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Lokalsport Mit Fans macht es Del-Angelo Williams mehr Spaß
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07:58 28.08.2021
Del-Angelo Williams (rechts) im ersten Stadtallendorfer Saisonspiel beim FSV Fernwald im Zweikampf mit Louis Goncalves – beobachtet von Stadtallendorfer Fans. An diesem Samstag bestreitet die Eintracht ihr erstes Heimspiel.
Del-Angelo Williams (rechts) im ersten Stadtallendorfer Saisonspiel beim FSV Fernwald im Zweikampf mit Louis Goncalves – beobachtet von Stadtallendorfer Fans. An diesem Samstag bestreitet die Eintracht ihr erstes Heimspiel. Quelle: Foto: Stefan Weisbrod
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Stadtallendorf

Einen Punkt hat die Stadtallendorfer Eintracht am Mittwoch in ihrem ersten Saisonspiel in Gruppe A der Fußball-Hessenliga geholt, beim FSV Fernwald nach 1:3-Rückstand noch 3:3 gespielt. An diesem Samstag (14 Uhr) empfängt die Mannschaft von Trainer Dragan Sicaja den KSV Baunatal zum ersten Heimspiel nach der Sommerpause. „Unser Ziel ist es immer zu gewinnen, egal wer der Gegner ist“, sagt Del-Angelo Williams zur Zielsetzung. Die OP spricht mit dem Stürmer im Vorfeld der Partie über ...

... das Unentschieden beim FSV Fernwald: Von „gemischten Gefühlen“ spricht Williams im Rückblick: „Wir gehen früh in Führung. Danach dürfen wir das Spiel nicht so aus der Hand geben. Letztlich müssen wir froh sein, wenigstens noch einen Punkt geklaut zu haben, wobei das eigentlich nicht unser Anspruch sein darf.“

... die Ziele: Erst mal will die Mannschaft in Gruppe A der zweitgeteilten Hessenliga unter die Top fünf kommen, sich damit für die Aufstiegsrunde im Frühjahr 2022 qualifizieren. „Das ist das erste Ziel“, sagt Williams, macht deutlich, dass er mehr erreichen will: „Wir müssen sehen, dass wir möglichst viele Punkte mitnehmen.“ Denn vorgesehen ist, dass die Ergebnisse, die gegen Mannschaften erspielt werden, die ebenfalls in die Aufstiegsrunde kommen, in diese mitgenommen werden. „Jeder Sieg, den wir jetzt holen, kann am Ende wichtig sein. Wir wollen oben mitmischen.“ Ob eventuell gar der direkte Wiederaufstieg gelingen kann? Der Angreifer ist überzeugt: „Wir haben eine Chance.“

... den Umbruch nach dem Abstieg: Langjährige Leistungsträger wie Kevin Vidakovics, Kristian Gauermann und Jascha Döringer haben den TSV Eintracht verlassen, einige Zugänge wurden präsentiert. „Ich denke, unser Kader ist gut bestückt“, sagt Williams. „Viele unserer Spieler haben schon in der Regionalliga gespielt und in Timo Cecen ist ein Ideengeber hinzugekommen, auch die anderen Neuen können uns helfen.“ Derzeit, räumt er ein, gebe es „in der Abstimmung noch Luft nach oben, wie man in Fernwald gesehen hat“. Da fehlte phasenweise vor allem in der Defensive die Ordnung. „Wir hatten eine relativ kurze Vorbereitung mit nur wenigen Testspielen, in denen wir auch nur wenig gefordert wurden“, hat Williams dafür eine Erklärung.

... seine Rolle im Team: Nicht nur aufgrund seines Alters gehört der 28-Jährige zu den erfahreneren Spielern im Team, in je einem Jahr beim damaligen Drittligisten Hansa Rostock sowie beim Regionalliga-Topteam der SV Elversberg hat er einiges gelernt. „Ich bin bereit, Verantwortung zu übernehmen“, sagt er. Und Tore will er schießen – „so viele wie möglich“. Allerdings: „Wenn ich die Wahl habe, ob ich nur fünf Tore schieße und wir steigen auf oder ob ich 20 Tore schieße und wir steigen nicht auf, nehme ich lieber das erste. Die Mannschaft steht im Vordergrund.“

Die Rückkehr der Fans: 450 Zuschauerinnen und Zuschauer sind beim Spiel in Fernwald dabei gewesen – darunter mehrere Dutzend sehr lautstarke aus Stadtallendorf. „Das hat sich nach der Corona-Zeit nicht wie 450 angefühlt, sondern wie 4 500“, so Williams. „Ich habe auch den Fans nach dem Spiel gesagt, dass es toll ist, wieder Stimmung drumherum zu haben. Das gehört für mich zum Fußball dazu. So macht es einfach mehr Spaß.“ In der vergangenen Saison fanden die meisten Stadtallendorfer Regionalliga-Partien ohne Publikum statt. „Auf dem Platz konzentriert man sich auf das Spiel. Da höre ich nicht, was die Fans singen. Aber man spürt, dass man unterstützt wird. Das bringt dann schon den ein oder anderen Prozentpunkt.“

Von Stefan Weisbrod

„Angstgegner“ KSV Baunatal ist zu Gast

Fast viereinhalb Jahre ist es her, dass die Stadtallendorfer Eintracht ein Spiel gegen den KSV Baunatal gewonnen hat: im April 2017 zu Hause mit 3:1. Seitdem gab es in Testspielen eine Niederlage und ein Remis, die beiden Vergleiche in der Hessenliga-Saison 2019/2020 gingen beide verloren (0:1 auswärts, 2:3 zu Hause). Diesmal sollen gegen den „Angstgegner“ wieder drei Punkte her.

Aufpassen müssen die Gastgeber dabei nicht nur, aber vor allem auf Sebastian Schmeer: Der inzwischen 34-jährige Torjäger ist nach neun Jahren (mit einem halbjährigen Gastspiel bei Borussia Fulda) von Hessen Kassel nach Baunatal zurückgekehrt. Beim 2:0-Sieg zum Auftakt beim SV Steinbach schoss er direkt ein Tor, beim 2:2-Unentschieden gegen den SV Neuhof blieb er zuletzt ohne Treffer.