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10:57 08.08.2020
Leon Seipp (rechts) kämpft gegen Erik Nuhn von der FSG Südkreis um den Ball. Ihr erstes Testspiel verlor die neu entstandene SG Nordkreis beim Marburger A-Ligisten mit 0:2 – was für Trainer Ullrich Brunet aber nachrangig war. Quelle: Nadine Weigel
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Wollmar

Ullrich Brunet ist keiner, der sich erst einmal zurückhält. „Natürlich“, sagt er einerseits, „muss sich unser Team erst finden.“ Andererseits: „Mein Ziel ist es, von Anfang an jedes Spiel zu gewinnen.“

Seit rund zweieinhalb Jahren ist Brunet Trainer bei der SG Treisbach/Simtshausen/Asphe – besser gesagt: Er war Trainer bei der Spielgemeinschaft. Denn diese existiert in dieser Form nicht mehr, dasselbe gilt für die SG Wollmar/Frohnhausen.

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Viele Spieler wollen „Erste“ spielen

Die Fußballer der fünf Vereine sind nun in der neu entstandenen SG Nordkreis am Ball (die OP berichtete). Deren Chefcoach ist der 49-Jährige aus dem Lahntaler Ortsteil Göttingen nun. Und er ist froh darüber, „jetzt einen großen Kader mit 20 oder mehr Leuten“ zu haben, „die alle den Anspruch haben, in der ersten Mannschaft zu spielen“.

Zuvor, da redet er nicht drumherum, „gab es den einen oder anderen Spieler, der es hat schleifen lassen und trotzdem gespielt hat, weil die Alternativen gefehlt haben“. Das sei nun anders: „Jetzt kann sich keiner ausruhen. Der Konkurrenzkampf blüht richtig auf“, freut sich Brunet, der großen Wert auf Disziplin legt: „Fußball soll Spaß machen, keine Frage. Aber es geht auch darum, hart zu arbeiten, um erfolgreich zu sein.“

Zuletzt auf den Plätzen zehn und elf

Dass es dennoch nicht gelingen wird, jedes Pflichtspiel zu gewinnen, ist dem Coach bewusst – aber doch die meisten? Treisbach/Simtshausen/Asphe schloss die Vorsaison in der Kreisliga A Frankenberg auf Rang elf ab, Wollmar/Frohnhausen landete direkt davor auf dem zehnten Platz.

Gemeinsam soll es weiter nach oben gehen: „Ich denke, die Top fünf sind in dieser Saison realistisch“, sagt Brunet, der mit dem nächsten Satz noch weiter nach vorn und nach oben blickt: „Vielleicht gelingt es mir ja noch mal, mit einer Mannschaft in die Kreisoberliga aufzusteigen.“ 2016 schaffte er das mit dem VfB Wetter II, der damals ebenfalls in der Frankenberger A-Liga gespielt hatte.

0:2-Niederlage im ersten Testspiel

Was er beim ersten Testspiel am Sonntag in Wenkbach bei der FSG Südkreis gesehen hatte, gefiel Brunet „schon ganz gut“. Dass die Partie gegen den Marburger A-Ligisten mit 0:2 verloren ging, war für ihn nebensächlich: „Es geht darum, dass Spieler, die bislang für zwei verschiedene Mannschaften gespielt haben, lernen, miteinander zu spielen. Es ist klar, dass es noch einige Abstimmungsprobleme gibt. Das ist nicht anders, als wenn man ein Team mit vielen Neuzugängen trainiert.“

An der Abstimmung gelte es – neben anderen Grundlagen – in der Vorbereitung zu arbeiten. Drei Einheiten plus ein Testspiel sind im Schnitt pro Woche angesetzt. In den Partien will der Coach, der vom jungen Co-Trainer Maximilian Lenz unterstützt wird, möglichst viele Spieler einsetzen – „einfach, um alle kennenzulernen“, was vor allem für die Fußballer der bisherigen SG Wollmar/Frohnhausen gilt. Er betont: „Es geht darum, die stärkste Mannschaft aufzubieten. Niemand soll nur deshalb spielen, weil ich ihn schon länger kenne als andere.“

SG hat drei Mannschaften gemeldet

Wer es nicht in die „Erste“ schafft, hat die Möglichkeit, sich über die „Zweite“ in der Kreisliga B zu empfehlen. Und auch eine dritte Mannschaft, die sich mit Frankenberger C-Ligisten messen soll, will die Spielgemeinschaft ins Rennen schicken, nachdem dies zunächst nicht geplant war. „Ich habe mich dafür eingesetzt, damit alle Spieler im Kader Einsatzzeiten bekommen“, erklärt Brunet. „Wer nicht spielt, verliert irgendwann den Spaß am Fußball. Das soll bei uns auf keinen Fall passieren.“

Fünf Vereine, eine Spielgemeinschaft

Die SG Nordkreis wird von insgesamt fünf Vereinen gebildet, vier davon sind im Norden den Landkreises Marburg-Biedenkopf beheimatet: TSV Treisbach, RSV Simtshausen, TSV Asphe sowie SV Wollmar. Daher rührt auch der Name der Spielgemeinschaft. Im FSV Frohnhausen ist zudem ein Verein aus dem Süden des Landkreises Waldeck-Frankenberg dabei.

Von Stefan Weisbrod

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