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Lokalsport Deutsches Team will EM-Ticket buchen
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10:58 03.02.2021
Alex Wilke, hier 2018 bei einer Partie des DBB-Teams in Marburg, spielt auch in dieser Woche für Deutschland.
Alex Wilke, hier 2018 bei einer Partie des DBB-Teams in Marburg, spielt auch in dieser Woche für Deutschland. Quelle: Thorsten Richter
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Riga

Im Juni soll in Spanien und in Frankreich die Europameisterschaft der Basketballerinnen ausgetragen werden. Erstmals seit 2011 könnte auch wieder ein deutsches Team bei einem großen Turnier dabei sein. In dieser Woche fällt in Riga die Entscheidung.

Corona-bedingt werden die entscheidenden Spiele der Qualifikationsgruppe I allesamt in der lettischen Hauptstadt ausgetragen – in einer sogenannten „Blase“: Alle Teammitglieder – nicht nur die Spielerinnen – werden nahezu komplett abgeschirmt, verlassen lediglich für Fahrten zur Halle, für Trainingseinheiten und für die Spiele ihr Hotel.

Ausgangslage ist eine „Teamleistung“

Gestern sind Bundestrainer Walt Hopkins und die Mannschaft nach Riga geflogen, absolvierten am Abend dort eine erste Trainingseinheit zur Vorbereitung auf die entscheidenden Spiele: am Donnerstag (4. Februar, 15.30 Uhr) gegen den punktgleichen Gruppenersten Kroatien, am Samstag (6. Februar, 18.45 Uhr) gegen die lettische Auswahl.

Mit zwei Siegen wäre die Qualifikation für die EM-Endrunde sicher – klappt das nicht, müsste gerechnet werden, denn: Neben den Gewinnern der insgesamt neun Gruppen schaffen nur die punktbesten fünf Zweiten ebenfalls die Qualifikation.

Hopkins fordert von seinen Spielerinnen: „Wir müssen an uns glauben und aggressiv sein.“ Dass die Auswahl des Deutschen Basketball-Bundes (DBB) in einer guten Ausgangsposition ist, sei nicht der Verdienst einzelner Spielerinnen, „sondern eine echte Teamleistung“.

Deutschland muss drei Ausfälle kompensieren

Trotzdem: Die Ausfälle von WNBA-Spielerin Satou Sabally (Knöchelverletzung), von Centerin Marie Gülich und von Nachwuchsspielerin Lina Sontag (beide krank) wiegen schwer. „Nicht ideal“ sei das, sagt der Bundestrainer, er habe jedoch „keinen Zweifel, dass diese Gruppe noch härter kämpfen wird“, um die Ausfälle zu kompensieren. „Von keiner einzelnen Spielerin kann erwartet werden, dass sie die Lücke füllt, die diese drei hinterlassen haben – wir werden es gemeinsam tun.“

Dazu wollen auch Alex Wilke, Marie Bertholdt und Joey Klug ihren Beitrag leisten. Das Trio vom BC Pharmaserv hatte bei den vorherigen Qualifikationsspielen im November aufgrund der damaligen Marburger Corona-Quarantäne gefehlt, diesmal sind die Blue Dolphins dabei.

Von Stefan Weisbrod