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Lokalsport Deutsches Team erreicht Minimalziel, verpasst aber Medaille
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17:00 20.06.2022
Das deutsche Team spielte sich bei der EM bis ins Halbfinale vor, unterlag dann zweimal im Sechsmeterschießen.
Das deutsche Team spielte sich bei der EM bis ins Halbfinale vor, unterlag dann zweimal im Sechsmeterschießen. Quelle: Jonas Bargmann
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Hätte, hätte ... in dem Fall konkret: Hätten die deutschen Blindenfußballer im Halbfinale der EM in Italien gegen Frankreich oder im Spiel um Platz drei gegen England den ein oder anderen Sechsmeter verwandelt, würden sie jetzt wohl eine Medaille feiern. Haben sie aber nicht: Beide Male gab es je drei deutsche Fehlschüsse, reichte dem Gegner jeweils ein Treffer zum Sieg.

„So können wir einfach nicht gewinnen“, ärgerte sich Bundestrainer Martin Mania. Und trotzdem zog der frühere Spieler des FSV Schröck eine positive Bilanz: Er freute sich über die Qualifikation für die Weltmeisterschaft im kommenden Jahr in Birmingham – nach Tokio 2014 wird sich ein deutsches Team erst zum zweiten Mal auf der größten Bühne mit der Konkurrenz messen. „Das war das Minimalziel“, sagte er. „Alles, was darüber hinausging, wäre ein Bonus gewesen.“

Alican Pektas, neben Taime Kuttig, Hasan Koparan und Torhüter Sebastian Themel einer von vier Spielern der SF BG Blista Marburg im Aufgebot, ärgerte sich, dass „der Fußballgott nicht auf unserer Seite war“. Spielerisch habe das Team gegenüber früheren Turnieren aber „einen großen Schritt nach vorn gemacht“, wird der Angreifer in einer Mitteilung des Deutschen Behindertensportverbands zitiert.

Das sieht auch Mania so. Er wolle das Abschneiden „in Ruhe analysieren. Dann werden wir uns langfristig auf die Weltmeisterschaft vorbereiten.“

Von Stefan Weisbrod