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Lokalsport Joker haben großen Anteil an Stadtallendorfer 2:0-Sieg gegen Neuhof
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20:42 24.10.2021
Timo Cecen (links) jubelt nach seinem Treffer zum 1:0 mit Amar Zildzovic und Leon Lindenthal.
Timo Cecen (links) jubelt nach seinem Treffer zum 1:0 mit Amar Zildzovic und Leon Lindenthal. Quelle: Thorsten Richter
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Stadtallendorf

Es sind so Spiele, die auch richtig blöd laufen können. Spiele, in denen eine Mannschaft alles unter Kontrolle hat, das Tor aber einfach nicht fallen will. Geduldsspiele eben. Am Samstag hat das Team der Stadtallendorfer Eintracht Geduld bewiesen – und ist belohnt worden. Mit dem 2:0-Sieg über den SV Neuhof hat der Regionalliga-Absteiger einen weiteren Schritt in Richtung Aufstiegsrunde der Fußball-Hessenliga gemacht. Nicht unwesentlichen Anteil daran hatten zwei Spieler, die beim Anpfiff auf der Ersatzbank Platz nehmen mussten.

Nach knapp einer Stunde Spielzeit brachte Trainer Dragan Sicaja Leon Lindenthal und Timo Cecen in die Partie. „Heute“, sagte er rund 40 Minuten später seinen versammelten Spielern mitten auf dem oberen Kunstrasenplatz am Herrenwaldstadion, „sind Spieler von außen reingekommen und haben das Spiel mitentschieden.“ So solle es auch sein, denn: „Wir haben nicht die elf Spieler, die anfangen, wir haben mehr im Kader“, führte der Coach ein paar Minuten später im Gespräch mit der OP aus.

Erst der zweite Elfmeter im Spiel bringt die Führung

Seine Mannschaft hatte alles unter Kontrolle. Woran es jedoch mangelte, waren Aktionen im letzten Drittel. Eine zehnminütige Drangphase ab der 16. Minute, in der Del-Angelo Williams eine Hereingabe von Kevin Bartheld knapp verpasste, Bartheld selbst aus 20 Metern etwas zu hoch zielte und Damijan Heuser freigespielt wurde, den Ball aber nicht unter Kontrolle bekam, wurde mit einem vergebenen Strafstoß abgeschlossen: Andrej Markovic flanke von links, Neuhofs Ilias Benazza bekam den Ball an die Hand. Williams trat an, schoss nach links, aber nicht präzise genug. Samuel Angel Zapico Lopez parierte.

Lindenthal und Cecen sollten für Schwung sorgen – sie sorgten für Schwung. „Mit ,Lindi’ kam richtig Körperlichkeit rein. Timo hat eine enorm gute Übersicht, er hat die Erfahrung“, sagte Sicaja später. Und Cecen hatte das Selbstbewusstsein, sich den Ball zu schnappen, als Schiedsrichter Dennis Jantz zum zweiten Mal auf den Elfmeterpunkt zeigte. Lindenthal war von Edi Kulas gefoult worden. Wie vorher Williams schoss auch Cecen nach links, allerdings mit mehr Präzision und mehr Wucht. Zapico Lopez ahnte erneut die Ecke, kam aber nicht ran. „Ich wusste, ich muss platziert schießen. Der ist ja zwei Meter groß“, sagte Cecen später, deutete auf Neuhofs Schlussmann.

Das 2:0 leitete der frühere Drittliga-Profi ein, spielte auf Maximilian Wießner auf dem rechten Flügel, der weiter zu Lindenthal und der schließlich zu Williams, der aus kurzer Distanz keine Probleme hatte. Chancen gab es danach noch einige, unter anderem traf Williams aus 25 Metern den Pfosten. „Es hätte sicherlich am Ende etwas höher ausgehen können, aber wir haben die Punkte“, sagte Cecen. „Das ist, was zählt.“

Spieldaten

TSV Eintracht Stadtallendorf: Sahin – Schütze, Phillips (85. Ofori), Schadeberg, Markovic – Zildzovic, Arifi – Heuser (58. Lindenthal), Bartheld (58. Cecen), Wießner – Williams.

SV Neuhof: Zapico Lopez – Benazza (80. F. Kovac), Tavares Ganime Bastos, Klapan, Paez – Kulas, Sosa Perez – A. Kovac (90. Zec), Costa Sabate , Diakiese (90. Diakiese) – M. Kovac.

Schiedsrichter: Jantz (Kassel). Zuschauer: 253. Tore: 1:0 Cecen (66./Foulelfmeter), 2:0 Williams (82.). Besonderes Vorkommnis: Williams scheitert mit Handelfmeter an Zapico Lopez (26.).

Von Stefan Weisbrod