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Lokalsport Drei Platzverweise und zwei Elfmeter beim Spiel des SV Emsdorf
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22:17 08.05.2022
Emsdorfs David Fröhlich im Zweikampf mit dem Braunfelser Michael Donges.
Emsdorfs David Fröhlich im Zweikampf mit dem Braunfelser Michael Donges. Quelle: Michael Seehusen
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Emsdorf

Der SV Emsdorf hätte mit einem Sieg am Sonntag gegen den Tabellenvierzehnten FSV Braunfels den Abstand auf einen Nichtabstiegsplatz auf fünf Punkte verkürzen können. Doch es kam anders als erhofft, die Gäste entführten mit dem 4:1 (1:1) die Punkte und vergrößerten ihrerseits den Abstand auf die Abstiegsplätze.

Es gab drei Platzverweise, zwei Elfmeter für die Gäste, sechzig Minuten spielten die Emsdorfer in Unterzahl, zwölf sogar in doppelter. „Der Schiedsrichter hat den Verlauf maßgeblich beeinflusst“, kritisierte Emsdorfs Trainer Achim Gleim. Solange der Nichtabstieg aber rechnerisch noch möglich sei, werde man alles dafür versuchen.

Die Gäste setzten nach dem Spielbeginn zunächst auf ruhigen Aufbau. Vorne sprang für sie bis auf einen 35-Meter-Flatterball von Michael Donges nicht viel heraus (5.). Emsdorf kam nach und nach besser auf, der Schuss von Rene Schmidt wurde noch abgeblockt (15.), der Versuch von Ramon Lauer streifte die Latte (17.). In der 23. Minute der erste Nackenschlag für Emsdorf: Einen Freistoß der Gäste aus dem Halbfeld verlängerte Pedram Afrooghi mit dem Spann ins lange Eck.

Braunfels lauert auf Konter

Sieben Minuten später folgte der zweite: Jannick Schubert, der bereits Gelb für ein „Zupfen am Trikot“ (Gleim) erhalten hatte, sah nach einem Zweikampf, in dem „es kein Foul gab“, die Ampelkarte. Gleim ärgerte sich zudem, dass Schiedsrichter Felix Kempa (Wabern) kurz darauf nicht in ähnlichen Situationen dem Braunfelser Michael Donges zweimal Gelb zeigte. Doch Braunfels leistete sich kurz vor der Pause einen dicken Abwehrpatzer, den Lukas Krein im zweiten Versuch zum Ausgleich nutzte (43.). „Nach der Pause hatte ich sogar den Eindruck, dass Emsdorf wacher als wir auftraten“, sagte der Braunfelser Coach Florian Betz. Doch nach einem Konter über Lucas Duarte Marin schoss Nils Schäfer den Ball zur erneuten Gästeführung ein (53.).

Braunfels lauerte trotz der Überzahl auf Konter – mit Erfolg: Bei einem dieser sah der Schiedsrichter bei einem Zweikampf im Strafraum ein Foul am Braunfelser Marin und zeigte Manuel Sprenger, der sich heftig darüber beklagte, die Rote Karte. Den Elfmeter von Donges parierte allerdings SVE-Keeper Phillip Schmidt glänzend (75.).

Selbst in doppelter Unterzahl hatte Emsdorf in Gestalt von Jonas Kläs (79.), Ramon Lauer (81.) sowie Martin Engelhardt (84.) Chancen zum 2:2. Doch nachdem auch der Braunfelser Mergim Zhegrova nach Gelb-Rot den Platz verlassen hatte, traf Donges zum 3:1 und Mert Kacar mit einem gleichfalls anzweifelbaren Foulelfmeter zum Endstand (89.).

Von Michael Seehusen