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Lokalsport SG Lahnfels spielt in Kreisoberliga gute Rolle
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15:04 28.01.2022
Lahnfels’ Florian Mantey (rechts) kämpft gegen Gladenbachs Ferhat Koc um den Ball, beobachtet von Teamkamerad Fabian Patzke (hinten). Die Spielgemeinschaft hat sich als Tabellenzweiter für die Kreisoberliga-Aufstiegsrunde qualifiziert.
Lahnfels’ Florian Mantey (rechts) kämpft gegen Gladenbachs Ferhat Koc um den Ball, beobachtet von Teamkamerad Fabian Patzke (hinten). Die Spielgemeinschaft hat sich als Tabellenzweiter für die Kreisoberliga-Aufstiegsrunde qualifiziert. Quelle: Archivfoto: Michael Seehusen
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Sarnau

Die Gruppenliga hat sich als eine Nummer zu groß erwiesen. 2019 schaffte die SG Lahnfels noch unter Trainer Horst Prenzer den Sprung in die dritthöchste hessische Fußball-Spielklasse, wirklich konkurrenzfähig war sie dort – auch aufgrund einer Reihe von verletzungsbedingten Ausfällen – jedoch nicht. Dann wurde die Saison Corona-bedingt abgebrochen, der Abstieg ausgesetzt. Die Spielgemeinschaft aus Goßfelden und Sarnau durfte bleiben, das Team und der neue Trainer Gerd Karcher entschieden sich trotz einiger Abgänge dafür. „Wir wussten, dass es schwierig werden würde“, sagt der Coach im Rückblick. Wurde es: Zwei Punkte waren nach zehn Spielen auf dem Konto, dann wurde auch die Saison 2020/2021 unter- und schließlich abgebrochen. Die Lahnfelser hätten erneut in der Gruppenliga bleiben dürfen, diesmal verzichteten sie jedoch.

Karcher betrachtet den freiwilligen Abstieg ein gutes halbes Jahr später als richtigen Schritt. Als Tabellenzweiter hat seine Mannschaft die Qualifikationsrunde der Kreisoberliga Gießen/Marburg Nord abgeschlossen – da stellt sich die Frage, ob ein Spitzenteam in dieser Klasse nicht auch eine Liga höher mithalten könnte. Der Trainer relativiert, verweist auf den knappen Ausgang; Lahnfels hatte lediglich drei Zähler mehr als SF BG Marburg II und TSV Amöneburg, die als Siebter und Achter die Aufstiegsrunde verpassten. Und er ist der Meinung, dass der Sprung von der Kreisober- zur Gruppenliga „wahrscheinlich der größte ist, den es in Hessen zwischen zwei Klassen gibt“. In der Kreisoberliga sei die SG mit dem aktuellen Kader „genau richtig aufgehoben“.

Mit der Defensive zufrieden, mit der Offensive noch nicht

Klingt fast, als wolle er mit seinem Team gar nicht um den Aufstieg kämpfen. „Man will immer das Bestmögliche erreichen“, entgegnet er, freut sich auf die Aufstiegsrunde, bezeichnet sie als „sehr attraktiv für die Mannschaften, die da mitmachen dürfen“. Wirklicher Fan des diesjährigen Modus ist er aber nicht: Es sei „nicht im Sinne des Sports“, dass die Teams, die nun in der Abstiegsrunde um den Klassenerhalt kämpfen müssen, einen Teil ihrer Punkte – die, die sie gegen die Aufstiegsrundenteilnehmer erzielt haben, – verlieren.

In den gern so bezeichneten „Playoffs“ geht es für die sechs Teams wieder bei null los. Der Trainer hofft, dass sich seine Mannschaft dann defensiv ähnlich stabil wie in der Qualifikation präsentiert, in der die Lahnfelser nur 19 Gegentreffer in 18 Partien kassierten. „Die Dreierkette hat sehr gut funktioniert“, sagt er im Rückblick, offensiv wünscht er sich hingegen mehr Gefahr, trotz 39 erzielter Tore: „Da sind wir zu abhängig von zwei Spielern“, meint er mit Blick auf Florian Mantey und Fabian Patzke, die jeweils elf Mal trafen. „Aus dem Mittelfeld heraus muss mehr kommen“, fordert er, will darauf das Hauptaugenmerk im Training legen.

Neuer Multifunktionsplatz bietet „echten Mehrwert“

Anfang Februar beginnt die Vorbereitung, in der auch der neue Multifunktionsplatz in Sarnau, ein Kunstrasenfeld neben dem Rasenplatz, genutzt werden soll: „Für manche Sachen ist er zu klein, aber Spielformen, zum Beispiel mit vier gegen vier Spielern, sind möglich“, erklärt Karcher, sieht darin einen „echten Mehrwert“.

Ab März soll die Aufstiegsrunde ausgespielt werden, zehn Partien pro Mannschaft stehen dann auf dem Programm. „Jedes für sich ist wie ein Endspiel“, sagt Karcher, sieht darin einen „besonderen Reiz“. Und was wäre, sollte die SG Lahnfels am Ende tatsächlich ganz oben stehen? Es ist kein Thema, mit dem sich Trainer Karcher derzeit befasst. Favorit, sagt er nur, sei eine andere Mannschaft: „Wenn die SG Oberes Edertal bestätigt, was sie in der Qualifikation gespielt hat, dann wird sie auch Meister.“

Von Stefan Weisbrod

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