Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Die Gemeinschaft macht das Team stark
Die Gemeinschaft macht das Team stark
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:00 27.11.2021
In der Hessenliga zeichnet die B-Junioren des VfB Marburg unter anderem der Kampfgeist aus. Hier Marburgs Klaus Herbener in der Partie gegen den FSV Frankfurt, die 1:1 endete.
In der Hessenliga zeichnet die B-Junioren des VfB Marburg unter anderem der Kampfgeist aus. Hier Marburgs Klaus Herbener in der Partie gegen den FSV Frankfurt, die 1:1 endete. Quelle: Leonie Rink
Anzeige
Marburg

Langsam trudeln die 24 B-Junioren des VfB Marburg beim Training ein. Jeder der zwischen 15- und 16-jährigen Jugendlichen begrüßen Coach Lars Schneider und Co-Trainer Colin Krag mit „Faust auf Faust“. „Im Team herrscht eine gute Geschlossenheit und ein Zusammenhalt. Lars besitzt zudem einen ganz guten Draht zu den Spielern“, erklärt Co-Übungsleiter Krag, der in seinem zweiten Jahr mit der Mannschaft ist.

Der Grund für diesen speziellen Draht ist, dass Trainer Schneider einige Spieler seit seinem Wechsel vor vier Jahren trainiert. Seither sind die Spieler zwar nicht mehr in der U 14, einiges erlebte die Mannschaft aber trotzdem. „Es sind so viele unterschiedliche Menschen im Team, aber irgendwo sind sie alle gleich. Der Moment, in dem sie gleich sind, ist, wenn sie den Platz betreten.“, sagt der 26-jährige Schneider, der mit der Mannschaft vorher Gruppenliga und Verbandsliga spielte.

Ein knapp verpasster Aufstieg

„Vor zwei Jahren haben wir den Aufstieg in die Hessenliga knapp verpasst. Danach gab es eine Jetzt-erst-recht-Stimmung im Team, weil wir gemerkt haben, dass da noch mehr geht, wenn wir weiterarbeiten“, sagt Schneider. Das schaffte die Mannschaft auch. Nun spielt die B-Jugend in der Hessenliga gegen Teams aus Nachwuchsleistungszentren (NLZ) wie Eintracht Frankfurt, Wehen Wiesbaden oder dem SV Darmstadt.

„Es sind Mannschaften in der Liga, die von der Klasse her deutlich besser sind als wir – darunter sind Nachwuchsleistungszentren. Wenn du gegen die nur ein bisschen bestehen willst, dann musst du über andere Faktoren kommen“, sagt Krag.

Die B-Junioren des VfB Marburg erkämpften sich am vergangenen Wochenende ein 1:1-Remis gegen den FSV Frankfurt. Quelle: Leonie Rink

Diese Faktoren sind unter anderem ein geschlossenes Auftreten und der Kampfgeist. „Die Jungs sind ein eingespieltes Team. In der U 14 wusste die Mannschaft nicht, was es heißt, wenn man kämpfen muss. Ich war als Spieler auch ein Kämpfertyp, und jetzt haben die Jungs das ganz gut verinnerlicht“, stellt Schneider fest, der vor acht Jahren seine aktive Spielerkarriere beendete.

In dieser Saison kämpfte sich das Team bereits zu einem 2:2 gegen die Offenbacher Kickers und einem 1:1 gegen den FSV Frankfurt. „Mit dem Spiel gegen Offenbach bin ich zufrieden. Gegen den FSV hätten wir die drei Punkte holen müssen. Aber in beiden Partien waren wir kämpferisch stark“, sagt VfB-Kapitän Moritz Bau. Übungsleiter Schneider ist über diese Auftritte seines Teams nicht überrascht.

Die B-Junioren des VfB Marburg erkämpften sich am vergangenen Wochenende ein 1:1-Remis gegen den FSV Frankfurt. Quelle: Leonie Rink

„Gegen Teams aus Leistungszentren motivieren sich die Jungs noch einmal gegenseitig schon weit bevor das Spiel losgeht. Deshalb ist die Konzentration in diesen Partien einfach höher und die Spieler legen noch einmal eine Schippe drauf. Aber wenn die Jungs kämpfen, dann ist auch was drin“, merkt Schneider an, dessen Saison der Klassenerhalt der Hessenliga ist. Für dieses Ziel trainieren die B-Junioren dreimal wöchentlich.

Von Leonie Rink