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08:07 26.08.2021
Stadtallendorfs Maximilian Wießner (links) im Zweikampf gegen Fernwalds Yannis Grönke. Der ehemalige Eintracht-Spieler erzielte das Tor zum zwischenzeitlichen 2:1 für den FSV.
Stadtallendorfs Maximilian Wießner (links) im Zweikampf gegen Fernwalds Yannis Grönke. Der ehemalige Eintracht-Spieler erzielte das Tor zum zwischenzeitlichen 2:1 für den FSV. Quelle: Foto: Stefan Weisbrod
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Steinbach

Das ist nicht der Auftakt gewesen, den sich die Stadtallendorfer vorgestellt haben: Beim FSV Fernwald kam der TSV Eintracht gestern Abend nur zu einem 3:3-Unentschieden – insgesamt ein leistungsgerechtes Ergebnis. Die Gäste starteten schwungvoll, ließen dann stark nach, kamen nach 1:3-Rückstand schnell wieder heran und verdienten sich mit einer Leistungssteigerung nach der Pause den Punkt in ihrem ersten Saisonspiel.

In den Anfangsminuten schien es, als wolle die Eintracht den Gegner überrennen. Die Hausherren hatten im Fernwalder Ortsteil Steinbach kaum die Möglichkeit, den Ball mal über drei, vier Stationen in den eigenen Reihen zu halten. Nach drei Minuten hätte es schon 2:0 für Stadtallendorf stehen können, als Kevin Bartheld knapp rechts vorbeischoss. Zuvor hatte Fernwalds Louis Goncalves nach einer Flanke nicht geklärt, sondern ins eigene Tor geköpft.

„Ich weiß nicht, ob die Spieler gedacht haben, hier wird alles einfach“, ärgerte sich Eintracht-Trainer Dragan Sicaja, dass seine Mannschaft „komplett in Lethargie“ verfiel, wie es der Kroate formulierte. „Wir haben mit unseren Nachlässigkeiten den Gegner stark gemacht.“ Im Zentrum gewannen die Gäste kaum mehr einen Zweikampf. Glück hatten sie, dass Brian Mukasa aus der Distanz nur die Latte traf (17.) und Mirko Freeses Schuss aus spitzem Winkel ans Außennetz ging (19,). Auf der anderen Seite schoss Maximilian Wießner in seinem ersten Hessenliga-Spiel zwar ins Tor, er stand aber knapp im Abseits (20.).

Fernschuss sorgt für Hoffnung

Es war einer von wenigen kontrollierten Stadtallendorfer Angriffen in der ersten Hälfte. Anders die Gießener Vorstädter – die nun auch ihre Möglichkeiten nutzten: Julian Bender stand nach einem Missverständnis in der Eintracht-Defensive frei vor Keeper Tolga Sahin, der den ersten Versuch noch parierte, beim Nachschuss Benders aber machtlos war (29.). Offenbar auf dem völlig falschen Fuß wurde der Torwart sechs Minuten später erwischt: Yannis Grönke, diesen Sommer von Stadtallendorf nach Fernwald gewechselt, verwandelte einen Freistoß aus gut 25 Metern direkt, Sahin hatte die linke Torhälfte offen gelassen. „Das darf nicht passieren“, ärgerte sich Sicaja, ebenso über einen Stellungsfehler Matthias Papes vor dem dritten Gegentor: Der Kapitän sprang am Ball vorbei, Freese bediente in Tim Richter einen weiteren Ex-Eintrachtler, der im Eins-gegen-Eins die Nerven behielt (42.).

Damijan Heuser sorgte mit einem Fernschuss-Treffer (43.) dafür, dass die Gäste nur mit einem Tor Rückstand in die zweite Hälfte gingen. In der nahmen sie das Heft des Handels wieder in die Hand, erspielten sich gute Möglichkeiten. „Wir haben mit Dampf gespielt und wir haben uns Chancen herausgespielt. So stelle ich mir das vor“, sagte Sicaja, unter anderem mit Blick auf einen Klasseangriff, an dessen Ende Heuser an Tim Balser im FSV-Tor scheiterte (82.) – es wäre das 4:3 für Stadtallendorf gewesen. Das 3:3 hatte Malcolm Phillips erzielt, nachdem Balser und Mica Hendrich sich nicht einig waren, zusammenstießen und der Ball frei vor dem leeren Tor lag (67.).

FSV Fernwald: Balser – Dinler, Vural, Goncalves, Bender – Markiewicz (62. Göbel), Mukasa, Hendrich, Grönke (73. Simon) – Freese – Richter (87. Sesay).

Eintracht Stadtallendorf: Sahin – Schütze, Ofori, Pape (46. Bremer), Seck – Bartheld (69. Cecen), Phillips - Wießner, Heuser, Lindenthal (46. Arifi) - Williams.

Schiedsrichter: C. Rübe (Kassel). Zuschauer: 450. Tore: 0:1 Markiewicz (2./Eigentor), 1:1 Bender (29.), 2:1 Grönke (35.), 3:1 Richter (42.), 3:2 Heuser (43.), 3:3 Phillips (67.).

Von Stefan Weisbrod