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Lokalsport Kein Happy End für Biedenkopf-Wetter Volleys
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11:00 10.05.2022
Lilli Kreutz (Mitte) von den Biedenkopf-Wetter Volleys erreicht den Ball nicht mehr. Das Team von Trainer Volkmar Hauf (rechts) verpasste den Aufstieg in die Regionalliga mit einer dezimierten Mannschaft im vorletzten Saisonspiel.
Lilli Kreutz (Mitte) von den Biedenkopf-Wetter Volleys erreicht den Ball nicht mehr. Das Team von Trainer Volkmar Hauf (rechts) verpasste den Aufstieg in die Regionalliga mit einer dezimierten Mannschaft im vorletzten Saisonspiel. Quelle: Thorsten Richter
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Biedenkopf/Wetter

Es gibt keinen guten Zeitpunkt dafür, wenn dem Trainer nicht alle seine Stammspielerinnen zur Verfügung stehen. Aber es ist vor allem dann unglücklich, wenn es für das Team noch um die Meisterschaft und damit um den Aufstieg geht.

So geschehen am Samstagabend in der Oberliga-Aufstiegsrunde der Biedenkopf-Wetter Volleys. Trainer Volkmar Hauf hatte insgesamt nur acht Spielerinnen zur Verfügung. Mit einem 3:0- oder 3:1-Sieg gegen den Tabellenführer HTG Bad Homburg hätte die Mannschaft im zweiten Nachholspiel am Sonntag gegen Gelnhausen noch die Chance auf den Aufstieg in die Regionalliga gehabt.

Im Vorfeld der Partie sagte er gegenüber der OP: „Wenn wir am Samstag verlieren, dann werden wir uns das Spiel in Gelnhausen schenken.“ Und so kam es dann auch. Das Spiel wurde 3:0 für Gelnhausen gewertet, weil die Volleys nicht angetreten sind. Grund dafür war die 1:3-Niederlage gegen Bad Homburg.

Nach taktischer Umstellung können die Volleys punkten

„Unser Ziel ist immer der Aufstieg und vorne mitzuspielen. In der Rückrunde haben wir aber das Beste aus der Situation, mit vielen Corona-Pausen und Krankheiten von Spielerinnen, gemacht“, sagt Hauf und merkt an: „Wenn das ganze Team im Training und Wettbewerb normal arbeiten kann, dann ist alles möglich.“

Gegen Bad Homburg war das aber nicht der Fall. Im Aufschlag, Annahme und Angriff bekamen die Volleys keinen Zugriff in die Partie. Im zweiten Satz kam das Heimteam erst langsam in das Spiel, nachdem Mannschaftsführerin Leonie Sauerwald auf die Diagonalposition wechselte. „Dann haben wir endlich Punkte eingesammelt und waren ein ebenbürtiger Gegner“, sagte Hauf. Diese taktische Umstellung hatte zur Folge, dass sich die Annahmen von Libera Judith Weimer, Franziska Linearts und Luisa Papritz stabilisierten, sodass Renate Kern mehr Bälle aus zentraler Position zuspielen konnte. Bad Homburg konterte daraufhin mit Entschlossenheit im vierten Satz. Die Volleys liefen in diesem Satz einer Break-Punkt-Serie der Gäste hinterher. „Auch mit Time-Outs und die Hereinnahme von Nachwuchsspielerin Lea Müller im Zuspiel war Bad Homburg nicht zu stoppen“, sagte der Übungsleiter. Die Volleys setzten danach zwar zur Aufholjagd an, aber den Volleys gelang es nicht, die nötigen Punkte mit Block- und Gegenangriffen zu sammeln.

Durchschnittlich fehlten fünf Spielerinnen im Training

„Wir sind nur ein bisschen traurig, dass wir den Aufstieg verpasst haben. Dass wir überhaupt noch die Chance auf die Meisterschaft hatten, ist aller Ehren wert”, sagte Hauf, der anmerkt: „Wenn wir weiterhin unsere jungen Spielerinnen einbauen wollen, dann wäre es in der Regionalliga keine einfache Umstellung für die Mädchen geworden.“

Der Nachwuchs allein reicht nicht aus

Doch nicht nur Nachwuchsspielerinnen sind wichtig für die Mannschaft, sondern auch ältere, erfahrene Spielerinnen. „Im Team gibt es zwei Lehrerinnen, die jetzt mit ihren ehemaligen Schülerinnen zusammen spielen“, sagt Hauf.

Von Leonie Rink