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12:58 06.08.2021
Marburgs Marcus Cox (Zweiter von rechts, im Hinspiel gegen München) ist noch angeschlagen. Ob er gegen die Cowboys spielen kann, steht noch nicht fest.
Marburgs Marcus Cox (Zweiter von rechts, im Hinspiel gegen München) ist noch angeschlagen. Ob er gegen die Cowboys spielen kann, steht noch nicht fest. Quelle: Foto: Tobias Hirsch
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Marburg

Am Samstag sind die Marburg Mercenaries bei den Munich Cowboys zu Gast. Vor der Partie sprach Michael Dalkowski, der Sportdirektor des Teams, mit der OP über …

… die angespannte personelle Situation: Nach der Partie gegen die Saarland Hurricanes fehlen einige Spieler gegen die Munich Cowboys. Einer davon ist der Defensivakteur Marvin Hart, der gegen die Hurricanes wegen einer groben Unsportlichkeit „ejected“ wurde. „Hart hat die Mindeststrafe von einem Spiel erhalten, er fehlt damit nur gegen München“, sagt Dalkowski. Für einen weiteren Defense-Spieler, Ruben De Ruyter, ist hingegen die Saison vorbei. „Ruben wird an diesem Freitag an der Schulter operiert. Das ist ein schwerer Verlust, dass er uns für diese Saison ausfällt“, stellt der Sportdirektor fest. Weiterhin ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Runningback Marcus Cox, der sich am bereits angeschlagenen Knöchel erneut verletzte. „Wir denken bei Marcus von Tag zu Tag und hoffen, dass die Schwellung zurückgeht. Im schlechtesten Fall wird er uns diese Saison nicht mehr zur Verfügung stehen“, erklärt Dalkowski. Zudem ist Defense-Spieler Robert Heyward zurück im Team. Aufgrund der vielen Ausfälle in der Defensive sei es eine Überlegung, dass Wide Receiver Aaron Seward als Defensive Back aufläuft.

… die Lehren nach der deutlichen 6:51-Niederlage gegen die Hurricanes: „Die Coaches haben die Jungs richtig aufgestellt, aber die Spieler haben zu langsam reagiert. Der Gegner war einfach motivierter“, stellt Dalkowski fest und fordert, dass die Theorie vom Training in der Partie in die Praxis umgesetzt wird.

… die aktuelle Tabellensituati on: Die „Söldner“ belegen aktuell den sechsten Rang in der GFL Süd mit vier Zählern. Der kommende Gegner aus München hat sechs Punkte auf dem Konto und steht auf dem geteilten vierten Platz mit Ravensburg. Beide Mannschaften haben nach dem kommenden Spieltag noch drei weitere Partien. Nach der München-Partie treten die Mercenaries gegen Tabellenführer Schwäbisch Hall Unicorns an. „Wenn wir am Samstag nicht gewinnen, dann können wir die Playoffs abhaken. Wir haben auch jetzt schon eine sehr schlechte Chance“, merkt der Sportdirektor an. Im Falle eines Sieges und einer Niederlage der Razorbacks hätten die Mercenaries gegen den Tabellenführer ebenso wie Ravensburg und München sechs Punkte. „Wenn wir nicht gewinnen ist, es schon zu spät, die Playoffs noch zu erreichen. Wir hoffen einfach, dass wir die Spielzeit noch positiv gestalten können und sich keiner der Jungs verletzt“, fügt Dalkowski an. Weiter hofft er, dass die jungen Spieler im Kader weitere GFL-Erfahrungen sammeln können, um die Saison als „Lehrjahr“ zu beenden.

… die Stärken der Munich Cowboys: „Wir werden nicht als Favorit ins Spiel gehen“, meint Dalkowski, der den Gegner ähnlich stark einschätzt wie beim Hinspiel in Marburg. Aus diesem Grund hofft der Sportdirektor auf das Quäntchen Glück. „Aufgrund unserer personellen Situation spielt uns die Partie gerade in die Karten. Denn bei München sind alle Spieler an Bord, sodass es nicht einfacher für uns wird“, sagt Dalkowski.

Von Leonie Rink