Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Lokalsport Williams führt Stadtallendorf zum Sieg
Sport Lokalsport Lokalsport Williams führt Stadtallendorf zum Sieg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:54 12.09.2021
Stadtallendorfs Del-Angelo Williams (Mitte) zirkelt den Ball zwischen den Fliedenern Christian Kreß (links) und Nico Hohmann zur 1:0-Führung in die Maschen.
Stadtallendorfs Del-Angelo Williams (Mitte) zirkelt den Ball zwischen den Fliedenern Christian Kreß (links) und Nico Hohmann zur 1:0-Führung in die Maschen. Quelle: Thorsten Richter
Anzeige
Stadtallendorf

Ein breites Lächeln hatte Del-Angelo Williams im Gesicht, kurz nachdem sich der Angreifer einen Abwehrfehler zunutze gemacht und zum 3:0 (1:0)-Endstand ins leere Tor eingeschoben hatte (78.). Zielstrebig lief er danach zur Auswechselbank, klatschte mit dem verletzten Mitspieler Matthias Pape ab und nahm einen kräftigen Schluck aus der Wasserflasche – der hochverdiente zweite Sieg des TSV Eintracht Stadtallendorf in der Fußball-Hessenliga gegen einen über die gesamte Spieldauer völlig überforderten SV Buchonia Flieden war damit eingetütet.

Mit Kunstschuss zur Führung

Ähnlich wie beim 0:0 vorvergangene Woche gegen den Hünfelder SV kontrollierten die Gastgeber das einseitige Spiel – mit einem Unterschied: Diesmal belohnte sich die Eintracht, was nicht zuletzt am bockstarken Williams lag, der gegen Hünfeld gefehlt hatte. „Mit Angelo haben wir eine andere Präsenz. Er ist in dieser Spielklasse nicht zu packen“, sagte Trainer Dragan Sicaja – „Sechser“ Muhamet Arifi wusste ebenso, dass das Spiel der Eintracht mit dem schnellen Williams ein anderes ist, denn: „Der Junge hat 3. Liga gespielt, bringt Erfahrung mit, ist abgezockt.“

Hatte Williams nach seiner Rückkehr zur Eintracht in der vergangenen Regionalliga-Spielzeit dem Offensivspiel nicht immer seinen Stempel aufdrücken können, auch weil ihn Verletzungen und eine Corona-Infektion oft zurückwarfen, ackerte er gegen die Osthessen unermüdlich, machte viele Meter – und stand bei allen Treffern im Mittelpunkt: Mit einem sehenswerten 20-Meter-Schuss aus halbrechter Position ins lange Eck traf er zur Führung (11.). Seinen Querpass zu Sturmpartner-Hüne Ephraim Eshele fälschte Christian Kreß in die eigenen Maschen ab (67.), ehe Williams es beim letzten Treffer wieder selbst machte (78.).

„Es ist wichtig, eine Vorbereitung mit der Mannschaft komplett mitzumachen“, nannte Williams einen weiteren Unterschied zur Vorsaison und erklärte damit, warum es nicht nur bei ihm schon besser läuft. Auch das auf vielen Positionen erneuerte Team sei auf einem guten Weg. „Spielerisch läuft es immer besser. Wir finden uns langsam“, meinte Williams. Sicaja war sich derweil sicher: „Die Mannschaft wird noch besser."

Cecen trifft nur die Latte

Gegen ersatzgeschwächte Fliedener, die lediglich durch einen Freistoß von Lukas Hagemann Stadtallendorfs Keeper Tolga Sahin prüften (76.), lagen zwei Zugängen weitere Treffer auf den Füßen. Doch während Youngster Eshele freistehend an SV-Torwart Lukas Hohmann scheiterte (58.), streifte der Freistoß von Timo Cecen nur die Oberkante der Latte (65.).

„Es war ein souveräner Sieg. Wir haben das Spiel von der ersten bis zur letzten Minute kontrolliert“, war Sicaja zufrieden – bis auf eine Kleinigkeit: „Es war schade, dass das zweite Tor nicht früher gefallen ist.“ So musste die Eintracht bei Kontern oder Standardsituationen lange auf der Hut sein, um nicht den Ausgleich zu kassieren.

Weiter geht’s für die Stadtallendorfer bereits am Mittwoch (19 Uhr). Zwei Wochen nach dem Hinspiel gastiert der FSV Fernwald zum Rückspiel im Herrenwaldstadion.

Tore: 1:0 Del-Angelo Williams (11.), 2:0 Eigentor Christian Kreß (67.), 3:0 Williams (78.). Stadtallendorf: Sahin – Schütze, Philips, Schadeberg, Markovic (79. Seck) – Arifi – Zildzovic, Cecen (79. Bartheld), Heuser – Williams, Eshele (76. Lindenthal). Flieden: Hohmann – Beladjel, Kreß, Hohmann, Kullmann – Rehm, Rumpeltes (83. Larbig) – Hagemann, Götze, Müller (63. Mächtel) – Schaub. Schiedsrichter: Alexander Hauser (Hausen). Zuschauer: 320.

Von Marcello Di Cicco