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Lokalsport Die Vorfreude auf den Re-Start ist groß
Sport Lokalsport Lokalsport Die Vorfreude auf den Re-Start ist groß
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21:00 05.03.2021
Ab Montag können junge Sportler, hier die Jugend des SV Kirchhain, wieder gemeinsam trainieren.
Ab Montag können junge Sportler, hier die Jugend des SV Kirchhain, wieder gemeinsam trainieren. Quelle: Tobias Hirsch
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Marburg

Etwas mehr als vier Monate mussten sich die Jugendsportler im Verzichten üben, schon bald kann es für den Nachwuchs wieder losgehen mit dem gemeinsamen Sporttreiben – zumindest behutsam. Ab kommendem Montag dürfen – bei einer Inzidenz auf Landesebene zwischen 50 und 100 – Kinder unter 14 Jahren in Gruppengröße (maximal 20 Personen) unter freiem Himmel Sport treiben. Eine Entscheidung von Bund und Ländern, die im Hessischen Fußball-Verband (HFV) mit Wohlwollen aufgenommen wird.

„Wir freuen uns sehr, dass unsere Kinder und Jugendlichen den Sport wieder aufnehmen dürfen. Das ist uns ein ganz besonderes Anliegen, das wir explizit in unserem Schreiben an die hessische Landesregierung herausstellten, denn es geht dabei nicht nur um die zweifellos wichtigen Bewegungsmöglichkeiten, sondern auch um psychische und soziale Auswirkungen, die die Entwicklung unserer Kinder beeinflussen“, wird HFV-Präsident Stefan Reuß in einer Mitteilung des Verbandes zitiert. Als Freiluftsportart profitiert der Fußball in besonderem Maße von den neuen Lockerungen für den Amateursport.

„Wir finden das absolut super“, sagt Helmut Losekam, einer von vier Vorständen des JFV Stadtallendorf/Ostkreis, der von den G- bis A-Junioren 23 Mannschaften im derzeit unterbrochenen Spielbetrieb hat. „Ich bin selbst in unserer G-Jugend engagiert und habe ein schulpflichtige Tochter. Ich weiß, wie sehr sich die Kinder darauf freuen, wieder zusammen spielen zu können“, sagt Losekam. Einzeltraining bot der Jugendförderverein bereits an, am Wochenende sollen die Planungen abgeschlossen werden, um für den Trainingsstart vorbereitet zu sein; möglichst schon am Montag soll es losgehen. Losekam und Co. greifen dabei auf die Erfahrungen aus dem vergangenen Sommer zurück, als es nach dem ersten Lockdown schon mal einen Re-Start gab. „Selbstverständlich werden wir die Hygieneregeln beachten. Da uns Sportplätze in Stadtallendorf, Erksdorf und Emsdorf zur Verfügung stehen, können wir uns auch gut verteilen“, sagt Losekam.

Wahrscheinlich ab kommendem Mittwoch können die Jungkicker des aus acht Stammvereinen bestehenden JFV Ohmtal-Kirchhain wieder ihre Schuhe schnüren. „Die Kommunikation mit den Kindern und Eltern hat in der fußballfreien Zeit gut geklappt“, erzählt der JFV-Vorsitzende Eckhard Drescher, der sich freut, dass der Verein wieder Training für den Nachwuchs anbieten darf. „Wir werden jetzt versuchen, aus dem Senioren- und Altherrenbereich zusätzliche Betreuer zu gewinnen“, verrät Drescher, „damit wir die Gruppengrößen vielleicht auf zehn bis zwölf Kinder, oder besser noch auf acht Kinder reduzieren können.“ Die Planungen beider Jugendfördervereine zeigen: Die Vereine denken mit, um gemeinsames Training unter Corona-Bedingungen zu ermöglichen.

Von Marcello Di Cicco