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Die Hessenmeisterschaften im Schwimmen
Die Hessenmeisterschaften im Schwimmen
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17:31 16.12.2021
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Wetzlar

Eine Woche vor den Bezirksmeisterschaften in Kirchhain fanden in Wetzlar die Hessischen Meisterschaften statt. Alle Teilnehmer mussten während der gesamten Veranstaltung FFP2-Masken tragen und durften diese nur während des Schwimmens absetzen. Eltern und Zuschauer waren nicht zugelassen, lediglich die notwendigen Kampfrichter sowie Trainer und Betreuer hatten Zugang zur Schwimmhalle. Es fanden auch keine Siegerehrungen statt, die Medaillen wurden den Vereinsvertreter am Ende der Veranstaltung überreicht beziehungsweise werden mit der Post nachgeschickt.

Aus Sicht des TSV Kirchhain

Für Jakob Kömpf (Jahrgang 2005) und Mika Stowasser (2006) war es der erste Wettkampf nach der langen Corona-Pause. Komplettiert wurde das Teilnehmerfeld von Jannis Hampach (2006) der vor einigen Wochen schon bei einem Wettkampf in Frankenberg für den TSV Kirchhain an den Start ging. 

Jakob Kömpf gelang bei den diesjährigen Hessenmeisterschaften sogar der Sprung auf das Siegerpodest: Über 200 Meter Lagen belegte er in 02:38,42 Minuten den dritten Platz in der Gesamtwertung. Über 200 Meter Brust (02:59,75 Minuten) reichte es nur für den vierten Platz. Ein fünfter Platz über 50 Meter Brust (00:36,59) sowie ein siebter Platz über 100 Meter Brust (01:22,94) komplettierten die Platzierung des Kirchhainer Medaillen-Gewinners.

Trainer Benedict Hausmann (von links), Mika Stowasser, Jakob Kömpf und Jannis Hampach.

Das gleiche Programm hat sich Jannis Hampach ausgesucht. Er startete ebenfalls über 100 Meter Brust (01:19,11) in den Wettkampf, gefolgt von 200 Meter Lagen (02:34,85). Im zweiten Abschnitt des Tages schwamm er noch 50 Meter Brust (00:36,32) sowie 200 Meter Brust (02:59,17) und beendete seine alle seine Rennen unter der Top Ten der Gesamtwertung. 

Ein komplett anderes Programm für die Meisterschaften hat sich Mika Stowasser  ausgesucht. Er startete über 50 Meter Rücken (00:35,66) in den Wettkampftag gefolgt von 200 Meter Freistil (02:33,24), sowie 100 Meter Rücken (01:20,41) und 400 Meter Freistil (05:33,07) an den Start. Auch Mika Stowasser konnte alle seine Rennen in der Top Ten der Gesamtwertung beenden. 

Trainer Benedict Hausmann zeigte sich zufrieden mit der Leistung seiner Schwimmer, und freute sich das sie sich auch längere Strecken für einen ihrer ersten Wettkämpfe auf der „langen“ 50-Meter-Bahn ausgesucht haben. Diese Zeiten zeigen aber auch, dass in den drei Kichhainern noch jede Menge Potenzial stecke, welches auf den nächsten Wettkämpfen abgerufen werden könnten. 

Drei Medaillen für Cora Wittekindt

Einen perfekten Einstand feierte Cora Wittekindt, die jüngst zum TV 1843 Dillenburg wechselte. Die Rauschenbergerin trainiert schon seit Januar im Kadertraining in Kirchhain bei Ralf Hermann und sicherte sich direkt beim ersten Start für den neuen Verein in 27,73 Sekunden die Vizemeisterschaft über 50m Freistil hinter Maria Konrad vom VfL Marburg. Lohn dafür waren dann auch zwölf Rudolfpunkte und die Aufnahme in den Kader des Hessischen Schwimm-Verbandes (HSV).

Welt- und Europameister Marco Koch (SG Frankfurt, links) Cora Wittekindt (Mitte) und TVD-Trainer Ralf Hermann.

Weitere Medaillen erreichte die Schülerin des Alfred-Wegner Gymnasiums in Kirchhain über 100 Meter Freistil (Silber) und 200 Meter Freistil (Bronze). Erstmals war die 16-Jährige über 400 Meter Lagen am Start. Trainer Ralf Hermann sagte dazu: "Cora war als Fünfplatzierte bei der letzten Bahn mit 34,49 Sekunden schnellste Schwimmerin im Jahrgang 2005 und hätte fast noch die Drittplatzierte im Fernvergleich eingeholt."

