovic (Quarantäne nach Kontakt zu einem Corona-Infizierten) zurück. Der Einsatz des angeschlagenen Matthias Pape ist fraglich, Perry Ofori ist aufgrund von muskulären Problemen wahrscheinlich nicht dabei. Zudem fehlen die Langzeitverletzten, darunter Hinspiel-Torschütze Geisler.

Sicaja: „Alles reinwerfen und sehen, wofür es reicht“

Was im Duell der (sportlichen) Gegensätze drin ist? „Die Freiburger spielen mit ihrer jungen Mannschaft eine überragende Saison. Man kann sie nur loben“, sagt Sicaja. „Für uns geht es um dasselbe wie im Hinspiel, wie in vielen anderen Spielen. Wir wollen alles reinwerfen und werden sehen, wofür es reicht.“

Von Stefan Weisbrod

Vogt wechselt zu Rot-Weiß Walldorf

Die Stadtallendorfer Eintracht verliert einen weiteren langjährigen Leistungsträger: Laurin Vogt verlässt den aktuellen Regional- und künftigen Hessenligisten nach sieben Jahren. Der torgefährliche Flügelspieler, der seinen Lebensmittelpunkt ins Rhein-Main-Gebiet verlegt, schließt sich Rot-Weiß Walldorf an, wie der Hessenligist aus dem Landkreis Groß-Gerau mitgeteilt hat. „Er hat bei uns immer alles gegeben. Jetzt macht er den nächsten Schritt in seinem Leben, das verstehe ich vollkommen“, sagt Eintracht-Trainer Dragan Sicaja über den Abgang des 28-Jährigen, der „sportlich und menschlich natürlich trotzdem schmerzt“. Bekannt ist, dass auch Kevin Vidakovics und Jascha Döringer den Club verlassen. sw