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11:58 31.07.2021
Bauerbachs Marcel Schott (rechts) will im Kreispokal-Finale ebenso treffen wie hier im Halbfinale gegen den VfL Dreihausen.
Bauerbachs Marcel Schott (rechts) will im Kreispokal-Finale ebenso treffen wie hier im Halbfinale gegen den VfL Dreihausen. Quelle: Foto: Nadine Weigel
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Bauerbach

An diesem Sonntag (15 Uhr) trifft der SV Bauerbach im Finale des Marburger Kreispokals 2020/21 im heimischen Waldstadion auf die Sportfreunde Blau-Gelb Marburg. Während das Team von SVB-Trainer Hendrik Lapp im Halbfinale den VfL Dreihausen mit 5:2 besiegte, feierten die Blau-Gelben einen 2:1-Erfolg gegen den VfB Wetter. Einen Doppelpack im Halbfinale erzielte SVB-Neuzugang Marcel Schott, der im Sommer von der Spvgg Leusel nach Bauerbach gewechselt ist.

Ein Kindheitstraum geht in Erfüllung

„Der SV Bauerbach hat sich sehr um mich bemüht. Ich wollte dem Verein etwas zurückgeben und bin zum SVB gewechselt“, sagt Schott. Neben seiner Zeit in Leusel schnürte der gebürtig aus Alsfeld stammende Stürmer auch seine Fußballschuhe für die TSG Wieseck und Eintracht Stadtallendorf. Von diesen Stationen kannte der 21-Jährige bereits seine neuen Teamkollegen Paul Jura (aus Wieseck) und Guilherme Appel Prestes da Silva (aus Stadtallendorf).

„Ich habe in meiner Zeit bei Stadtallendorf und in der Regionalliga vieles gelernt. Auch wenn es anstrengend war, werde ich nicht vergessen, wie es war, auf der großen Bühne zu stehen“, erinnert sich der Sportbusiness-Student.

Ein Regionalliga-Spiel ist ihm dabei besonders im Kopf geblieben: gegen die Kickers Offenbach vor mehreren Tausend Zuschauern im Herrenwaldstadion. „Da ist ein Traum, den man als kleiner Junge hatte, in Erfüllung gegangen. Mit den Fans im Stadion hat man gemerkt, warum man den Sport so sehr liebt“, sagt Schott.

Am Sonntag will der Stürmer in seinem ersten Kreispokal-Finale an seine vorherigen Leistungen anknüpfen. „Ich bin als Stürmer gekommen. Da will ich auch am Sonntag Tore schießen“, fügt Schott an, der in seinen bisherigen drei Kreispokal-Partien drei Tore erzielte. Er erwartet dennoch ein „schwieriges Spiel“ gegen den Ligakonkurrenten aus Marburg: „Wir sind zwar eine neu zusammengewürfelte Mannschaft, aber wir spielen einen guten Fußball und haben uns gut eingespielt.“

Schott hofft auf weitere Hessenpokal-Erlebnisse

Zudem wagt Schott einen Ausblick auf den Hessenpokal, für den sich der Kreispokal-Sieger qualifiziert. Mit dem früheren Regionalligisten TSV Eintracht Stadtallendorf hat der Stürmer bereits im Hessenpokal gespielt. Er erinnert sich vor allem an ein Mittelhessen-Derby gegen den FC Gießen: „Da waren zwischen 5 000 und 6 000 Zuschauer. Wir hatten es nicht geschafft, die Partie in 90 Minuten zu entscheiden, und mussten noch in die Verlängerung. Am Ende haben wir das Spiel ärgerlich verloren, obwohl wir ein gutes Spiel gemacht haben.“

Mit dem SV Bauerbach hofft Schott nun auf neue Erinnerungen im Hessenpokal sowie eine erfolgreiche erste Verbandsliga-Saison für sich selbst. „Vor allem Ederbergland wird unangenehm zu bespielen sein – mit Neuzugängen wie Kevin Vidakovics und Felix Nolte. Aber unser Ziel sollte es sein, jedes Spiel gewinnen zu wollen. Auch wenn das Hauptziel ist, die Liga zu halten“, fügt Schott an, wobei nun erst mal das Kreispokal-Finale ansteht.

Jauernick: Kraft und Wille entscheidend

SF BG Marburgs Trainer Maurice Jauernick sieht den Kreispokal als Gelegenheit, sich auf die Mitte August anstehende Verbandsliga-Saison vorzubereiten. Das Urgestein der Sportfreunde Blau-Gelb lässt aber keinen Zweifel daran, wie die Zielsetzung fürs Endspiel an diesem Sonntag (15 Uhr, in Bauerbach) lautet: „Wenn wir im Finale stehen, wollen wir selbstverständlich auch gewinnen.“

Die Blau-Gelben haben laut ihrem Coach „eine harte Trainingswoche“ hinter sich, die sie nach dem 2:1-Halbfinalsieg gegen Gruppenligist VfB Wetter mit dem Abschlusstraining am Freitag beendeten. Mit Blick auf das Duell beider Verbandsligisten sagt Jauernick: „Ich denke, dass es ein ausgeglichenes Spiel wird, in dem entscheidend sein könnte, welche Mannschaft mehr Kraft und Willen hat.“ mdc

Von Leonie Rink