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Lokalsport BC Marburg steht nach Niederlage unter Zugzwang
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11:00 28.03.2022
Marburgs Kapitänin Marie Bertholdt (Mitte, gegen die Heidelbergerinnen Macarena Rosset und Brianna Jones) glänzte gegen Freiburg mit 22 Punkten.
Marburgs Kapitänin Marie Bertholdt (Mitte, gegen die Heidelbergerinnen Macarena Rosset und Brianna Jones) glänzte gegen Freiburg mit 22 Punkten. Quelle: Thorsten Richter
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Freiburg

Sie haben alles gegeben – und doch hat es am Ende für den Auswärtscoup nicht gereicht: Die Basketballerinnen des BC Pharmaserv Marburg haben am Sonntag (27. März) zum Auftakt der Bundesliga-Playoffs in der Runde der letzten Acht in einer hochklassigen Partie mit 83:90 (39:53) beim Hauptrunden-Zweiten Eisvögel USC Freiburg verloren und es damit verpasst, den Grundstein für den Einzug ins Halbfinale zu legen. In der Spielserie „best of three“ fehlt den Breisgauerinnen nun nur noch ein Sieg zum Weiterkommen. Die Blue Dolphins indes brauchen im zweiten Aufeinandertreffen am kommenden Freitag (1. April, 19.30 Uhr) in Marburg einen Sieg, um ein drittes und entscheidendes Spiel zu erzwingen.

Infos zum Spiel

USC Freiburg: Pietsch, Nufer 7 / 1 Dreier, Paunovic 11, Little 14 / 15 Rebounds, Yasuma 22 / 1 / 7 Reb. / 11 Assists, Gerlinger, Radic 19 / 3 / 6 Reb., Mayer.

BC Marburg: Wilke 9 / 1 / 5 Reb., Bertholdt 22 / 2 / 7 Reb., Simon 10, Lückenotte, Brüning, Crymble 4, Klug 3, Baker 18, Arthur 11, Weyell, Wagner 6.

Viertel: 30:19, 22:20, 13:21, 25:23.

Damit dies möglich ist, muss der BC insbesondere in der Verteidigung noch eine Schippe drauflegen, wie Marburgs Cheftrainer Christoph Wysocki nach der Partie feststellte. „Wir haben im ersten Viertel 30 und bis zur Halbzeit 52 Punkte zugelassen. Das ist nicht unser Spiel. Unser Spiel ist es, den Gegner bei 15 Punkten zu halten und selbst 17, 18 zu machen.“ So richtig hatten die Gäste um die bärenstarke Kapitänin Marie Bertholdt (22 Punkte / 7 Rebounds) die Offensive der Breisgauerinnen jedoch nur im dritten Viertel im Griff, als Wysocki auf eine 3-2-Zonenverteidigung umstellte. „Das hat funktioniert, da haben wir sehr gut verteidigt.“ So gut, dass die Blue Dolphins aus einem 13-Punkte-Rückstand zur Pause durch einen Dreier von Marie Bertholdt bis auf einen Punkt herankamen (58:59, 29.). Wysocki: „Da war das Spiel komplett offen. Wäre noch der ein oder andere Korbleger reingegangen, wäre das Spiel noch offener gewesen.“

Doch im letzten Viertel stellten sich die Gastgeberinnen zusehends besser auf die Marburger Verteidigung ein. Angeführt von der stark aufspielenden Shiori Yasuma (22 Punkte / 7 Rebounds / 11 Assists), die die Marburgerinnen nie richtig aus dem Spiel nehmen konnten, verschafften sich die Schützlinge von Trainer Harald Janson bis zur Mitte dieses Durchgangs wieder ein kleineres Punktepolster, das ihnen nicht mehr verloren ging. „Man muss anerkennen, dass die Freiburgerinnen heute mehr gewollt haben. Sie sind mehr gerannt und haben den Ball schneller bewegt“, stellte der BC-Cheftrainer fest.

Weil die Gastgeberinnen nach flottem, phasenweise etwas wildem Spielbeginn in der ersten Hälfte mehr als doppelt so viele Drei-Punkte-Würfe wie der BC versenkten, zogen Yasuma und Co. bis zur 13. Minute auf zwischenzeitlich 19 Punkte davon. Im zweiten Viertel lagen die Freiburgerinnen durchgängig zweistellig in Führung.

„Was man als positive Erkenntnis mitnehmen kann, ist, trotz dass wir 90 Punkte kassiert haben, wir bis 30, 40 Sekunden vor Schluss noch den Sieg vor Augen hatten“, stellte der BC-Coach mit Blick auf das zweite Aufeinandertreffen am kommenden Freitag fest.

Keltern bezwingt Schaakes Luchse

Der amtierende Deutsche Meister Rutronik Stars Keltern hat das erste Playoff-Viertelfinalspiel gegen die Hannover Luchse um die gebürtige Marburgerin Finja Schaake mit 77:66 gewonnen. Nicht nach Plan lief es dagegen für den Herner TC. Der frisch gekürte Pokalsieger verlor sein Heimspiel gegen die Panthers  Osnabrück mit 59:62 und steht nun unter Zugzwang. Nichts anbrennen ließen dagegen die Rheinland Lions. Der Hauptrunden-Erste bezwang die Royals Saarlouis mit 74:58 und kann am Donnerstag das Halbfinal-Ticket lösen. Die drei restlichen Viertelfinal-Spiele finden am kommenden Freitag statt.

Von Marcello Di Cicco