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Lokalsport Die Absteiger treffen aufeinander – vor Fans
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10:58 21.05.2021
Eintracht Stadtallendorf um Kristian Gaudermann (rechts; gegen Adrian Beck vom SSV Ulm) erwartet heute Abend Bayern Alzenau im Herrenwaldstadion.
Eintracht Stadtallendorf um Kristian Gaudermann (rechts; gegen Adrian Beck vom SSV Ulm) erwartet heute Abend Bayern Alzenau im Herrenwaldstadion. Quelle: Foto: Thorsten Richter
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Stadtallendorf

Heute Abend findet die erste Sportveranstaltung mit Zuschauern im Landkreis Marburg-Biedenkopf seit Herbst vergangenen Jahres statt: Maximal 100 Fans mit aktuellem Corona-Test sowie Geimpfte und Genesene mit vollständigem Schutz können bei der Partie des TSV Eintracht Stadtallendorf gegen den FC Bayern Alzenau in der Regionalliga Südwest dabei sein – sie müssen jedoch Dauerkarteninhaber sein, wie Reiner Bremer mitteilt. „Wir freuen uns, dass die aktuellen Regeln zulassen, dass zumindest einige Zuschauer wieder in unser Stadion kommen dürfen“, sagt der Präsident der Eintracht-Fußballabteilung. Wer die Begegnung live vor Ort verfolgen möchte, schreibt eine E-Mail an novosad@eintracht-stadtallendorf.de und erhält eine Zusage, sofern das Kontingent noch nicht erschöpft ist.

Zu sehen bekommen die Zuschauer das Duell der beiden Mannschaften, die bereits als Absteiger aus der vierthöchsten Spielklasse feststehen: Stadtallendorf ist mit 15 Punkten Letzter, Alzenau mit neun Zählern mehr Vorletzter der Tabelle. Beide Mannschaften sind in der kommenden Spielzeit damit in der Hessenliga aktiv – ob sie dort aber auch aufeinandertreffen werden, ist offen: Die Klasse wird voraussichtlich aus 22 Teams bestehen, wird eventuell in zwei Staffeln geteilt, möglicherweise nach geografischen Gesichtspunkten in eine Nord- und eine Südgruppe. Käme es so, würde der TSV Eintracht sehr sicher im Norden mitspielen, der (dem Hessischen Fußball-Verband angeschlossene) FC Bayern vermutlich im Süden.

Teams mit vergleichbarem Leistungsvermögen

Stadtallendorfs Trainer Dragan Sicaja erwartet ein Spiel zweier Amateurteams mit ähnlichem Leistungsvermögen – anders als zuletzt bei der 1:5-Niederlage bei Tabellenführer SC Freiburg II. „Da war der Gegner meist zwei, drei Schritte schneller als wir. Wir hatten überhaupt keinen Zugriff auf das Spiel.“ Den „ein oder anderen Punkt“ würde der Coach gerne noch mit seiner Mannschaft einfahren, sich „auch in den letzten Spielen ordentlich präsentieren“. Das gelang den Ostkreislern häufig, nur selten sprang aber dabei Zählbares heraus.

Neben den Langzeitverletzten muss Sicaja auch auf Verteidiger Perry Ofori verzichten. Gerade die jungen Spieler im Kader, sagt der Coach, „sollen jede Minute in der Regionalliga nutzen. Sie sollen Erfahrung sammeln, dürfen auch Fehler machen, aus denen sie lernen werden.“ Dass zumindest einige Zuschauer ins Herrenwaldstadion kommen dürfen, freut den Kroaten: „Fans gehören zum Fußball dazu. Es ist gut, dass wir wieder einen Schritt in Richtung Normalität machen.“

Von Stefan Weisbrod