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Lokalsport Christoph Wysocki ist nicht mehr Cheftrainer des BC Marburg
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17:19 22.04.2022
Christoph Wysocki ist nicht mehr Cheftrainer des Marburger Bundesligisten.
Christoph Wysocki ist nicht mehr Cheftrainer des Marburger Bundesligisten. Quelle: Thorsten Richter
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Marburg

Er war im Januar 2021 der Retter des Basketball-Bundesligisten BC Pharmaserv Marburg: Christoph Wysocki. Der heute 65-Jährige übernahm nach der Trennung des Vereins vom damaligen Cheftrainer Julian Martinez das Team auf dem letzten Tabellenplatz.

Doch sein erstes Engagement im Verein war bereits 2019. Der gebürtige Pole bekam den Trainerposten für die weibliche U-16-Mannschaft des Vereins übertragen, als diese auf dem letzten Tabellenplatz standen und führte das Team zur Hessenmeisterschaft. Es war das erste Mal in seiner Trainerlaufbahn, dass er eine Mannschaft im weiblichen Bereich betreute. In der darauffolgenden Saison wurde er Cheftrainer des U-18-Teams in der weiblichen Nachwuchs-Basketball-Bundesliga sowie des Zweitliga-Teams. Während dieser Zeit blieb er sich selbst treu, war um keinen Scherz verlegen und nahm nie ein Blatt vor den Mund. „Ich wollte nie hauptberuflicher Basketballtrainer sein. Alles was ich tue, mache ich aus Leidenschaft und aus Liebe zum Sport“, sagt Wysocki.

Großer Anteil am Erfolg hat das Trainer-Team

Als Interimscoach der ersten Mannschaft führte er die Blue Dolphins vom letzten Tabellenplatz zur Bronzemedaille bei der Deutschen Meisterschaft. In den 48 Pflichtspielen hatte er eine Siegesquote von 60,4 Prozent. „Es waren schöne zweieinhalb Jahre. Dass wir so einen riesigen Erfolg hatten und mehr als die Hälfte der Spiele gewonnen haben, war mir gar nicht klar“, ergänzt Wysocki, der diese Leistung zu einem großen Teil Stephanie Wagner und Volha Tamirgeanu zuschreibt. „Ohne Steffi und Volha wär vieles nicht möglich gewesen“, sagt er über sein Trainer-Team. Nun genießt er in vollen Zügen seine „Basketball-freie Zeit“ und gärtnert oder fährt Fahrrad. „Ich war vor Kurzem bei einem Spiel der Gießen 46ers und die Jungs haben mich gefragt, ob ich im Karibik-Urlaub war, weil ich so braun gebrannt bin“, scherzt Wysocki. Nun endet seine Zeit als Cheftrainer der Erstliga-Mannschaft, doch bereut hat er keine Sekunde. Wer den Posten übernimmt, ist noch unklar. Dies möchte der Verein zeitnah bekanntgeben.

Von Leonie Rink