Aus Sicht des Marburger SV 

Für den Marburger SV gingen sieben Aktive im Landesvergleich ins Rennen. Lina Wagner (Jahrgang 2002) erfüllte sich an diesem Wochenende endlich ihren lang erarbeiteten Traum vom hessischen Titel. Im Brustsprint setzte sie sich mit einem Vorsprung von mehr als einer Sekunde in 0:38,67 Minuten an die Spitze des Teilnehmerfeldes und schwamm zu Gold. 

Auch die steile Leistungskurve von Mika Schütz (Jahrgang 2003) lässt sich nicht durch Corona ausbremsen. Zwei neue Bestmarken steckte er auf seinen Paradestrecken über 50 Meter (25,89 Sekunden) und 100 Meter Freistil (57,35 Sekunden), verpasste allerdings knapp in beiden Wettkämpfen als Vierter den Sprung auf das Siegertreppchen. 

Anne Wagner (stehend von links), Emilia Metz, Lina Wagner, Nathalie Richter sowie Mika Scheffler (vorne von links), Niklas Grün, Paul Martin, Mika Schütz in Wetzlar.

Im Jahrgang 2006 stellten sich Mika Scheffler, Niklas Grün und Emilia Metz der Konkurrenz. Wie schon in der Vergangenheit behält Mika Scheffler seine Ziele konstant im Blick. Auch an diesem Wochenende gelang ihm der Hattrick mit persönlichen Bestleistungen auf allen Bruststrecken. Hierbei blieben die Uhren im Sprint bei einer Zeit von 0:35,01 (Siebter) stehen, über 100 Meter Brust wurde Mika in 1:16,18 Minuten Sechster. Auf der 200-Meter-Strecke toppte er die Erwartungen von Trainerin Nathalie Richter mit einer Verbesserung der Zeit von 20 Sekunden in 2:51,89 Minuten (Fünfter).

Vereinskamerad Niklas Grün steckte zwei neue Bestmarken über 50 Meter Freistil (27,50/13.) und 50 Meter Schmetterling 30,48/10.). Auch bei ihrem Debüt im hessischen Vergleich lief es für Emilia Metz gut. Über vier Sekunden verbesserte sie sich im Rückensprint (36,78) und freute sich als Achte über eine Platzierung unter den Top Ten. Welche Verbesserungen Paul Martin (Jahrgang 2004) aus dem Trainingslager im Herbst mitnehmen konnte, stellte er über 50 Meter Rücken mit persönlicher Bestleistung in 33,59 Sekunden als Fünfter bei den Hessischen unter Beweis.

Leichte Startschwierigkeiten hatte hingegen Anne Wagner (Jahrgang 2005) im Rückensprint und blieb nach Aussagen des Vereins hinter ihren Möglichkeiten zurück. Zwei Top-Ten-Platzierungen erreichte sie über 200 Meter Rücken als Siebte und auf der halben Distanz als Neunte.

Aus Sicht des VfL Marburg

Die 5-Meter-Bahn-Entscheidungen auf Landesebene sind absolviert. Eingebunden in das Programm waren auch eine Junioren- sowie eine offene Wertung. Der Gastgeber TV Wetzlar wickelte einmalmehr gut organisiert die Landesmeisterschaften ab. Für den VfL Marburg waren Maria Konrad, Christopher Kunath, Julia Overberg und Lennardt Langenbach am Start. Nach den letzten Ergebnissen zu den Favoriten im Jahrgang 2005 gezählt werden konnte nach Aussagen des VereinsMaria Konrad. Gleich beim ersten Rennen über 50 Meter Freistilwurde sie der Favoritenrolle gerecht. Mit 0:27,16 Minuten schwamm sie einen klaren Sieg nach Hause, Zweite wurde Cora Wittekind (Dillenburg) mit 0:27,73 Minuten.

Im 50 Meter Brustschwimmen gab es dann eine für Sprintstrecken klare Entscheidung. Vorneweg mit 0:34,11 Minuten bei Chiara Rausch aus Darmstadt. Silber ging an Maria Konrad, die in 0:35,72 Minuten knapp die eigene Rekordmarke verfehlte. Mit Bronze über 50 Meter Schmetterling (0:31,37) komplettiere sie den Medaillensatz.

