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Lokalsport Spiel verloren, einen Spieler auch
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09:42 31.03.2021
Del-Angelo Williams, hier in der Partie gegen Astoria Walldorf um Nico Hammann (links) und Roman Hauk (rechts), sah gestern Abend in Pirmasens die Gelb-Rote Karte und fehlt dem TSV Eintracht damit am Samstag im Auswärtsspiel in Aalen.
Del-Angelo Williams, hier in der Partie gegen Astoria Walldorf um Nico Hammann (links) und Roman Hauk (rechts), sah gestern Abend in Pirmasens die Gelb-Rote Karte und fehlt dem TSV Eintracht damit am Samstag im Auswärtsspiel in Aalen. Quelle: Foto: Thorsten Richter
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Pirmasens

„Leider“, sagte Präsident Reiner Bremer nach der Partie, „war in der aktuellen Verfassung nicht mehr drin.“

Die von Corona-Erkrankungen, damit verbundener Quarantäne für einen Großteil der Mannschaft und anderen Verletzungen gebeutelten Stadtallendorfer versteckten sich in der Anfangsphase nicht, hatten durch Christopher Schadeberg (9. Minute) und Laurin Vogt (10. Minute) auch zwei Halbchancen – mehr kam offensiv aber auch nicht mehr. Hinten standen sie zunächst gut. Nach 24 Minuten hätte „die Klub“, wie der FK genannt wird, aber in Führung gehen müssen: Eintracht-Verteidiger Ben-Luca Fisher köpfte direkt vor die Füße von Luka Dimitrijevic, der aus zehn Metern rechts vorbei schoss.

Das Pressing, mit dem es die Stadtallendorfer im Januar Topteams wie Steinbach und Freiburg II schwergemacht hatten, zogen sie gar nicht erst auf. „Es ist auch vom Kopf her schwierig, wenn man weiß, dass die Kraft kaum fürs ganze Spiel reichen kann“, sagte Bremer. Zunehmend fiel es den Gästen schwer, die Hausherren vom Tor fernzuhalten. Fast hätten sie es dennoch ohne Gegentreffer in die Pause geschafft – David Becker verhinderte es. Dennis Chessas Schuss war noch geblockt worden, der Ball landete aber genau bei Becker, der aus kurzer Distanz zunächst an den Pfosten schoss und im Nachsetzen ins Tor traf (44.).

Dem Schlusslicht fehlten die Mittel, um gefährlich zu werden – daran änderte sich nach der Pause nichts. Die Pirmasenser durften bis zur Mittellinie unbedrängt spielen, fanden in der gegnerischen Hälfte immer wieder Räume. TSV-Schlussmann Joao Borgert blieb gegen Benno Mohr noch Sieger (57.), gegen Dimitrijevic war er aber machtlos: Dennis Krob hatte rechts Arne Schütze stehen lassen und scharf in den Fünfmeterraum gepasst, wo Dimitrijevic Fisher entwischte und problemlos einschob (59.).

Hitzig wurde es in der 69. Minute: Pirmasens’ Daniel Bohl hielt Del-Angelo Williams fest, der eingewechselte Stadtallendorfer wollte sich losreißen. Die FK-Spieler sahen darin eine Tätlichkeit, Schiedsrichter Arianit Besiri zeigte aber nur Gelb. Vom Platz flog Williams dennoch: In der 73. Minute traf er einen Gegenspieler im Laufduell am Fuß – nach Ansicht des Referees ein Gelb-würdiges Foul, damit Gelb-Rot gegen den Eintracht-Angreifer. „Mehr als unglücklich“, nannte Bremer die Entscheidung. Williams fehlt damit am Samstag im Spiel beim VfR Aalen.

Die Pirmasenser drückten in der Schlussphase in Überzahl aufs 3:0, es fiel aber nicht mehr. Gleich mehrfach stand ihnen der 20-jährige Borgert im Weg.

FK Pirmasens: Reitz – Bohl, Grieß, Mohr (78. Hecker), Becker (84. Eichhorn), Dimitrijevic (84. Cisse), Hammann, Grünnagel (66. Lo Scrudato), Zimmer, Krob (78. Bürger), Chessa.

TSV Eintracht Stadtallendorf: Borgert – Geisler, Fisher (60. Gaudermann), Schadeberg, Schütze, Grönke (60. Döringer) – Heuser (72. Bremer), Arifi, Bartheld (72. Sattorov), Vogt – Aral (60. Williams).

Schiedsrichter: Besiri (Trier). Tore: 1:0 Becker (44.), 2:0 Dimitrijevic (59.). Gelb-Rote Karte: - / Williams (73.). Gelbe Karten: Bohl /

Döringer, Arifi.

Von Stefan Weisbrod