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Lokalsport Fans halten zu Trainer Adi Hütter
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21:17 19.12.2019
Frankfurts Trainer Adi Hütter nach dem Spiel gegen Schalke 04.  Quelle: Rolf Vennenbernd
Marburg

Walburga Haika aus Kirchhain hält mit ihrer Meinung zu den jüngsten Leistungen der Frankfurter nicht hinterm Berg: „Sie haben sich richtig dumm angestellt.“ Die Mannschaft habe den 1. FC Köln unterschätzt, meint die Eintracht-Anhängerin. „Wenn man eine 2:0-Führung verspielt, dann habe ich kein Verständnis mehr dafür.“ Einen Trainerwechsel hält sie aber nicht für nötig: „Es ist einfach eine Tiefphase momentan.“ In der Liga scheine derzeit „der unbedingte Wille zu fehlen“, sagt Haika. Auch für die kommende Partie gegen den Aufsteiger SC Paderborn rechnet die 77-Jährige nicht mit einem „Dreier“. Auf einen anderen Wettbewerb blickt sie hingegen optimistisch: In der Europa League sei sogar der Titel für die SGE möglich.

Auch die achtjährige Lina Hedderich aus Roßberg glaubt nicht an einen Sieg gegen Paderborn. „Aber danach geht es bestimmt wieder bergauf und es kommen wieder bessere Zeiten“, meint sie und glaubt daran, dass Adi Hütter die Mannschaft in der Tabelle wieder weiter nach oben führt. Dafür wünscht sie sich in der Winterpause aber eine Verstärkung: „Die Eintracht braucht einen weiteren Stürmer.“

Zeit für die Winterpause

Günter Zedlack, Zweiter Vorsitzender des TSV Elnhausen, sieht die Probleme hauptsächlich in der körperlichen Verfassung des Teams begründet: „Die Mannschaft ist nach den vielen Spielen platt, es wird höchste Zeit, dass die Winterpause kommt. Dass sie es besser können, haben sie ja zu Beginn der Saison gezeigt.“ Trainer Hütter stellt er derzeit nicht infrage, auch wenn er sich gerade aufgrund der Mehrfachbelastung durch den Europapokal mehr Rotation gewünscht hätte. Wohl wissend, dass „diejenigen, die mal eine Chance bekommen haben, diese dann meist auch nicht genutzt haben“.

Auch Stephan Roder aus Dagobertshausen sieht in den zahlreichen Spielen der Eintracht einen der Hauptgründe für die ausbleibenden Ergebnisse, übt aber gleichzeitig Kritik an der Defensivleistung der Elf: „In der Abwehr muss sich was tun.“ Nichts tun muss sich dagegen auch nach Roders Auffassung derzeit auf der Trainerbank, wo Hütter nach wie vor sein „volles Vertrauen“ genießt.

Den Trainer stellt auch Alexander Usinger aus Wehrda nicht infrage. „Ich bin wirklich trotz der letzten negativen Ergebnisse völlig entspannt. Man muss sich immer wieder vor Augen halten, wie viele Partien einige der Spieler im Kalenderjahr 2019 auf dem Buckel haben. Als Frankfurt-Fan war das ein geiles Jahr. Mailand, Lissabon, London – und nächstes Jahr geht’s weiter.“ Es wäre für ihn auch kein Drama, wenn’s in Paderborn nicht so gut läuft für seine Eintracht: „Wenn wir in Paderborn auch noch verlieren, dann schaue ich mir an Heiligabend noch mal das 5:1 gegen die Bayern an – und alles ist gut!“

von Leonie Rink, Carsten Pfeil und Michael E. Schmidt