Maria Konrad (von links), Lennardt Langenbach, Julia Overberg und Christopher Kunath von den Hessischen Jahrgangsmeisterschaften in Wetzlar.

Silber und zweimal Bronze gab es für Christopher Kunath (Jahrgang 2006). Gleich vom Startan setzten er sich mit Peer Möller (TV Langen) vom Feld ab. Mit 0:29,72 Minuten behielt Möller schlussendlich die Nase vorne. Silber ging in 0:29,75 Minuten an Christopher Kunath. Sein punktbestes Ergebnis lieferte er als Dritter über 50 Meter Freistil mit 0:25,60 Minuten ab. Ebenfalls Bronze gab es im 50 Meter Delfin-Sprint. Mit der Endzeit von 0:27,99 Minuten unterbot er seine eigene Bestmarke.

Mit Lennardt Langenbach war ein weiterer VfLer im Jahrgang 2006 am Start. Mit jeweils Rang fünf und neuen Bestzeiten lieferte er über 50 Meter Freistil (0:26,50) und 50 Meter Rücken (0:33,90) überzeugende Leistungen ab. In der offenen Wertung startet Julia Overberg. Sie ging über 100 Meter Freistil an den Start und beendete die Distanz mit Rang fünf. Über die Distanzen 50 sowie 100 Meter Rücken mit 0:31,86 und 1:12,20 Minuten schwamm sie jeweils zu Rang zwei.

Aus Sicht des TSV Eintracht Stadtallendorf

Sarah-Sophie Haude, Fynn Buchwald und Lorenz Hof gingen in Wetzlar bei den Hessischen Meisterschaften auf der Langbahn an den Start, deren ursprünglicher Termin coronabedingt nun zur Kurzbahnsaison nachgeholt wurde. Die Veranstaltung war zur Minimierung von Kontakten auf zwei Teilveranstaltungen (Samstag und Sonntag) aufgeteilt, die vereinsweise zugewiesen wurden, damit alle Hygieneauflagen sicher umgesetzt werden konnten. Sarah-Sophie Haude (Jahrgang 2007) startete über 50 Meter, 100 Meter und 400 Meter Freistil. Für sie war es der erste Schwimmwettkampf auf der Langbahn. Mit ihren Endzeiten von 0:32,48 Minuten, 1:14,87 Minuten und 5:49,90 Minuten war sie  zufrieden, wie auch über ihr Abschneiden über 50 Meter Brust in 40,0 Sekunden.

Sarah-Sophie Haude, Fynn Buchwald (Mitte) und Lorenz Hof.

Fynn Buchwald (Jahrgang 2006) startete über 50 Meter und 100 Meter Freistil sowie über 50 Meter und 100 Meter Brust. Mit Endzeiten von 28,84 Sekunden, 1:04,49 Minuten (Freistil) und 38,13 Sekunden sowie 1:26,99 Minuten (Brust) konnte er seine Bestzeiten jeweils verbessern. Gegen seine Konkurrenten, insbesondere aus dem südhessischen Raum, hatte er jedoch das Nachsehen.

Bei den Junioren war Lorenz Hof (Jahrgang 2002) über 50 und 100 Meter Freistil, sowie über 50 Meter Rücken am Start. Sowohl über 50m als auch über 100 Meter Freistil musste er sich nur Adrian Eichler vom SC Wiesbaden geschlagen geben. Mit Endzeiten von 24,88 Sekunden über 50 Meter Freistil und 54,06 Sekunden über 100 Meter Freistil ging der zweite Platz der Junioren an Lorenz Hof. Auch über 50 Meter Rücken konnte er trotz seiner Endzeit von 30,63 Sekunden den zweiten Rang behaupten. Hier war es Jakob Striebeck vom Hofheimer SC, der mit 29,26 Sekunden den Sieg für sich verbuchen konnte.

Lukas Lossin, der wie auch in den letzten Jahren um den Sieg über 50 und 100 Meter Brust schwimmen wollte, musste krankheitsbedingt seine Starts absagen. Nach Angaben des Vereins sei es angesichts der immer noch stark eingeschränkten Trainingsmöglichkeiten ein erfolgreiches Wettkampfwochenende gewesen.

von Benedict Hausmann, Ralf Hermann, Ines Peters-Försterling, Manfred Hellmann und Alfred Hof