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Lokalsport Young Dolphins wollen sich gute Ausgangslage in Playdowns verschaffen
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14:00 09.04.2022
Nora Brüning (links, hier gegen Opladen) rettete sich mit den Young Dolphins im Saisonendspurt in die Playdowns.
Nora Brüning (links, hier gegen Opladen) rettete sich mit den Young Dolphins im Saisonendspurt in die Playdowns. Quelle: Thorsten Richter
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Marburg

Basketball ist eine schnelllebige Sportart. In wenigen Minuten oder Sekunden kann ein sicher geglaubter Sieg aus der Hand geben werden.

Aber: Jede Partie birgt auch eine neue Chance. Denn wie die Young Dolphins Marburg in der 2. Bundesliga Nord zeigten, kann man den direkten Abstieg abwenden, auch wenn ein Klub mit sechs Niederlagen in Folge in die Saison startet. „Wir hatten einen holprigen Start in die Saison. Aber das Team hat im Laufe der Spielzeit einen super Sprung gemacht und wir konnten uns weiterentwickeln“, resümiert Spielerin Nora Brüning.

Die 22-Jährige fügt aber auch an: „Wenn man mit dieser Anzahl an Niederlagen startet, ist es schwer, diese auszugleichen.“ So kam es auch, dass das Team von Trainerin Volha Tamirgeanu bis zum Schluss zittern musste (die OP berichtete). „Nachdem klar war, dass die Saison abgebrochen wird, habe ich angefangen zu rechnen, welche Ergebnisse uns wie helfen können, um nicht direkt abzusteigen“, sagt Brüning. Denn die Liga entschied, dass nach dem letzten Spieltag keine Nachholpartien ausgespielt werden durften.

Auf die Frage, ob sie an den Abstieg dachte, antwortet sie: „Ja, ich habe daran gedacht. Es war auch präsent in meinem Kopf. Wir hatten Glück, dass Thethe (Theresa Simon, Anm. d. Red.) und Joey (Johanna Klug, Anm. d. Red.) uns in zwei Spielen ausgeholfen und uns damit Sicherheit gegeben haben.“ In den Playdowns legt Brüning dagegen den Rechenschieber beiseite, denn ihr Fokus liegt auf dem kommenden Spiel gegen die zweite Mannschaft des USC Heidelberg in der Philippinum-Halle an diesem Samstag (19.30 Uhr).

Spiel in Dillingen am 16. April

Vor einer Woche in Heidelberg glänzte die Marburgerin bereits mit 20 Punkten, wovon sie fünf Drei-Punkte-Würfe verwandelte. „In diesem Spiel hatte ich einfach Glück. Ich habe mich aber auch einfach getraut, häufiger mal auf den Korb zu werfen. Aber das macht uns als Team auch unberechenbar, dass immer eine Spielerin heraussticht“, sagt die Aufbauspielerin.

In der vorherigen Partie gegen Dillingen war Sarah Lückenotte beste Werferin aufseiten der zweiten Mannschaft des BC Marburg. Gefolgt von Jenny Unger, auf deren Dienste das Team am Wochenende auch wieder bauen kann. „Jenny hilft uns, weil sie als Spielerin und als Trainerin enorm viel Wissen in das Team bringt. Ich habe früher sogar selbst unter ihr trainiert“, merkt die 22-jährige Brüning an.

Nun liegt der Fokus der Marburger Basketballerinnen auf dem Heimsieg gegen Heidelberg, um sich für das dann noch verbleibende Spiel in Dillingen am 16. April in eine gute Ausgangslage zu bringen. „Wir müssen gegen Heidelberg einfach Ruhe bewahren und uns, an deren aggressivem Spiel orientieren. Dazu müssen wir den Gegner von zweiten Chancen fernhalten und dürfen uns nicht unterbuttern lassen“, sagt die Aufbauspielerin.

Von Leonie Rink