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Lokalsport Aufstiegsrunde ist für Eintracht Stadtallendorf in greifbarer Nähe
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19:03 31.10.2021
Timo Cecen (rechts, hier im Hinspiel gegen Neuhofs Ilias Benazza) erzielte beide Treffer beim Auswärtssieg der Eintracht.
Timo Cecen (rechts, hier im Hinspiel gegen Neuhofs Ilias Benazza) erzielte beide Treffer beim Auswärtssieg der Eintracht. Quelle: Richter
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Neuhof

Wie schon eine Woche zuvor hat sich der TSV Eintracht Stadtallendorf auch im Rückspiel mit 2:0 (1:0) gegen den SV Neuhof durchgesetzt und steuert damit in der Qualifikationsgruppe A der Fußball-Hessenliga mit großen Schritten auf die nach der Winterpause beginnende Aufstiegsrunde zu. „Eigentlich darf nicht mehr so viel passieren“, stellte Stadtallendorfs Fußball-Präsident Reiner Bremer angesichts des komfortablen Vorsprungs von 15 Punkten auf den Tabellensechsten fest.

Ein zufriedenes Fazit zog nach dem vierten Sieg in Folge Eintracht-Trainer Dragan Sicaja. „Die Mannschaft hat den Charaktertest bestanden“, lobte der Kroate, dessen Elf auf einem holprigen Rasenplatz nicht – wie noch einige Tage zuvor gegen Hünfeld – seine spielerische Klasse zeigen konnte, dafür aber in anderen Bereichen zu gefallen wusste. „Bis auf einen Kopfball kurz vor der Pause haben wir nichts zugelassen“, lobte Bremer etwa die „gute Defensivleistung“.

Die einzig gute Torchance der Mannschaft aus dem Landkreis Fulda vergab Akif Kovac, der nach einer Flanke kurz vor dem Pausentee freistehend am langen Pfosten vorbeiköpfte (44.). Die Eintracht fand gut in die Partie, hatte bereits nach 90 Sekunden die ersten Jubelschreie auf den Lippen. Doch Malcolm Phillips’ abgefälschter Freistoß landete nur an der Latte. In der Folge entwickelte sich eine einseitige Begegnung, in der die Gastgeber den Herrenwäldern die Initiative überließen und auf Umschaltmomente lauerten – allerdings nach einer Viertelstunde ins Hintertreffen gerieten.

Timo Cecen schloss einen Angriff nach erfolgreichem Gegenpressing per Flachschuss zur Führung der Gäste ab (15.). „Ich freue mich für Timo, dass er auch mal aus dem Spiel heraus ein Tor gemacht hat“, sagte Sicaja über seinen Spielmacher, den er weiter nach Kräften unterstützen will, „damit er nach seiner langen Verletzungszeit richtig in Schuss kommt“.

Der vor der Saison gekommene Cecen war in die Startelf rochiert, in der Kevin Bartheld – im Vergleich zum vorangegangenen Spiel – den Part von Muhamet Arifi im defensiven Mittelfeld übernahm und in der Fabian Seck den beruflich verhinderten Arne Schütze als Rechtsverteidiger vertrat.

Dass Cecen vom Punkt eine gute Wahl ist, untermauerte er in der 85. Minute, als der Ex-Profi – wie schon im Hinspiel – einen Strafstoß verwandelte und damit für die Vorentscheidung sorgte. Del-Angelo Williams war zuvor im Sechzehner gelegt worden.

Die Platzherren hatten mit mehr Mut und Engagement ab der 30. Minute dafür gesorgt, dass das kampfbetonte Spiel spannend blieb. „Wir haben den Gegner ins Spiel gebracht, weil wir viele erste und zweite Bälle nicht behaupten konnten“, stellte Sicaja fest, für dessen Team es nun zweimal zum Kräftemessen mit dem SV Steinbach kommt: zunächst in der Liga am kommenden Samstag (14 Uhr) im Herrenwaldstadion, am Mittwoch darauf (19.30 Uhr) steht das Gastspiel bei den Osthessen in dritten Runde des Hessenpokals an.

Tore: 0:1, 0:2 Timo Cecen (15., 85., FEM). SV Neuhof: Zapico Lopez – Benazza (90. Daka), Tavares Ganime Bastos, Klapan, Paez – A. Kovac (56. Costa Sabate), Kulas, Sosa Perez (90. Heredia Alonso), Diakiese – M. Kovac, F. Kovac. Eintracht Stadtallendorf: Sahin – Seck (76. Schadeberg), Phillips, Ofori, Markovic – Zildzovic, Bartheld (63. Arifi) – Wiessner, Cecen, Lindenthal (46. Heuser) – Williams. Schiedsrichter: Volker Höpp (Dauernheim). Zuschauer: 50.

Von Marcello Di Cicco